Motorsport für Anfänger: Kartfahren

Ab und an soll man mit seinen Arbeitskollegen ja auch mal etwas tun, was nicht unbedingt beruflich bedingt ist. Da wir unsere Kollegen auch Freunde nennen, bietet sich das natürlich umso mehr an 😉 Earl sei Dank fiel die Wahl diesmal auf einen adrenalinangereicherten Sport: Das Kartfahren. Ich hab mich schon lange gefragt, wie das wohl so ist und glücklicherweise war auch Dani sehr furchtlos (wie immer) und optimistisch gestimmt.

Earl selektierte also eine naheliegende Kartbahn in Keltern (Klick) und wählte ein interessantes Produkt: 10 Minuten Training, 10 Minuten Qualifying und 30 Runden Rennen. Dies schien optimal, da bis auf Earl selbt noch keiner der Teilnehmer in einem Kart gesessen hatte.

Rund zwei Wochen nach der Planung begaben wir uns also mit zwei Autos und fünf Geschwindigkeitssüchtingen in Richtung Karthalle. Nach 40 Minuten Fahrt erreichten wir uns Ziel und hatten zunächst rund 15 Minuten Zeit anderen Fahrern auf der Bahn zuzuschauen und uns einen Eindruck über die Situation zu verschaffen. Danach erhielten wir dann kostenfreie Leihsturmhauben und wählten einigermaßen passende Helme. Ich griff mal ganz mutig zu einer M, die meinen Kopf einigermaßen sicher umschloss.

Augenblicke später saßen wir in angeblich 9PS starken Erdgaskarts und rollten auf die Strecke. Ich war zunächst ziemlich erschrocken ob der schweren Lenkung aber bereits nach einer Runde fing das ganze an ziemlich Spaß zu machen. Runde für Runde näherte ich mich meinen Kontrahenten, konnte einige überholen und zunehmend mehr Platz zwischen uns bringen. Das Schöne dabei war, dass wir allein auf der Strecke waren (quasi eine exklusive Reservierung) und daher unser Vermögen oder Unvermögen mit niemandem teilen mussten.

Nach zehn Minuten wurden wir in die Box gewunken und wir erhielten einen ersten Blick auf die Resultate. Gemäß des kleinen Statusdisplays war ich der zweitschnellte und erntete dafür direkt Respekt von unserem Rennverantwortlichen Earl. Ein wenig Fachsimpeln („Wie nimmst du die vierte Kurve?“) und einige Minuten später ging es dann zum Qualifying.

Dieses war zumindest für mich das Highlight des Tages, denn Meister Earl und ich lieferten uns über ca. 10 Runden ein (für mich) packendes Duell. Zwar gelang es meinem CCNP-zertifizierten Kollegen ab und an auf meine Höhe aufzuschließen, ich konnte die Lücke dann aber (ein wenig unsportlich) schließen. Am Ende des Qualifyings bestätigt sich das Ergebnis vom Training – bis auf die Tatsache das Earl ein klein wenig angefressen ob das vereitelten Überholversuchs war.

Ergebnis des Qualifyings
Ergebnis des Qualifyings

Mit dem Qualifying ging leider der spannende Teil des Events zu Ende. Da aus Platzgründen in einer Reihe gestartet wurde, bestand das Rennen aus einem reinen Hintereinanderherfahren. Der Earl gewann immer mehr Abstand, ließ mich irgendwann kurz überholen (sehr sportlich) um mich dann sofort wieder zu deklassieren. Die letzten 20 Runden sah ich dann weder jemanden vor nach hinter mir .. ziemlich öde. Dani und Kay duellierten sich wohl aber fast die gesamte Zeit über, was deutlich spannender klang 😉

Details zum Rennen
Details zum Rennen

Beim nächsten Mal wollen wir es dann mit einem All You Can Drive Event versuchen. Mehrere 10 Minuten Turns erlauben hoffentlich mehr spannende Duelle, wenn gleich wir die Strecke dann wohl nicht für uns haben.

Am nächsten Morgen tat uns übrigens so ziemlich alles weh .. Spaß gemacht hat es trotzdem 🙂

Pimp my Freisprecheinrichtung

Heut war der Tag der Tage: Die Freisprecheinrichtung meines TTs sollte umkodiert werden – wie vor einigen Tagen berichtet, empfinden mich ja die meisten Gesprächspartner als zu leise.

Pünktlich um 08:30 Uhr: Eintreffen beim Audi Autohaus unseres Vertrauens.

Weniger Püntklich um 08:40 Uhr: Dialogannahme mit dem uns zugewiesenen Kundendienstmeister. Da der Tag noch jung war und die Sonne schien, beichtete ich auch gleich die aufgetretenen Navi Probleme (unmotiviertes Neustarten). Der Meister machte sich eifrig Notizen, wirkte recht freundlich und ich fühlte mich richtig gut aufgehoben. Nach einem kurzen Plausch und der abschließenden Bitte das Fahrzeug nicht zu waschen (Lack ist noch zu neu) überließ ich ihm also das Auto, den Schlüssel und mein iPhone *schnief*. Als Kontaktmöglichkeit gab ich Danis Handy an – das erschien am direktesten. Ursprünglich war der Termin bis 12:00 Uhr abgesprochen, aber auf Grund der Navi Schwierigkeiten erbat der Meister etwas mehr Zeit .. kein Problem.

15:20 Uhr (leicht nach Zwölf): Kam der erlösende Anruf .. endlich sollten der TT und ich wieder vereint werden (dachte ich). Was ich denn getan hätte, als das Navi ausfiel. Ich war ganz ganz offen .. einmal hatte ich mich getraut in einer Baustelle nur 30 zu fahren und einem Hörspiel auf der SD-Karte zu lauschen und einmal fuhr ich unmotivierte 120km/h auf der Autobahn – scheinbar beides ein Fall für die Kategorie: Nicht artgerechte Haltung des Fahrzeugs. Danach kamen wir dann zum Thema Telefon: Man sei nicht in der Lage das Problem nachzuvollziehen. Mich wundert das wenig, denn bei einem kurzen Telefonat mit der Info fällt das Problem vielleicht nicht unbedingt auf. Aber der darauf folgende Dialog verdient einen eigenen Absatz:

Audi Meister: „Wir können das Problem wirklich nicht nachvollziehen. Wir haben sogar das Mikro mal zugehalten und waren immernoch gut zu verstehen. In welchen Situationen trat das Problem denn auf?“

Micha: „In verschiedenen Situationen mit verschiedenen Gesprächspartnern.“

Audi Meister: „Festznetz oder Handy?“ (*gääähn*)

Micha: „Sowohl als auch und bei verschiedenen Geschwindigkeiten.“

Achtung — jetzt wird’s gut!

Audi Meister: „Wie halten Sie das Telefon denn beim Telefonieren?“

Mir fällt nix ein…Telefon…halten…Bluetooth ??

Micha: „Tut mir leid – ich verstehe die Frage nicht.“

Audi Meister: „Das soll kein Angriff sein. Aber es gibt ja Menschen die halten das Telefon mehr so gen Hals und dann kann die Verständigung natürlich leiden.“

Micha: „Aber .. ich hab doch eine Bluetooth Freisprecheinrichtung?!“

Audi Meister: „Also tritt das Problem auch auf, wenn Ihr Telefon in der Schale liegt?“

Micha: „Ja“

Okay..nehmen wir uns einen Moment Zeit das zu verstehen.

Der Servicepartner fragt mich, ob ich mein Telefon beim Telefonieren über die Bluetooth Freisprecheinrichtung eventuell zu sehr in Richtung Hals halte und wundert sich, dass die Situation sich nicht verändert, wenn er das Mikro des iPhones zuhält.“ Ohoh..irgendetwas läuft hier schief.

Der Meister verabschiedete sich dann und meinte er werde weiter am Problem arbeiten .. Rückruf sollte folgen.

16:30 Uhr: Ich brauch das Auto, ich weiss auch nicht was so lang dauern soll und rufe den Meister (Durchwahl hat er uns freundlicherweise gegeben) direkt an.

Micha: „Wie geht es denn meinem Audi TT?“

Audi Meister: „Wir warten auf Antwort vom Werk.“

Micha: „Ich hab mein Auto um 08:30 Uhr abgegeben. Sie stellen die ersten Rückfragen um 15:30 Uhr. Was würden Sie als Kunde denken?“

Audi Meister: „Ich kann nichts dafür. Wir sind hier so wenige.“

Micha: „Warum machen wir dann einen Termin aus?“

Audi Meister: „Ich mach die Terminplanung nicht – die macht der Werkstattleiter.“

Den Rest der Unterhaltung spare ich mir an dieser Stelle.

Zusammenfassung des Tages: Der Innenraum wurde fahrerseitig gereinigt, neue Kratzer gibt es zum Glück auch nicht und ein erster Test brachte das Urteil: Du klingst jetzt lauter.

Also alles in allem eine recht befriedigende Aktion. Die Rückmeldung des Werks bezüglich der Navi Aussetzer steht übrigens noch aus…

Alles neu macht der Mai…

…und deshalb sollte man auf aktuelle Versionen wirklich arbeitsrelevanter Softwareprodukte scheinbar auch erst im Frühjahr updaten.

So und jetzt die verständliche Version: Ich habe heute im Zuge einer Phase der Modernisierung einige meiner Daily-Use Anwendungen aktualisiert. Dazu gehört neben dem Firefox (jetzt 3.6 Beta 3) auch Thunderbir (jetzt 3.0 Beta 4) auch Office 2010 (Beta).

Der erste Gesamteindruck war sehr positiv. Das neue Design ist ziemlich „interessant“ und Outlook 2010 bringt einige coole Funktionen mit. Eine davon ist beispielsweise die Darstellung von Nachrichten in einer Art „Gesprächsverlauf“, was die Gruppierung von Nachrichten signifikant verbessert. Ausserdem werden jetzt unter Mails Fotos aller involvierten Personen dargestellt. Letzteres hat mich direkt veranlasst parallel zu einer hochspannenden Telefonkonferenz Fotos meiner Geschäftspartner aus Xing zu fischen und diese in mein Adressbuch einzubinden. Deutliche Steigerung der bildhaften Kommunikation erkennbar.

Vielleicht ein paar Worte zum Update: Meine bisheringen Office Applikationen wurden allesamt zügig und recht problemfrei aktualisiert. Einfach nur den Installer starten, drei mal weiter klicken, eine halbe Stunde warten und abschließend Rebooten (warum eigentlich?).

Einzig mein Word startete immer mit einer Fehlermeldung (eine bx7.dot) konnte nicht korrekt geöffnet werden. Habe die File dann lokalisiert und eliminiert..danach ging alles.

So…zu diesem Zeitpunkt war ich ob meines Modernisierungswahns noch ziemlich glücklich. Danach habe ich beschlossen wieder zur Arbeit überzugehen und an meiner Schulung weiter zu pfeilen.

Aha..Erstkontakt mit Powerpoint 2010. Nach dem schicken Splashscreen also fix eine neue Folie erstellt und auf geht es .. eigentlich alles ganz gewohnt. Aber dann ging es an die Animationen und hier ging die Quälerei los. Irgendein Microsoft Projektleiter (der offensichtlich niemals mit Animationen arbeitet) hat nämlich angeordnet nahezu alle Dialoge, welche für Animationen relevant sind zu überarbeiten. In Folge dessen erfordert es jetzt unendlich mehr Klicks Animationseigenschaften wie spezifische Parameter (Einblendung von Links oben oder rechts oben beispielsweise), Dauer der Animiation und Start der Animation einzustellen. Auch mit Earls Hilfe war es mir nicht möglich die von mir benötigten Eingangsanimationen den Favoriten hinzuzufügen .. also weiter wildes Rumklicken. An dieser Stelle kann man einfach nur fragen: Benutzt der jenige, der die Software entwickelt hat diese auch mal?

Klickorgie
Klickorgie

Äußerst hilfreiche Optionen wie „Katalog zur Symbolleiste für den Schnellzugriff hinzufügen“ (mehrmals Lesen hilft nicht!) machen es einem auch nicht wirklich leichter…

Was soll’s: Show must go on!

„Fahr vorsichtig…“

Die Herausforderungen des Geschäftsalltags brachten es mit sich, dass der TT uns ein weiteres mal quer durch die Republik fahren musste. Diesmal ging es von Weingarten nach Wasserburg am Inn und zurück; Gesamtstrecke rund 700km. Diese Reise sollte dann auch finale Gewissheit darüber bringen, ob die Winterreifen vibrationsfrei arbeiten und wie sich die Abrollgeräusche verhalten.

Mit leichter Verspätung ging es gegen 07:15 Uhr gen Osten und schon nach wenigen Kilometern hatten wir mit zunehmendem Nebel zu kämpfen. Je mehr wir uns München näherten, desto häufiger wurden die Tempo 80 Stecken und unser Durchschnittsverbrauch sank direkt proportional zu unserer Laune. Das Gute: Nun ist der Beweis erbracht, dass man auch auf Strecken mit mehr als 300km Länge den 2.0TDI Quattro bei 6l und teilweise sogar unter 6l Durchschnittsverbrauch bewegen kann. Selbstverständlich mit laufenden Verbrauchern wie Sitzheizung, Klima und Navi 😉

Nach nur 3h und 45 Minuten gelang es uns das Ziel wohlbehalten und sicher zu erreichen. Unterwegs hatten wir mit einem signifikanten Mangel an Radiosender in der Region um München zu kämpfen, weshalb sich die MP3-Fähigkeit des Navis ein weiteres mal bezahlt machte. Apropros Navi: Selbiges muss eindeutig weiblich sein, denn es beschloss während der Anreise bereits zum zweiten Mal einfach so neuzustarten. Klar, das Audi MMI Logo ist hübsch..aber während der Fahrt will ich es eigentlich nicht einfach so sehen. Ein weiterer Fall für unseren motivierten und kompetenten Audi Partner.. Wir starteten also nach einer ziemlich anstrengenden Reise hochmotiviert in den Arbeitstag, welcher noch ziemlich lang dauern sollte.

Schlimmer geht's nimmer...
Schlimmer geht's nimmer...

Noch vor Rückreise ermahnte mich Dani zu größtmöglicher Vorsicht – offensichtlich wollte sie das Auto auch gern im gewohnten Zustand wiedersehen. Um sie diesbezüglich nicht zu enttäuschen, schickten wir der langen Reise einen fast schon obligatorischen Besuch bei McDonalds (dem zweiten zu Hause eines Consultants) vorraus – man gönnt sich ja sonst nix. 30 Minuten und einige labbrige Pommes später konnte es dann gen Heimat gehen. Diesmal über Hohenlinden – einer Insider Abkürzung um mindestens 15 Minuten zu sparen. Irgendwie waren die Sparpakete für Minuten wohl aber aus, denn statt einem schnelleren Vorwärtskommen fanden wir nur sehr neblige Landstraßen.

Selbige brachte dann die Erkenntnis, dass der Fernlicht-Assistent nicht wirklich gut mit Nebel zurecht kommt und deutlich zu spät abblendet..der Gegenverkehr hat nicht allzu glücklich reagiert. Richtig blöd ist es übrigens auch im „Auto“-Modus des Lichts die Nebler zu einen beherzten Griff am Lichtschalter aktivieren zu wollen. Dieser dreht dazu nämlich eifrig nach rechts und schaltet von „Auto“ zunächst auf „Standlicht“. PALING waren die Xenons aus und die Straße weg. Auch eine Art sofort wieder geweckt zu werden 😉

Die Rückreise konnten wir dann übrigens in rund 3,5h hinter uns bringen, welche durch das aktuelle Mario Barth Programm deutlich verkürzt wurden. So ging ein weiterer schöner 14h Tag mit Kay zu Ende..

Fazit was die Reifen angeht: Keine Vibrationen, keine gesteigerten Abrollgeräusche .. bis auf die Optik ist alles super.

Kilometerstand aktuell: 2500km, davon geschäftlich: 1998km. Gesamtdurchschnittsverbrauch 7,1l/100km

Es werde Winter…

Heut war es dann so weit: Die schönen 19″ Sommerwalzen von Audine mussten durch winterfähige Bereifung ersetzt werden. Bei 14,5°C Außentemperatur um 14:30 Uhr eine äußerst empfehlenswerte Maßnahme..

Wie dem auch sei – man weiß ja nicht wie sich die Temperaturen entwickeln werden und daher erscheint die Umrüstung trotzdem (irgendwie) logisch. Dank Kay waren wir auch in der Lage die neuen Felgen recht schmerzfrei zum Reifenhändler zu bekommen – der TT selbst hat nur begrenzt die Fähigkeit seine eigenen Reifen durch die Gegend zu fahren.

Pünktlich um 14:00 Uhr schlugen wir also beim Reifenhändler auf, manövrierten den TT in die Box und luden die neuen „Winterschwingen“ aus. Nach langem Hin und Her haben wir uns für original Audi TT Winterfelgen vom Typ Abitos entschieden, Dimensionen 225 / 50 R17. Während des Montageprozesses musste Dani mir tröstend zur Seite stehen, denn irgendwie gefiel mir das Sommerdesign dann doch besser. Vor allem der Moment als die Felgen dran, das Fahrzeug aber noch in der Luft hingen war äußerst schmerzlich. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir wirklich gedanken gemacht, ob das Auto ab jetzt als TT Cross Country gelten würde. Einige Minuten und viel Druckluft später, entspannte sich die Lage dann aber doch ziemlich. Die Optik ist zwar nicht perfekt aber zumindest annehmbar.

Abrollgeräusche und Fahrverhalten waren auf den ersten 5km dann übrigens auch recht unverändert. Morgen folgt dann der 700km Dauertest.

Audine mit Winterfelgen und einer skeptischen Dani
Audine mit Winterfelgen und einer skeptischen Dani
Audine mit Winterfelgen und Endrohrblenden
Audine mit Winterfelgen und Endrohrblenden

Auf dem Foto sind übrigens auch die Endrohrblenden sehr gut zu erkennen – Steigerung der optischen Wertigkeit: 100%. Allerdings sind die Blenden auf dem Foto eine Woche alt, das Auto 8 Tage .. und beides ist ziemlich dreckig. Im gereinigten Zustand ist das rot roter und die Blenden deutlich chromiger 😉

Kostenpunkt der Felgen nebst Pirelli reifen: 790€ + 50€ Versand, Kostenpunkt der Montage: 42,50€ (so will ich mein Geld auch mal verdienen)

Danach ging es dann übrigens noch zum lokalen Audi Autohaus (in Bruchsal gibt es nur ein großes) .. wir erinnern uns ja an die zu leise Bluetooth-Freisprecheinrichtung.

Durch Glück wurden wir auch recht schnell einem „Kundendienstmeister“ vorgestellt, welcher sich unser Problem auch geduldig anhörte.

Audi Meister: „Hm…iPhone…ganz schlecht.. das wird wohl nicht mehr in die Gewährleistung fallen.“

Micha muss kurz schlucken..ein Telefon, dass von Audi als voll kompatibel angegeben wird und ein 8 Tage altes Auto ..

Micha: „Im Internet steht, dass man die Empfindlichkeit des Mikros in 6 Stufen verstellen kann.“

Audi Meister: „Im Internet steht viel..“

Micha (schon sehr genervt): „Okay, es gibt zwei Möglichkeiten. Sie schauen sich das ganze an .. oder ich rufe direkt bei Audi an, die erlären Ihnen das ganze und ich bin morgen wieder da. Ich kann mit beiden Lösungen leben…“

Audi Meister: „Moment..ich frage mal unseren Experten .. ich erreiche ihn nur gerad nicht.“

<10 Minuten später>

Audi Meister: „Unser Experte meint man kann die Empfindlichkeit des Mikros in 6 Stufen verstellen – das könnte helfen.“ (Ach, man kann die Empfindlichkeit kodieren? Das ist ja eine tolle Information!)

Micha grinst

Audi Meister: „Dann müssen wir einen Termin machen..und es wäre schön, wenn wir ihr Telefon in der Zeit behalten können. Wird auch nur einen halben Tag dauern..“

Micha schluckt wieder: Das setzen eines banalen Parameters und testen des selbigen dauert also einen halben Tag .. okay

Ob es wirklich angemessen ist, wenn die für den Zeitraum nur mein Auto und mein iPhone haben? Ob ich besser auch noch meine Tankkarte, Kreditkarte und Freundin da lassen sollte?

Na mal sehen.. ich bin mal wieder sehr enttäuscht von Audi und bin auf nächsten Mittwoch gespannt.

Credo des Tages: No, they can’t.

November? Nicht für uns..

Es ist Donnerstag Morgen, ein November Tag. Der Himmel grau, die Luft voller Regen, die Stimmung der Menschen betrübt.

Ich betrete mit leicht schläfrigen Augen das Restaurant der Saline des 4* Hotels und noch bevor ich das Buffet entdecke, sehe ich SIE: Da schläft sie vor der Tür, unter der Beobachtung und den bohrenden Blicken der anderen Hotelgäste. Okay, SIE steht auch direkt gegenüber vom Restaurant, vier Schritte vom Haupteingang entfernt. Ich suche mir – natürlich – einen Tisch mit Blick auf den Parkplatz und versuche mich an den nicht ganz frischen Brötchen und dem ziemlich dünnen Orangensaft zu erfreuen..

Ganz langsam steigt sie schon wieder in mir auf .. die Vorfreude der nächsten Fahrt.

Einige Bissen und viele glotzende Rentner (Wellness Hotel…) später sprinte ich zurück ins Zimmer, packe die letzten Sachen und gehe schnellen Schrittes gen Hoteleingang. Freudig blinzeln mich die großen hinteren Blinker an: „Guten Morgen, wird auch Zeit!“. Wie ein Pilot seinen Airbus so treffe auch ich erstmal schnell alle Startvorkerhrungen: Außenspiegel ausklappen, Defroster Düsen für die Frontscheibe an, Heckscheibenheizung an, Sitzheizung an, Außenspiegelheizung an (Es wird Winter..) und schon kann es losgehen. Noch während ich das Navi per Sprachdialogsteuerung auf mein Ziel programmiere steuere ich die großen 19Zöller aus der Hotelausfahrt.

Blinker links, blick in die blinzelnde Sonne..zwei Großraumtaxen fahren an mir vorbei, die Leute auf der Rücksitzbank drehen sich in beiden gaffend um … es ist doch nur ein TT.

Audine ist übrigens nicht nur ein getreuer Begleiter zur Arbeit sondern auch eine perfekte Abholung von der Arbeit. Ein See Parkplatz beim Kunden und ca 40m trennen uns. Andere tappen im Dunkeln, SIE leitet mich mit ihren langsam einfadenden Nebelscheinwerfern Heim – Willkommen zurück!

Die große Reise…

Der Audi Tacho ist immernoch jungfräulich, das Fahrzeug nach zwei Tagen ebenso.

Trotzdem galt es heute das erste Mal mit dem TT eine längere Strecke (ausser der Überführung) zurückzulegen.. das Ziel des Tages lautete Bad Salzuflen.
Naheliegenderweise ist die Reise kein Privatvergnügen sondern notwendiger Bestandteil meiner Tätigkeit als IT-Trainer.

Okay, nun hätte ich mit dem ganz neuen Auto gern ein paar Tage Ruhe gehabt..aber was immer der Dienst erfordert, das ist Befehl (oder so ähnlich).

Also brach ich leicht verspätet gegen 17:20 Uhr von Bruchsal aus gen Norden auf. Im Vorfeld war ich positiv überrascht über das mögliche Ladevolumen bereits nach den ersten hundert Metern fing an, dass frisch im Handbuch angelesene Wissen über die Sprachdialogsteuerung auszuprobieren.

*Peeep* „Zieleingabe“

*Den Zielort bitte* „Be ah de es ah el zet uh ef eh en“ (ja, die Sprachdialogsteuerung im TT kann nur Buchstabieren zur Eingabe von Zielen)

*Wählen Sie den Eintrag aus der Liste* „Eins“

*Die Straße bitte* „Er oh oh en es teh er“

*Wählen Sie den Eintrag aus Liste* „Eins“

*Möchte Sie eine Hausnummer oder Kreuzung eingeben?* „Hausnummer“

*Die Hausnummer bitte* „Neun“

*Meinten Sie die angezeigte Hausnummer* „Ja“

*Wollen Sie zum Ziel navigieren* „Nein, ich hab nur Langeweile ehhh JA“

*Die Route wird berechnet*

Cool..das geht ja schonmal total gut.

Wenige Minuten später beschleunige ich auf eine recht volle A5 (immer schön bei 3000 Umdrehungen schalten….) und beginne mit dem Strom zu schwimmen. Zeit für ein Telefonat … plöm plöm..ah..das Bluetooth Symbol ist gerad verschwunden. Wer will denn auch mit einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung telefonieren? Hauptsache man kann das Telefonbuch auslesen.. Wildes Klicken auf dem iPhone später dann erneut PLÖM PLÖM und alles wieder schön. Toll.

Okay, Gesprächpartner klingt extrem klar toll..Gesprächspartner meint aber ich sei etwas leise. Andere Gesprächspartner im Laufe der 430km langen Fahrt bestätigen das. Ich bilde mir ein man könne die Sensitivität des Mikros bei Audi kodieren lassen.. werde das mal auf die ToDo Liste setzen. Ansonsten rein kommunikationstechnisch alles gut.

Das Navi ist echt ein Traum..die Auflösung ist super und die angezeigten Infos einfach toll .. man fühlt sich immer gut aufgehoben. Die Sprachsynthese klingt ebenfalls super (nicht so die Stimme der Sprachdialogsteuerung) .. allerdings etwas wie 0900 Hotline (stelle ich mir zumindest so vor) – egal, ich mag das 😉

Rund 300km später bin ich mir sicher, der TT war so wie er ist eine hervorragende Entscheidung. Ich lümmele angenehm in den sitzen, der Motor erlaubt sehr angenehmes vorwärtskommen, automatisch abblender Rückspiegel nebst passenden Außenspiegeln sind ein sehr nettes Feature und auch der Fernlichtassistent macht seinen Job um Längen besser als der von BMW. Insgesamt lässt sich das Auto extrem gut steuern, gut auf der Straße positionieren und auch im >70k teuren 5er habe ich mich auf längeren Strecken nicht derart wohl gefühlt. Einziges Manko sind ab und an auftretende Schmerzen im Gesäß..ich bin noch am Optimieren der Sitzposition.

Nach über 700km auf dem Tageskilometerzähler wird es dann mal Zeit meine rote Freundin zu füttern..sie hat Durst. Restreichweite 70km. Sonderziele entlang der Route, Tankstelle, Shell, Jet, Shell (42km) .. mehr gibts net. Doof.

Sonderziele, Standortumkreis, Aral..7,7km perfekt. Als Ziel übernehmen. Runter von der AB, quer durch gottverlassene Dörfer und IRGENDWANN ganz nah am Ziel. Schon aus großer Entfernung der Gedanke „Farbenblindheit oder Navi Fehler?“ Okay, Aral ist jetzt bp Star..Restreichweite 60km. Was tun? Egal.. also dann tanken auf Kreditkarte und net mit der guten Routex..was solls. Die Dorfschönheit (*hust*) an der Kasse freute sich jedenfalls offensichtlich über Auto und Fahrer.

Kurze Zwischenbilanz: Durchschnittsgeschwindigkeit 116km/h, Durchschnittsverbrauch 6,5l. Yes.. und das bei Quattro und 170PS.. so muss das sein!

Also weiter durch die leeeeren Ortschaften, deren Ende ich Kurvenlicht sei Dank doch irgendwan gefunden hab. Das Fahrwerk erklärt mir auf seine Weise ganz regelmäßig das es sich hier nicht wohl fühlt und das recht dünne Gummi um die 19″ Felgen keine allzu große Affinitität zu diesen, einer Pferdekutschen würdigen, Straßen pflegt. Ist ja gut, gleich gibt’s wieder Autobahn. Wenige Minuten später rollen wir über den Zubringer und schalten eifrig bis in den Sechsten durch (Schalten bei 3000, verdammt) … schon nehmen wir wieder unsere Standartreiseposition auf der linken Spur bei guter Musik ein.

Rund eine halbe Stunde später erreiche ich mein Ziel..jedenfalls laut dem Navi. Laut mir und meiner Umwelt war das Bild ein anderes: Nix Hotel..jedenfalls nicht das, was ich Suche. Anruf Dani: „Das muss ein ganz großes Sein..aber ich hab kein Internet“. Also fix das iPhone rausgekramt, die Hotelwebsite aufgerufen und Dani dabei erklärt wie man in der alternativen Firmware unseres Router den DNS Server ändert- yes!

Gemeinsam mit der Karte auf der Homepage des Hotels und der maximalen Zoomstufe von Audine wird alles klar: Layer 8 Problem…Kurve in der Kurve..einfach übersehen. Augenblicke später erreichen die Rote und ich die Hotelauffahrt. Was ist das? Ein wartender Portier? Genial! Blöd..der will beim Aussteigen gar nicht meinen Schlüssel..der hat seinem Chef die Tür aufgehalten.

Micha: „Wo darf ich denn mein Auto versenken?“

Portier: „Die Tiefgarage ist ziemlich voll..wollen Sie Ihr schickes Auto nicht direkt dort parken?“

Micha: „Da wo „Geschäftsführer“ steht?“

Portier: „Genau da“

Man..da fühlt man sich geschmeichelt. Doof nur, dass der Parkplatz klein, kurz und eng war..ahya und abschüssig. Ich rolle also den Hügel der Hotelauffahrt runter..Handbremse, Rückwärtsgang…BRUUUUUM. Vorn rechts Stein, hinten links Passat..PEEEP PEEEEP PEEEEEEEEEEEEEP. Is ja gut.. Nochmal vor, nochmal zurück *Schwitz*. Nochmal fix die 255er Walzen von ganz rechts nach ganz links und schon scheint alles gut zu sein .. War ja gar nicht so schwierig *Hust* Ganz lässig ausgestiegen: Auto in den Markierungen, Auto direkt vorm 4,5* Hotel..super.

Also rein in die Hütte: Wow..ist das ein Hotel oder eine Salzmine? Es ist beides: Ein Wellnes Hotel. Also schnell eingescheckt und rauf auf das Zimmer. Kurze Freude über den Fernseh von historischem Wert (Röhre) und damit geht der Tag dann zu Ende.

Die Herausforderung des morgigen Tages hat bereits einen Namen: Berge das Equipment von der Rücksitzbank. Finde die Position, in der die Kiste zwischen abfallendem Dach, vorgeklapptem Sitz und nicht-vorhandener B-Säule durchpasst … Sure, we can!

Es ist getan: Abholung Audi TT

Es war der Morgen eines frischen 09.11.2009 – ein denkwürdiger Tag. Nicht nur wegen des Mauerfalls, sondern weil an diesem November Montag das jahrelange Warten und Verhandeln um einen Audi TT beendet sein sollte.

Der Tag begann um 05:45 Uhr und obwohl es draußen noch finster und drinnen noch frisch war (die Heizung nimmt ihren Dienst erst zu „normalsterblichen“ Frühstückszeiten auf), war ich sofort hellwach. In bester Tradition suchte ich sofort nach der besten Möglichkeiten den Anbeginn des Tages zu dokumentieren, doch die verschiedensten Zeitgeber (DECT Telefon, Wetterstation, Armbanduhr, Handy) ließen sich nur unter verschwommenen Fotos zur Mitarbeiter überreden. Irgendwann waren die gewünschten Impressionen eingefangen (zumindest so einigermaßen) und es ging mit den üblichen Hygienemaßnahmen weiter.

Irgendetwas war da heute noch zu tun...
Irgendetwas war da heute noch zu tun...

Ein letztes Mal für den Audi frisch machen (das Abnehmen dafür habe ich ja bereits in den letzten 3 Monaten erledigt), Rasieren, Duschen, zwei passende Socken finden (gar nicht so einfach) und schon konnte es los gehen. Zielsicher steuerte ich unseren endlos trägen Leih-BMW 523i gen Parkhaus des Karlsruher Hauptbahnhofes. 17 Minuten und viele Regentropfen später erreichten wir sicher uns Ziel und begaben uns sogleich zum Bahngleis Nummer 9.

Dort wartet bereits unser mobiles zu Hause für die nächsten vier Stunden und so bestiegen wir frohen Mutes unser 1. Klasse Abteil (was sonst passt zu einer Neuwagenabholung?). Nach vier glücklichen Jahren Absitenz von der Bahn beschäftige ich mich zunächst mit den logistischen Gegebenheiten vor Ort (Ach so verstellt man den Sitz? Und drei Leute müssen sich eine Steckdose teilen?) und überbrückte so die Wartezeit, bis die Odysee endlich ihren Lauf nehmen sollte. Einige lange Minuten später tuckelten wir dann los.. und tuckelten und tuckelten und tuckelten. Die Bahn kennt keine Eile und so verwundert es kaum, das unser Zug bereits nach der ersten Stunde fünf Minuten Verspätung hatte. Ich versuchte aufkommende Nervosität durch zunehmende Nutzung des mobilen Internets zu kompensieren.. was auch keine wirklich tolle Idee ist. Soviele Verbindungsabbrüche habe ich jedenfalls selten erlebt und die Akkuleistung des iPhones schwand quasi im Minutentakt.

Der IC, nicht mein Freund..
Der IC, nicht mein Freund..

Eine halbe Stunde von Nürnberg entfernt (unser einzigen Umsteigestation), hatten wir dann nur 10 Minuten Verspätung – kein Problem bei 9 Min Umsteigezeit. Vorher quittierte der Schaffner Danis Frage „Sagen Sie, werden wir den ICE nach Ingolstadt erreichen?“ mit einem „Im moment schaut’s noch gut aus“ (ich glaube Bahnslang für: „Träum weiter“), was mich sofort dazu veranlasste die Leihwagenkonditionen verschiedener Anbieter zu überprüfen. In Nürnberg HBF angekommen kam dann das eine zum anderen: Der ICE tat es seinen Brüdern und Schwestern gleich und war einfach auch zu spät. So war er in guter Gesellschaft und wir brauchten keine Alternativlösung .. super.

Dani wartend am HBF Nürnberg
Dani wartend am HBF Nürnberg

Fünf Minuten verspätet „boardeten“ wir also den ICE nach Ingolstadt und nahmen wiederholt in einem erste Klasse Abteil platz. Während Dani die Boardtoilette gefühlte Stunden für kosmetische Aufarbeitungen okkupierte, erfreute ich mich an der ausnahmsweise beeindruckend hohen Geschwindigkeit. Irgendwann durfte ich dann auch mal auf die Toilette und endlich mal bei >200km/h der Natur nachgeben..auch ein lustiges Gefühl.

11:04 Uhr erreichten wir dann Ingolstadt und ich war das erste mal richtig ernüchtert. Der Bahnhof im Umbau, die Fußwege lang (erste Klasse ist halt nicht immer toll) und alles überlaufen. Einige Minuten und gefühlt mehrere Meilen später gelang es uns ein Schon-Fast-Oldtimer-Taxi zu Boarden: Einen Opel Zafira. Eine Einheimische (Universal Translator, wo bist du nur?) steuerte uns dann sicher gen Audi Forum. Sie erkannte im übrigen sofort, was uns in das schöne Ingolstadt führte („Holts ihr ein neues Auto ab?“) und brauchte für die Abrechnung nur Kennzeichen, Namen und eine Unterschrift..sehr komfortabel. Während der Fahrt dann die üblichen Fragen: „Was wird es denn für einer? Na das ist ja eine Rakete! Das ist ja wirklich toll. Wo kommts ihr her? Hats in Karlsruhe auch soviel Radar? (haha, dazu später mehr)“. Irgendwann erreichten wir dann das absolut beeindruckende Audi Forum und wurden über die Piazza direkt bis vor den Eingang gefahren.

Selbiger wurde von Herscharen zukünftiger Audi Kunden (*hust*) bewacht: Geschätzte 100 Teenager schienen mit ihrer Schule dem Werk einen Besuch abzustatten. Wie dem auch sei..wir steuerten gezielt Richtung Empfang, dieser leitete uns Richtung Neuwagenabholung und da kam das erste mal Audi-Feeling auf. „Bereich reserviert für Neuwagenabholer“ Ein freundlicher Herr fragte dann nach dem Abholschein und bedankte sich, dass wir uns für Audi entschieden haben. Anschließend ging es Non-Stop zur Kundebetreuerin, welche mit uns den Tag plante. 13:00 – 14:30 Werksführung und 14:45 Neuwagenabholung .. wie klingt das? Zu dem Zeitpunkt war es kurz vor 12 und ich fand das klang ziemlich gut .. Danis Magen fand das auch. Also klärten wir noch kurz das vordere Kennzeichen bitte ohne Halter zu befestigen und erhielten dann Nadeln für die Werksführung und weiteres Infomaterial.

Nachdem diese Formalien geklärt wurden, verlangte Danis Schulter dringend nach Erleichterung. Also begaben wir uns zu den kostenfreien Schließfächern und warfen eifrig alles ab, was nicht gebraucht wurde. Die obligatorische Handtasche, dazu die Kamera..auf geht es. Kurzer Stop im Audi-Shop (gewünschte Jacke leider ausverkauft, sonst auch nix interessant) und ab in’s Restaurant. Selbiges war optisch (was mich mehr interessierte) als auch kullinarisch (was Dani mehr interessierte) extrem empfehlenswert und so nahmen wir ein tolles Frühstück bestehend aus Shakes, Kuchen und Croissants zu uns. Plötzlich erspähte ich auf den Tafeln mit den tollen Audi Filmen in der Laufschrift einen Text wie jenen: „14:45 Herr“ *Spannung* „Meyer.“ Gmrpf. Doch dann: „14:45 Herr Michael Adrian“. Herzschlag, ganz viel, ganz laut.. plötzlich wurde mir wieder bewusst, das der langersehnte Traum heut in Erfüllung gehen würde.

Jap, dass bin ich!
Jap, dass bin ich!

Ca. 30 Minuten später erklärten wir das Frühstück für beendet und begaben uns in den Bereich für die Werksführung. Selbige begann einige Minuten später und war zwar interessant, aber doch nur frustrierende Massenabfertigung. Als jemand der bereits (ohne Aufpreis) eine dreier-Führung (Dani, Audi-Mitarbeiter und ich) erlebt hatte, konnte mich das Stoßtruppartige Durchschreiten des Werks jetzt nicht so begeistern. Trotzdem war es sehr interessant mal wieder neue Aspekte zu sehen und die Dimensionen des modernen Automobilbaus aufs neue zu Erleben. Nach rund 90 Minuten (im übrigen ohne auch nur einen TT, zumindest auf eine Rohkarosse hatte ich spekuliert) war der Spuk vorbei und die Fahrzeugübergabe scheinbar wahnsinnig nah. Mit der Erkenntnis welcher Zulieferer „mit nur 7h Vorlauf“ die Schrumpelsitze herstellt, gingen wir zurück ins Audi-Forum und harrten der Dinge, die da kommen mögen. Die Uhr zeigte 14:28 und mir ging es gar nicht mehr gut..Aufregung..Nervosität..ganz viel. Dani ging nochmals auf die Toilette und ich beobachtete den Auslieferungsbereich besser als jeder Infrarot/Mikrowellen-Kombi-Alarmmelder. Dani war wenige Sekunden zurück da war es soweit. Eine misanorote Front schob sich langsam in unser Bild und wenige Momente später war klar: KA-GH9696 hatte die Bühne der Welt betreten. Dieser Moment war für mich definitiv der emotionalste des Tages und wirklich wirklich beeindruckend. Nachdem wir das Auto dann eifrig von allen (von oben möglichen) Blickwinkeln inspiziert und fleißig Fotos geschossen hatten, ging es Richtung Übergabepult.

Wow - das ist er also!
Wow - das ist er also!

Dort wurde uns nach wenigen Momenten unser Übergeber ehh Kundenberater zugewiesen, welcher uns sogleich hinab in die heilige Abholerebene führte. Dort warteten Scharen langweiliger koventioneller A3, A4 und A6 auf ihre neuen Besitzer. In atemberaubendem schwarz *gähn*, modernem silber und fast schon exotischem weiss. Nunja, und dazwischen stand unser TT. Nicht unter der Empore versteckt, nein .. mitten im Licht. Mit ausgeklapptem Heckspoiler und repräsentativen 19″ Exclusive Walzen. Nach wenigen Fußschritten erreichten wir das Ziel meiner Träume mit den Worten „Da steht er also, live und in Farbe“ (Schenkelklopfer). Sherlock-Dani begann sofort mit der Inspizierung der Spaltmaße, als auch schon die Audi-Fotografin vom Dienst erschien. Schnell machte sie ein, zwei Schnappschüsse und schon ging es für uns an die Übernahme.

Bereits nach wenigen Sekunden fielen mir Gebrauchsspuren an der Einstiegsleiste, Fettfinger auf dem Navi und kleine Kratzer im Bereich der Sitzverstellung auf. Der gute Audi-Mann nahm das alles hin („Ich hab das Auto vorher ja auch noch nicht gesehen“) und musste auf mehrmaliges Bohren seitens Dani dann auch Kratzer am Heckspoiler eingestehen. Alles nur Kleinigkeiten, aber für den vollen Preis erwarte ich auch volle Leistung und möchte die ersten Kratzer gern selbst ins das Auto machen. Also wurde unsere rote Furie wieder davon gefahren und wir durften in einem Warteraum direkt auf der Auslieferungsebene platznehmen. Bei kalten Getränken und einem tollen Audi-Werbefilm, wartet es sich doch gleich viel angenehmer. Nach ca. 10 Minuten kam unser TT dann wieder. Der Einstieg poliert (okay, ich sah da noch kleine Spuren..aber spätestens morgen hätte ich die selber gemacht), der Heckspoiler jetzt makelfrei und das Navi geputzt. Also fix alle Papiere unterschreiben, Kugelschreiber und Schlüsselanhänger (brav alles x2) entgegennehmen und ab ging es nach draußen. Okay, das war gar nicht so einfach, da meine Füße etwas an die grausame BMW Kupplung gewöhnt waren..aber letztendlich hat alles geklappt.

Das ist der Knopf für den Schleudersitz?
Das ist der Knopf für den Schleudersitz?
Flieg, Baby, Flieg
Flieg, Baby, Flieg

Auf der Piazza nahm der Andrang bereits ab und so fanden wir einen netten Platz für den  TT und unsere Gefühle. Ziemlich eigenartig soviele Jahre darauf zu warten, darauf hinzuarbeiten und zu sich vorzustellen..und plötzlich drin zu sitzen. Bei untergehender Sonne (es war ca 15:20) machten wir schnell einige Fotos vom Auto, vom Auto und uns und auch vom Auto und dem Forum und wanderten dann richtung museum mobile. Von diesem habe ich irgendwie gar nicht so viel mitbekommen, da ich wahnsinnig gedankenversunken war. Im Gedächtnis ist mir aber definitiv geblieben, dass die Ausstellung sehr toll und interessant war und Dani einige schöne Fotos gemacht hat. Es gab dort spannende Studien-Fahrzeuge und Wagen von historischem Wert zu sehen .. unbedingt empfehlenswert .. nur vielleicht nicht direkt nach der Fahrzeugübernahme. Nach ca 50 Minuten im Museum waren wir wieder unten angekommen, hatten den Blick aufs Auto genossen und wollten uns einen weiteren Snack gönnen.

Audi und seine Geschwister
Audi und seine Geschwister
Die Herrin der Spaltmaße am Objekt
Die Herrin der Spaltmaße am Objekt

Doch zuvor galt es einen Makel des neuen TTs zu beheben: Es gab keine Auspuffendrohre in Chrom dazu (hier mangelte es vermutlich am SLine Paket). Also ab in den Shop, die 90Euro auf die Vergiss-Mich-Schnell-Karte gebucht und sofort die Originalblenden mitgenommen. Im Restaurant gab es erneut tolle Shakes und diesmal Eis für mich (die Auswahl war bereits recht ausgedünnt) und diverse andere Köstlichkeiten für Dani. Den Abschluss des Tages bildete eine heisse weisse und eine heisse braune Schokolade mit Sahne..allerdings jeweils nicht mit den erhofften Audi Ringen als Topping (hatte sowas mal gelesen). Nachdem wir beide ganz tief in die Tasse geschaut hatten, begaben wir uns also zum Schließfach, nahmen all unser Gepäck und gingen guten Mutes zum neuen Auto.

Brauche großen Balkon, muss zum Volk sprechen
Brauche großen Balkon, muss zum Volk sprechen

Das Gepäck wurde schnell verstaut und der Hauptbahnhof Karlsruhe (der BMW wartet *grmpf*) in das brandneue Navi eingegeben. Keine 3km Blindflug später besann sich das technischen Spitzenprodukt dann auch statt „Off Road“ mal sinnvolle Hinweise von zu sich geben. Das Fahrverhalten des TTs ist besser als erwartet, der Klang undieseltypisch und der Antritt wirklich schön .. so macht das Spaß. Keine 340km im strömenden Regen später erreichten wir wohlbehalten den Bahnhof in KA und Dani musste unser Spielmobil verlassen..irgendwer muss BringMichWerkstatt ja zurück fahren. Also wieder mal ein kurzer Fußmarsch zum Parkautomaten und es kam die Erkenntnis, dass immernoch nicht alle Automaten EC/Mastercard-fähig sind. Nach eifrigem Scheinfalten gelang es uns trotzdem irgendwann unsere Schulden zu begleichen.

Da Orientierung ja wahrhaftig nicht zu meinen Stärken zählt, bat ich Dani („Ach hier sind wir..hier bin ich schon ganz oft lang gefahren“) vorrauszufahren. Leider dachte Dani wohl ich könnte mit dem flachen TT direkt unter der Schranke des Parkhauses durchgleiten..jedenfalls hatte sie es arg eilig. Kein Problem, denn bereits bei der leicht verwirrenden Ausfahrt des Bahnhosvorplatzes hatte ich sie wieder (komisches rotes Schild mit dem weißen Balken quer..direkt vor ihr..). Gemeinsam bahnten wir uns also unseren Weg gen Tangente .. Dani immer gut dabei. Zwischendurch zügelte ich mich mehrmals, denn die Tangente ist komplett auf 80 limitiert und irgendwo gibt es immer einen Blitzer. Dani kennt die Gegend doch aber so gut, das Navi ist so interessant und so rollte ich dahin. Das fand die Stadt Karlsruhe so ramontisch, dass davon prompt ein stimmungsvolles Foto in rot gemacht wurde — Treffer, versenkt. Der jungfräuliche Audi-Tacho (370km) zeigte wohl rund 102km/h, weshalb ich von 35€ Entwicklungskosten für das Erinnerungsstück ausgehe.

Okay, Dani hat es irgendwie besser getroffen und so feierte sie ihren Triumph durch einen Kurzausflug auf die A5 Richtung Basel – „ab in den Süüüüden, der Sonne hinterher..“

Wir trafen uns dann 15 Minuten später bei uns zu Haus .. um das gerad Geschehene kurz aber stimmungsintensiv auszuwerten.

Insgesamt ein langer aber absolut beeindruckender Tag .. der uns sicher sehr lang im Gedächtnis bleiben wird.

Ein toller Tag geht zu Ende..
Ein toller Tag geht zu Ende..

Besuch bei Wicked im Palladium Theater Stuttgart

Am 09.09.2009 (interessantes Datum, wir hätten heiraten sollen..) spielte uns ein glücklicher Zufall extrem gute Konditionen für Musical Tickets der Stage Entertainment Reihe zu. Da wir momentan eh etwas kulturellen Nachholebedarf haben, entschlossen wir uns nach kurzer Diskussion hier unbedingt zuzugreifen.

Leider gab es für unseren favorisierten Zeitraum keine Karten mehr für den König der Löwen, weshalb ich etwas praktisch dachte. Was läuft in Stuttgart? „We will rock you“ und „Wicked – Die Hexen von Oz“ — „Schatz, was hälst du eigentlich von Wicked?“ Schatz war dann auch ganz schnell einverstanden und die Tickets der Preiskategorie eins grinsten uns förmlich an. Ein paar Klicks später freute sich die Mastercard auch mal wieder aus dem Dunkel des schwarzen Leders zu dürfen und die Bestätigungsmail trudelte ein. Als Datum wählten wir einen unverfänglichen Sonntag im November (weit wenug weg von Danis Konzert- und ProbenWEs) und bedingt durch die Terminierung am Sonntag weitestgehend sicher vor eventuellen Kundenterminen. Einziger Wehrmutstropfen: Es gab nur Gutscheine für Karten und keine verbindliche Platzreservierung..aber was soll’s – PK1 ist sicher überall toll.

Die Zeit verging und flog an uns vorbei und plötzlich wurde uns klar: 1. Wicked steht vor der Tür und 2. Es wird uns helfen die letzten Stunden vor der Abholung des TTs zu überbrücken – Gott sei Dank!

Am Tag des Geschehens wollten wir eigentlich in die Sauna und dann ins Musical, entschieden uns aber spontan dazu die herbstlichen Wälder zu genießen und erst gegen Nachmittag nach Stuttgart zu fahren. Schnellen Fußes (okay, so schnell ist der BMW nicht) ging es also gegen 14:15 Uhr in Richtung Stuttgart. Am Palladium fand sich schnell ein zentraler Parkplatz direkt im P2 (nähst mögliche Gelegenheit) und wir begaben uns direkt zum Kartenschalter.

„Ist Adrian jetzt der Nachname oder der Vorname?“ …. „Ahh…Bitteschön“. Nanu.. ich dachte wir haben Gutscheine und Platzwahl? Micha stellte sich schon gedanklich auf leichte Streitgespräche und harte Verhandlungen ein. Dani unterbrach meinen Denkprozess dann je mit einem „Ich glaub die Karten sind ganz gut.“ Kurzer Blick besagte „Reihe 1, Platz 7 und 8“ .. hui. Plötzlich war die Stimmung richtig gut und wir sehr euphorisch.

Bei ARD und ZDF ..
Bei ARD und ZDF ..

Die verbleibende Wartezeit bis zum Beginn der Vorstellung gedachten wir dann mit einem Besuch in Stuttgart City zu überbrücken. Also fix ein Vierer-Ticket mit der Mastercard gelöhnt und ab ging es in Richtung Möhringen und von dort aus gen Schlossplatz. Keine 30 Minuten später erreichten wir unser Ziel mit vielen alten Erinnerungen (ach ja, die Studentenzeit) und begabe uns sogleich in die Königsgallerie. Dort gab es leckere (aber dünne) Waffeln, die noch viel Room for Improvement ließen.

Also ab zu Starbucks und die letzten Plätze belegen. Es gelang uns ein paar kuschlige Sofaplätze zu ergattern, auf welchen wir gemeinsam mit unseren heißen Schokoladen die letzten Minuten bis zur Beginn der Veranstaltung überbrückten.

Entspannung vor der Show

Nachdem wir also ausgiebig unseren Teil zum Erhalt / zum Wideraufbau der Wirtschaft geleistet hatten, begaben wir uns zurück zur mit vielen Erinnerungen verknüpften U-Bahn Haltestellte „Schlossplatz“. Von dieser aus ging es vorbei am heimischen Bopser rauf nach Möhringen und von dort aus nach 14 Minuten Wartezeit zum Salzäcker. Blöd übrigens, dass gerad an diesem Tag die SSB Seite offline war und daher auch das passende iPhone App sich ziemlich dumm gestellt hat. Wirklich ärgerlich, wenn man ein Techie ist und dann doch so im Regen steht..

Gegen 18:40 Uhr erreichten wir das SI-Zentrum und nutzten die verbleibenden Minuten um uns das Palladium näher anzuschauen. Insgesamt ein tolles Gebäude mit mehreren stylischen Locations..da müssen wir sicher mal wieder hin! Schneller als wir dachten begann dann auch schon der Einlass und nach kurzem Warten wurde uns der Weg zu unseren Plätzen mit einem „Dort vorn, die Treppe runter, dann rechts, viel Spaß!“ gedeutet. Mit jedem Schritt gen Pforte stieg die Spannung und als wir den Saal endlich erreichten, wir die Begeisterung groß. Vorbei an vielen vielen Sitzreihen begaben wir uns direkt zur Bühne um begeistert festzustellen, dass diese selbst im Sitzen knapp unter Augenhöhe war. Nun waren die letzten Sorgen bzw. Zweifel vergessen und wir hatten genügend Zeit den Orchestergraben direkt von oben zu bestaunen. Teile des Orchesters fingen dann an sich mit dem Godzilla Soundtrack „warum zu spielen“ .. ziemlich cool.

Während Dani nochmal auf Toilette war, versuchte ich mir fix die Story ganz grob bei Wiki anzulesen..keine optimale Idee. Jedem der in eine ähnliche Situation kommt sei gesagt: Hinsetzen, auf sich zukommen lassen und genießen..man kommt dann schon klar 😉

Gleich zu Beginn der Vorstellung hatte ich mehrmals eine sehr intensive Gänsehaut. Die Darsteller (während des Openings drei Affen) spielten nur ca 1,5m von uns entfernt und so konnte man Mimik, Gestik und die Verkleidung bis ins kleinste Detail erkennen – Wahnsinn! Die gesamte Vorstellung über störte kein Kopf, keine Enge, einfach kein anderer Mensch. Man hatte tatsächlich das Gefühl, man dürfte eine Privatvorstellung erleben.

An diesem Punkt musste ich an meinen letzten Musical Besuch (Die drei Musketiere) vor vier Jahren denken. Damals mit Golf und in der letzten Reihe .. diesmal einen Abend vor der Abholung des TTs und ganz vorn – manchmal bin ich mir nicht nur sicher sondern vollkommen überzeugt, das die berufliche Entwicklung gut verläuft.

TBC: Demnächst die Pause, der Cocktail und das Apcoa Parking.

Sanduhr…

Noch 1 Tag, 2 Stunden und 2 Minuten (26 Stunden) bis zu meinem Traumauto… und das scheint ziemlich lang.

Dazu eine kurze, relativierende Betrachung:

  • Das Auto ins Auge gefasst: Vor ca 10 Jahren, damals das alte Modell: 3739 Tage (89736 Stunden)
  • Arbeitsvertrag unterschrieben am 24.11.2008: 350 Tage (8400 Stunden)
  • Bestellung ausgelöst am 13.08.2009: 88 Tage (2112 Stunden)

Je nachdem wie man es also betrachtet, sind also noch 1,2%, 0,031% bzw. 0,0000026% der Warzeit zu bewältigen – klingt eigentlich machbar.