Geocachen im Winter [UPDATE]

Was macht man bei „winterlich kalten“ 4,5°C, grauem Himmel, Nieselregen und Urlaub? Genau – man sucht sich die richtigen Klamotten und entschwindet in die (mehr oder weniger) wilde Natur.

Hochseefischer vorraus

Für uns ging es in das für uns bisher unbekannte aber recht nahe Eggenstein-Leopoldshafen. Dort befindet sich ein kleiner Vogelpark, in welchem wir sieben Fragen beantworten musten.

Unter ständigem feuchtem Einfluss von oben durchquerten wir das Gelände mehrmals, waren aber letztendlich doch in der Lage alle geforderten Infos zu finden bzw. teilweise zu rekonstruieren. Als studierte Informatiker hilft da natürlich das oft trainiert Reverse Engineering 😉

Dani beim Rätseln

Leichte Schwierigkeiten ergaben sich durch das Versagen des physikalischen Trägermediums der gesammelten Informationen.

Dieser Lappen ist kein Handtuch

Durch intensive Teamwork konnten wir diesen Cache insgesamt sogar recht zügig abschließen und unser einem nahegelegenen Multi zuwenden. Diesen konnten wir dann leider nicht beenden, da die einbrechende Dunkelheit uns so langsam zur Rückkehr zum Cachermobil zwang. Trotzdem sind ein paar tolle Impressionen entstanden und wir werden sicher wiederkommen!

Blick auf einen Seitenarm des Rheins - mit Nebel
Mast und Schotbruch

Nur einen Tag später begaben wir uns erneut an den Ort des Geschehens – diesmal haben wir jedoch eine Kleinigkeit geändert: Es gab noch mehr Regen und noch mehr Nebel (dafür war es mit 9°C auch noch milder).

Hochmotiviert gelang uns den ersten Multi abzuschließen und direkt dem nächsten nachzujagen. Dank vergleichsweise geringer Pegelstände konnten wir dabei eine 8km Strecke auf 5km verkürzen und bahnten uns unseren Weg in den Rheinauen, zwischen viel Gestrüpp, Schlamm und lustigen Wasserläufen.

Tolle Herbststimmung - kurz vor Neujahr

Abschließend noch ein Blick auf eine der beiden Zugbrücken in der Nähe von Eggenstein:

Auch heute wieder mit dabei: Dani - leicht durchnässt aber hochmotiviert

Der Start ins Berufsleben – zwischen Worklife-Balance und Worklife-Battle

Unter der Überschrift „Die netten Jahre sind vorbei“ ist bei Spiegel Online momentan ein interessanter Artikel zum Berufseinstieg nachzulesen, der zumindest mich zum Nachdenken animiert hat.

Der Autor, ein 24 Jähriger Berufseinsteiger, berichtet über seine Erfahrungen nach dem Übergang vom Uni-Leben zum Berufsleben und darüber, wie seine Freizeit in den Hintergrund tritt und der Job anfängt seine gesamte Zeit auszufüllen. Okay, tragischer Einzelfall? Nein, der Autor berichtet von befreundeten anderen Berufseinsteigern und skizziert das Bild des perse überarbeiteten und fast schon ausgebeuteten Newcomers. Klingt nach einem Horrorszenario für jeden Studenten bzw. angehenden Berufsstarter.

Wie komme ich dazu darüber zu schreiben? Klare Sache – ich bin ebenfalls 24 und auch wenn sich der Übergang zwischen BA-Studium und Jobeinstieg bei mir eher fließend gestaltet hat (Frei nach James Cameron: „It’s a fluid situation“), befinde ich mich in einer ähnlichen Lage. Rein vertraglich betrachtet liegen gerad die ersten drei Monate der Arbeitswelt als Vollzeit Consultant hinter mir und in dieser Zeit konnte ich jede Menge Eindrücke sammeln.

Allerdings würde ich mein Leben – im Gegenzug zum Autor – nicht als Worklife-Battle bezeichnen. Der Job wirkt viel mehr wie ein Katalysator äußerst beschleunigend auf mein Leben. Wöchentlich sammle ich neue Eindrücke und Erfahrungen, lerne neue Menschen und andere Gegenden kennen. Natürlich gibt es das nicht umsonst – auch ich muss jeden Tag meine Leistung bringen und die an mich gestellten Anforderungen erfüllen.

Doch wenn der Autor bei SpOn verschwitzte Hemden nach einer sieben Minütigen Präsentation vor Kunden beklagt, dann scheinen die Maßstäbe ziemlich verrückt. Sieben Minuten Powerpoint als Teil einer Gesamtpräsentation werden dort als Marathon des Arbeitsleben dargestellt. In meinen ersten drei Monaten nach dem Start ins Berufsleben habe ich eine 2 Tägige Schulung erstellt und zwei mal gehalten, vier Tage eine Eskalation in Finnland betreut, mehrere eintägige Kundenworkshops im Inland gehalten und einige OnSite Termine mit verschiedensten Zielsetzungen absolviert. Einige dieser Herausforderungen waren größer, andere kleiner. Bei manchen Terminen waren wir zu zweit, andere habe ich allein gemeistert. All das fördert das Selbstbewusstsein und gibt mir das Gefühl, im Leben den richtigen Weg gewählt zu haben. Verglichen mit meinen ehemaligen Kommilitionen: Ja gut, es ist schon recht viel los .. verglichen mit dem „Junior Brand Manager bei SpOn“: Unglaublich.

Was ist nun die Message dieses Aufschriebs? Zumindest aus meiner Sicht ist das Arbeitsleben das Licht am Ende des Tunnels des Studiums – und nicht der Fahrstuhl zu einem Leben der Knechtschaft und des Leistungsdrucks. Abgesehen davon bleibt die Überlegung: Wozu das Ganze? Womöglich bin ich einfach zu sehr Materialist und antworte daher spontan und entschlossen: Für den Lebensstandard, den ich mir wünsche.

Abschließend sei jedoch noch erwähnt, dass ich auch gern an die Zeit vor 10 Jahren zurückdenke. Als die Welt noch kleiner aber nicht minder aufregend war. Als die Herausforderungen im nächsten Date und weniger im nächsten Kundentermin bestanden. Aber so gern ich zurücksehe, mindestens genauso gern schaue ich nach vorn. Also liebe Studis: Schluss mit Bafög, auf ins Berufsleben 🙂

Meister Yoda der Worklife-Balance

Kinoempfehlung: Avatar in 3D

Kinoempfehlung? Nanu .. an dieser Stelle schreibe ich doch sonst über so banale Dinge wie Hotels, Autos und technische Details. Diesmal nicht, denn diesmal habe ich das dringende Bedürfnis eine Empfehlung aussprechen zu wollen.

Was ist passiert? Durch einige spontane Umstände hat es mich in den frisch umgebauten Filmpalast nach Aschersleben verschlagen. Was ich dort vorfand, war auf den ersten Blick ein klassisches Provinzkino: recht klein, gemütlich, mit  leicht sterilem Vorraum und nettem Personal. Also fix Logekarten gekauft, die letzten Minuten bis zum Vorstellungsbeginn abgewartet und ab ging es.

Die erste Überraschung dann 10 Minuten vor Vorstellungsbeginn: Die 3D-Brillen sahen anders aus als erwartet. Etwas stylisher als die reinen Polarisationsbrillen die wir aus Stuttgart und Karlsruhe kannten, die Gläser ausserdem spiegelnd und irgendwie verschiedenfarbig aussehend. Augenblicke später dann wieder vollstes Provinzkino: Selbstproduzierte Werbespots, die irgendwie an YouTube auf Leinwand erinnern.

Schwierig ausserdem: Die Loge Sitze sind seit Neustem mit weißen „Überziehern“ versehen – irgendwie muss die Zweiklassengesellschaft ja umgesetzt werden. Ungeschickterweise überdecken diese Deluxe-Hütchen die Platznummern, so dass schnell das eifrige Raten nach dem richtigen Sitz beginnt.

Doch dann ging es endlich los: Avatar in 3D. Ich hatte keine Ahnung was mich inhaltich erwarten sollte, doch Stunden vorher ein sehr interessant klingendes Interview mit James Cameron auf Spiegel Online gelesen. Die ersten Minuten des Films waren  dann wirklich anstrengend. Die 3D-Effekte huschten in einer ungekannten Tiefe über die Leinwand und das Auge musste soviele Informationen aufnehmen, dass es fast schon anstrengte. Dazu wird gezielt mit Unschärfe gearbeitet, was zusätzlich für Verwirrung sorgt. Insgesamt habe ich mir wirklich Sorgen gemacht, ob ich diesen Anblick die nächsten Stunden aushalten sollte. Glücklicherweise reduziert sich diese „Informationsflut“ nach einigen Minuten und auch die Augen fühlen sich dann deutlich wohler.

Ohne Details der Story verraten zu wollen: Bei diesem Film wird nahezu jeder erdenkliche Kinogänger etwas finden, dass ihn anspricht:

  • Die Geeks werden bewundern, wie realistisch heute Animationstechnik aussehen kann – Übergänge zwischen realen Aufnahmen und Animation sind fast nicht zu erkennen! Ausserdem wird sich der ein oder andere World of Warcraft Fan sicherlich wiederfinden..
  • Die Romantiker finden eine wunderschöne Story. Nicht allzu vorhersehbar, absolut nicht linear und vor allem nicht schnulzig.
  • Der Adrenalinjunkie bekommt spannende Schlachten mit viel Action, super Soundeffekten und tollen Bildern geboten.
  • Der Träumer findet eine völlig neue Welt in die er sich eindenken kann und die mit fantastischen Möglichkeiten aufwartet.

Nach rund 3h (inklusive Werbung) war das Spektakel dann leider vorbei – mit einem Ende zum Träumen, dass vermutlich alle Interessengruppen befriedigt.

Für mich ist Avatar mit Sicherheit der beste Film in den letzten 5 Jahren. Unbedingt eine Empfehlung für das 3D-Kino, denn dieses Werk muss man einfach in einem großen, dunklen Raum auf einer beeindruckenden Leinwand mit leistungsfähigem Soundsystem sehen. Nur so wird man die volle Wirkung dieses beeindruckenden Werks vollends genießen können.

Driving home for christmas..

Same procedure as every year: Mehr oder weniger kurz vor den Feiertagen geht es eine mehr oder weniger lange Strecke ins elterliche zu Hause.

In den letzten Jahren war diese Fahrt mit ganz verschiedenen Erinnerungen verknüpft:

  • 2008 fuhren wir nach einer Weihnachtsfeier, welche nach der letzten Klausur stattfand quer durch die Nacht gen Heimat (Ankunft: 02:30 Uhr nachts)
  • 2007 war – zumindest aus der heutigen Erinnerungen – recht unspektakulär
  • 2006 fuhr ich mit meinem Golf ohne Radio nach Haus – es wurde wenige Tage zuvor in Stuttgart geklaut.

Dieses Jahr also fand die alljährliche wiederkehrende Fahrt vom Kunden aus und einige Tage früher als sonst statt. Auch das Fortbewegungsmittel hat sich mal wieder geändert: Mittlerweile ist es endlich der lang ersehnte Audi TT.

Da der vorletzte Kundentermin südlich des Harz‘ lag und meine Eltern nördlich davon wohnen, bot sich natürlich eine etwas aussergewöhnliche Strecke an. Mit viel Lust auf Kurven, guter Laune und warmem Motoröl (99 °C) steuerte ich Audine zielsicher quer über den Kyffhäuser – zum großen Missfallen meines Navis 😉

Eisberg vorraus!
Eisberg vorraus!

In vielen Spitzkehren mit wenig Gegenverkehr und noch weniger Fahrzeugen auf meiner Spur konnte ich mich am Quattro Antrieb erfreuen und mit geöffnetem Fenster der spannenden Soundkullise aus Zischen, leichtem Quitschen und lautem Rauschen folgen. Die Kurven wurden nach einiger Zeit durch längere Geraden im Gebirge ersetzt, die nicht minder schön waren.

Grau unten, grau oben (und etwas rot)
Grau unten, grau oben (und etwas rot)
Der Winter ist angekommen
Der Winter ist angekommen

Kurz vor dem Ziel hatte ich dann ein ungeplantes rendez-vous mit einem Fortbewegungsmittel, das viel mehr auf Bequemlichkeit und Stetigkeit setzt, als ich es an diesem Tag tat.

Die Harzer Schmalspurbahn
Die Harzer Schmalspurbahn

Abschließend noch ein paar statistische Informationen: Nach 37 Tagen mit dem TT habe ich 6666km zurückgelegt. Der Gesamtdurchschnittsverbrauch betrug dabei 6,9l – der dafür zuständige Langzeitspeicher „2“ wurde bisher seit Abholung nicht zurückgesetzt.

Aluminium Body zahlt sich aus...
Aluminium Body zahlt sich aus...

Abschließend: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

Bis zum Horizont - und noch viel weiter!
Bis zum Horizont - und noch viel weiter!

Vorweihnachtliches Consulting – Zwischen Freizeit und Job [UPDATE]

Für mich geht es dieser Tage zu den (voraussichtlich) letzten beiden Kundenterminen in diesem Jahr. Als erster Stopp steht das (mir fällt kein Adjektiv ein, ich hab die Stadt ja nicht gesehen) Suhl auf dem Plan.

Zunächst ein paar Worte zur Anfahrt: Begleitet von Dan Browns – Meteor in Form eines Hörbuchs verging die rund 300km lange Fahrt gefühlt 3x so schnell. Bei jeder Ansage des Navis würde man am liebsten „*PSSSST*“ sagen und bei der letzten Autobahnabfahrt dachte ich nur „Schade“. Die Hörbuchtaktik hätte ich schon viel eher ausprobieren sollen…

Der Durchschnittsverbrauch lag diesmal etwas höher als normal bei 7,8l/100km – die Durchschnittsgewindigkeit dafür auch bei 130km/h. Der Gesamtdurchschnitt befindet sich auch jetzt noch bei entspannten 6,9l – also alles im grünen Bereich 🙂

Gegen 20:30 Uhr und damit nach nur rund 2:15h Fahrzeit erreichte ich meine Herberge für die nächste Nacht – das Vital Hotel Suhl. Dank ausreichender Parkplätze (das Hotel befindet sich ja auch in einem Gewerbegebiet) war der TT schnell geparkt und ich enterte zielsicher die Lobby. Tya, da kam der Businesstrip dann auch schon ins Stocken, denn leider wollte mich niemand bedienen. Mehrere verzweifelte Feindkontakte mit der Portierklingel machten die Sache nicht besser und nach rund 10 Minuten wurde ich ziemlich stinkig.

Der Consultant von heut weiss sich natürlich zu helfen, googeld schnell die Nummer des Hotels und ruft dort an. Blöd, wenn dann zunächst auch nichts anderes passiert, als das es 1m weiter nervig läutet. Grinsend teilte mir jedoch ein anderer Gast mit, dass er auch schon lange warten musste und anrufen die perfekte Strategie sei – irgendwann ginge jemand ran. Tatsächlich nahm nach einigen Sekunden ein Mitarbeiter vor einer recht lauten Geräuschkulisse hab. Ich stellte mich zunächst freundlich vor und fragte dann unvermittelt nach, ob es möglich wär heute noch einzuchecken. Einige Minuten später durfte ich dann mein Hotelzimmer betreten 😉

Erster Eindruck: Cooles Bett, ein wenig wie Jugendherberge.

Besser als Stroh
Besser als Stroh

Mein erster Besuch im Bad war übrigens auch recht erquicklich – der Seifenspender hatte nämlich schon Feierabend. Trotz ausreichenden Füllstandes ließ er sich nicht zur Mitarbeit überreden, weshalb ich durch eine kleine Hardwaremodifikation kurzer Hand Abhilfe schaffen musste.

Kopflos...
Kopflos...

Ein, zwei kurze Telefonate später beschloss ich die Residenz nochmal zu verlassen – mein lauter knurrender Magen verlangte nach Nahrung. Das klickTel App zeigte mir den nächsten McDonalds in ca 10 Fahrminuten entfernung – auf geht’s. Wenige Sätze mit der Sprachdialogsteuerung später befand ich mich auch schon auf der Autobahn. Moment – auf der Autobahn? Ja, genau .. ich hab mal wieder auf die Straße und nicht aufs Navi geschaut und in Folge dessen hat Audine automatisch die schnellste Route selektiert.

Oki, nach 17km Autobahn (das Öl war ja noch so schön war) erreichte ich einen der schönsten McDonalds, die ich bisher gesehen hab. Total ruhige Atmosphäre (okay, die Hälfte der Stühle war bereits hochgestellt), nette Angestellte und sogar ein Kamin. Einsam vor meinen Pommes, nebst McSundae und Milchshake Vanille sitzend, verschaffte ich mir einen Überblick über das restliche Publikum. Ein paar andere Reisende und viele Jugendliche, die scheinbar die letzten Schultag vor Weihnachten ausklingen lassen. Irgendwie ein eigenartiges Gefühl diese gemeinsamen Klicken zu sehen, wenn man selbst mitten im Nirgendwo ist und nach wenigen Minuten wieder ins Hotel fahren soll / muss.

Wie dem auch sei..die Rückfahrt war dann dank manueller Routenwahl etwas spaßiger (hier gibt’s viele Kurven) und während ich also diesen Artikel schreibe, belullt mich Deluxe Music mit einem Love Song nach dem anderen (Programm: LoveLounge). Trösten wird mich gleich die einladende Dusche – so ein Teil wollte ich schon immer mal ausprobieren.

Beam me up, Scotty
Beam me up, Scotty

Ich bin soeben aus dem Badezimmer zurück – ein schlimmer Rückschlag!

Was war passiert? Nach intensivem Studium der Bedienungsanleitung zur Dusche (eine Dusche braucht eine Bedienungsanleitung? Na klar..siehe unten) habe ich versucht meinen vom Tag gezeichneten Körper zu reinigen.

Is klar, ne?!
Is klar, ne?!

Ich selektierte also zunächst die Temperatur und drehte dann vorsichtig am Dusch-Strahl-Wahlschalter. WUSCH – der erste Schwall kalten Wassers überfiel mich von oben – YES. Mutig drehte ich ein Stück weiter.. WUSCH – und noch ein Schwall..diesmal aus den vier Düsen vorn. Okay, beides war nicht optimal, also drehte ich weiter. Komischerweise ging der Wahlschalter plötzlich ganz schwer und die möglichen Duschkopfoptionen waren auf einmal nicht mehr oberall des Drehknubbels sondern darunter – sehr eigenartig. Ich beschloss mich mit der Position abzufinden und versuchte einfach den Wasserstrahl zu maximieren – vergeblich. Es ging weder hin noch her und dem Gerät war kein einziger Tropfen Wasser zu entlocken.

Okay, vielleicht trat ja unerwartet ein Deadlock auf. Mit Hilfe meines immensen handwerklichen Geschicks und eines Handtuchs versuchte ich die Verklemmung zu beseitigen .. leider ohne Erfolg. Viel Frust, zahllose Versuche und eine abgebrochene Plastikkappe später, füllte ich das Waschbecken zur Katzenwäsche. Ja, Katzenwäsche .. eines Consultants nicht würdig. Aber nachts so gegen 23:00 Uhr, entkleidet und mit bereits recht okkupiertem Zimmer wollte ich auch nicht nochmal die Rezeption stressen. Einige Schlucken der guten Seife später fühlte ich mich dann auch fast sauber.

Erwähnenswert ist übrigens auch das „überall verfügbare“ WLAN. Überall verfügbar heisst: Wenn ich den Öffnungswinkel meines Notebookdeckels günstig wähle, die Stimmung gut ist und ich mich nicht bewege, bin ich in der Lage Daten zu übertragen. Sicherheitstechnisch ist hier natürlich ebenalls alles auf dem neusten Stand: Unverschlüsseltes Netzwerk ohne jegliche Legitimierung – freie Liebe stell ich mir ähnlich vor!

Insgesamt ist das Hotel übrigens annehmbar – schon aus größerer Entfernung ausgeschildert, hell, modern und mit ganz angenehmer Atmosphäre.

5 Tage, 4 Kunden – On the Road again

Es ist geschafft, vorbei, es ist Wochenende!

Wenn sich der Freitag Abend wie ein Dienstag Nachmittag anfühlt und McDonalds zum Ort der geschäftlichen Korrespondenz wird, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass man beruflich gerad ziemlich eingespannt ist. Nun könnte man denken ich sei Staubsaugerverkäufer im Weihnachtsgeschäft – doch weit gefehlt.

In den vergangenen fünf Werktagen haben Kay und ich rund 1400km zurückgelegt und an fünf Werktagen vier Kunden an vier unterschiedlichen Lokationen besucht.

Nun ging es dabei nicht nur um triviales Händeschütteln sondern jeder einzelne Termin war für sich hochgradig wichtig und musste erfolgreich sein. Natürlich hat der Rest der Welt recht wenig Verständnis dafür, dass man permanent unterwegs ist und will seinerseits ebenfalls diverse Anfragen beantwortet haben.

Folglich war die letzte Woche ein permanenter Spagat zwischen Telefonaten und Treffen mit Kunden aus den verschiedensten Bereichen mit den unterschiedlichsten Anforderungen – und jeder hat die gleiche professionelle Beratung verdient.

Insgesamt ist es uns glaube ich gut gelungen diese Herausforderungen zu meistern – aber wenn jede Woche so wäre, würden 30 Tage Urlaub im Jahr definitiv nicht ausreichen 😉

In dieser Zeit wurde mein TT übrigens einen Monat alt. Am 09.12.2009 hatten wir gemeinsam 5400km zurückgelegt und dabei einen Durchschnittsverbrauch von 6,9l erzielt – kann sich sehen lassen!

Auf zur Eule – Besuch bei Hooters in Karlsruhe

Was liegt näher – wenn man mal wieder etwas mit Kollegen unternehmen möchte – als gemeinsam essen zu gehen. Da wir ja aus dem IT Umfeld stammen und daher etwas hipper und praktischer veranlagt sind als so einige andere Branchen, ist amerikanisches Essen in unseren Kreisen nicht gerade unbeliebt.

Nun fröhnen wir dem Fastfood ja bereits regelmäßig bei Burger King und McDonalds und auch das ein oder andere mal beim Diner in Bruchsal – aber so richtig toll ist das nicht. So begab es sich an einem ruhigen Samstag abend, als ich – mit dem iPhone surfend und Dani beim Replizieren des Abendbrots zusehend – einen interessanten Gedanken fasste. Ich wollte schon immer mal zu Hooters. Erfahren habe ich von der Kette irgendwo im Internet und gerüchteweise soll es da ja auch seit einiger Zeit eine Niederlassung im Ruhrgebiet geben .. tya .. schön .. die nächste Dienstreise kommt bestimmt. Doch kurzes Googeln später war der Aha-Effekt dann groß: Vor rund drei Monaten hat Hooters eine Filiale in Karlsruhe (also „gerad ums Eck“) eröffnet.

Schnell war die Idee via eMail an die Kollegen kommuniziert und drei Tage später der Reservierungswunsch für zehn Personen über das entsprechende Formular auf der Homepage abgesendet. Leider folgten dann viele Tage der Stille und vor dem drohenden Scheitern unseres gemeinsamen Mahls in „interessanter“ Umgebung entschied ich mich für einen Telefonanruf. An einem Samstag Mittag verbrachte ich also einige Minuten damit das Restaurant zu erreichen .. irgendwann hatte ich Erfolg. Bereits der Telefonanruf bestätigte irgendwie den Eindruck der Homepage: Die sind dort sehr engagiert und ziemlich nett. Mit den Worten „Ihr kommt also am Mittwoch Abend zu zehnt – wir freuen uns schon auf euch.“ endet das Gespräch .. und ich hatte ein ziemlich breites Grinsen auf dem Gesicht.

Wenige Tage später war es dann soweit: Hooters Tag. Eine kurze Anreise und einen etwas längeren Fußmarsch fanden wir uns vor dem orangenen Firmengebäude ein, welches von außen zwar auffällig aber an sich recht neutral wirkt. Ein Eindruck, der sich nach Öffnen der Tür binnen Sekunden ändern sollte. Gleich drei Mitarbeiterinnen in knalligem orange, eine davon mit Bunnyohren strahlten nur um die Wette und erfragten unseren Begehr. Als Initiator der Aktion musste ich natürlich direkt vortreten und verkündete unsere telefonische Vorabreservierung. Als direkte Konsequenz wurden wir dann zu unseren Tischen geleitet und nahmen ganz neugierig Platz. Bis dahin ein optisch interessanter aber eigentlich ganz „normaler“ Restaurantbesuch. Weniger normal übrigens die Reservierung:

Eine etwas andere Reservierungskarte
Eine etwas andere Reservierungskarte

Nachdem wir uns gerad etwas entkleidet hatten (komisch, es ist recht warm in dem Laden..) wurden wir sehr energisch wachgerüttelt. Ein Hooters Girl trat uns entschlossen mit den Worten entgegen: „Schön das ihr da seit. Seit ihr auch alle gut drauf?“ Klingt banal, aber mit der passenden Stimmlage und in der entsprechenden Lautstärke ein ziemlicher Weckruf 😉 Die freundliche Dame stellte sich uns dann auch namentlich vor, hinterließ auf dem Tisch eine Art Visitenkarte und nahm wenige Minuten später unsere Bestellung entgegen.

In der Zwischenzeit hatte ich ein paar Minuten um mir einen Eindruck über die restlichen Gäste zu verschaffen. Ein Altersschnitt irgendwo zwischen 16 und 40, vorwiegend männliches Publikum (wie überraschend..). Einige fotografierten eifrig .. sich .. die Hooters Girls .. sich und die Hooters Girls .. was halt so da war. Im Hintergrund läuft recht coole Musik und man wird wirklich permanent von der Bedienung (was für eine Untertreibung) umsorgt.

Zwischendurch gibt es dann immer mal Einlagen die hart an der Grenze zwischen Lärmbelästigung (die kleinen BOSE Würfel unter der Decke können schon recht laut), Fremdschämen und hohem Unterhaltungswert angesiedelt sind. Jeder der Hooters kennt lacht mich jetzt wahrscheinlich aus, denn wie man merkt, hatte ich wirklich keine Idee was da auf uns zu kam.

Insgesamt war das Essen übrigens preislich angemessen aber laut Aussage meiner Kollegen nicht hundertprozentig überzeugend. Was dafür umso positiver war, war das Gefühl permanent „umsorgt“ zu werden. Die Hooters Angestellten setzen sich bei Bestellungen mit an den Tisch, über den Verlauf der Bestellung („Die Küche sagt maximal noch5 Minuten“) wird man regelmäßig informiert und wenn man klebrige Hände hat, wird einem sogar ein Erfrischungstuch gereicht. Alles in allem ziemlich ungewöhnlich und durch die quitschige Art auch gar nicht unangenehm oder gar zu aufdringlich.

Wenn man weiss was einen erwartet und vielleicht sogar noch ein klein wenig angeheitert ist, kann man Hooters jedenfalls sehr gut essen und einen nicht ganz alltäglichen Abend erleben!

Abschließend noch ein Scan der sehr personalisierten Rechnung – sowas erhält man ja auch nicht alle Tage.

Flowerpower für 30€
Flowerpower für 30€

Weihnachten kommt näher – Zeit für Deko

Da Weihnachten (und der damit verbundene Weihnachtsurlaub) mit schnellen Schritten näher kommt, galt es die Wohnung schnellstmöglich dieser tollen Zeit anzupassen. Leider ist ja beruflich derzeit sehr viel bei uns los, so dass wir nur schrittweise aber dafür umso entschlossener Vorgehen können 😉

Als erstes haben wir den von zu Hause mitgebrachten übervollen Weihnachtskalender im Flur „montiert“. Zum einen haben wir jetzt viel zu Naschen und zum anderen wirkt der Flur gleich viel „kuschliger“. Nach Ende der Adventszeit sollte an diese Stelle unbedingt ein schöner Kalender.

LECKER
LECKER

Danach ging es mit dem Wohnzimmer weiter. Dieses sollte endlich durch die von Dani schon vor Längerem erstandene Fichte aufgewertet werden. Bereits während nach der Erstmontage fielen mir zwei Dinge auf: Zum einen stand das Bäumchen entweder am Hang oder im starken Wind – denn es ist ziemlich gut „angepasst“ – zum anderen ist es äußerst stachlig. Also Handschuh übergezogen und los ging die Montage der Rice-LED Lichterkette – tolles Ding!

Dani beim Einpacken des Astralbaums
Dani beim Einpacken des Astralbaums
Nein, das Wohnzimmer ist nicht schief.
Nein, das Wohnzimmer ist nicht schief.

Nachdem der Baum aufgestellt und beleuchtet wurde, begannen wir damit ganz eifrig die verschiedensten Dekoelemente zu installieren. Dani legte dabei höchsten Wert auf Symmetrie und versuchte scheinbar das Prinzip des goldenen Schnitts umzusetzen.

Ganz tolle Strohdeko
Ganz tolle Strohdeko
Klein aber fein - und ganz weihnachtlich!
Klein aber fein - und ganz weihnachtlich!

Weiter ging es in der Küche – diese wurde durch eine – vom Nikolaus – gelieferte Gardine aufgewertet und erstrahlt jetzt in harmonischem beige.

Pimp my Küchenfenster
Pimp my Küchenfenster

Abgerundet wurden unsere „Umbaumaßnahmen“ durch das Aufstellen eines Weihnachtsbaum auf dem Balkon. Damit nicht nur die Nachbarn etwas davon haben, steht er vor einer unserer Balkontüren (zum Glück haben wir derer ja drei) und genießen den Anblick daher auch selbst. Liebenswerterweise hat Dani dazu auch eine digitale Zeitschaltuhr gekauft, die natürlich vollkommen meinen Nerv als Tekkie getroffen hat 🙂

Unser erster Outdoorbaum
Unser erster Outdoorbaum

Pause vom Alltag – Ein Vorweihnachtswochenende zu Haus

Zwischen vielen Kundenterminen, herausfordernden Projekten und wichtigen Aufgaben bleibt zum Glück ab und an Zeit für einen „Kurzurlaub“ in unserer Heimat: Der Region um Quedlinburg. Nach einem sehr langen Donnerstagabend begaben wir uns also in Richtung unserer zweiten Heimat (der A5) und setzten Segel gen zu Hause.

Keine 4h, ziemlich viel Regen und 33,5l Diesel später erreichten wir gegen 23:00 Uhr unser Ziel – Home, Sweet Home.

Da Dani an diesem Wochenende durch Ihre Mitgliedschaft im Vokalensemble Kämmertöne ziemlich eingespannt war, nutzte ich die Zeit meinen Eltern beim Renovieren unter die Arme zu greifen. Da mein Job ja eher geistig orientiert ist und weniger mit körperlicher Arbeit zusammenhängt (mit Hinblick auf mein handwerkliches Geschick wahrscheinlich zum Glück meiner Umwelt), ist es ab und an sehr schön mal wieder richtig etwas „zu bewegen“.

Diesmal galt es Wand und Decke mit einem weißen Anstrich zu grundieren – nicht das erste mal. Diesmal gab es sogar ungekannten Luxus in Form eines Einmaloveralls, dessen Reißverschluss auch tatsächlich nur ein mal gehalten hat (wie war das mit dem Geschick?). Alles in allem hab ich aber – glaube ich – gar keine so schlechte Figur abgegeben.

Micha im Arbeitsoutfit
Micha im Arbeitsoutfit

Die Katze fand mein Arbeitstempo (oder meine Erscheinung) jedoch offensichtlich ziemlich ermüdend..

"...Jahre später..."
"...Jahre später..."

Den Rest des Wochenendes verbrachte Dani mit diversen Konzerten, während ich versuchte einige Weihnachtsimpressionen der Adventsstadt einzufangen. Quedlinburg ist sicherlich eine schöne Stadt und die Veranstaltung „Advent in den Höfen“ ein absolutes Highlight – allerdings sollte man dazu Freund vieler Menschen auf engem Raum sein. Da mir diese Gabe nicht zu Teil wurde, bedeutet Advent in den Höfen für mich eher chronische Parkplatzknappheit und das permanente Suchen einer möglichst freien Gasse im nicht endenwollenden Strom von Menschen. Auch wenn das etwas negativ klingen mag, sind die gesammelten Impressionen wirklich schön und fast ein wenig festlich:

Das Herz der Adventsstadt - Quedlinburgs überfüllter Marktplatz
Das Herz der Adventsstadt - Quedlinburgs überfüllter Marktplatz
Luft anhalten...
Luft anhalten...
Katze im Schaufenster - "Ich bin dann mal weg!"
Katze im Schaufenster - "Ich bin dann mal weg!"

Zu guter Letzt noch ein Blick in eine der weniger frequentierten aber damit vielleicht noch schöneren Seitengassen:

Abseits der Hauptwege...
Abseits der Hauptwege...

Die ersten Gaben treffen ein…

Es war Freitag, der 27.11 (also kein 13ter) als uns die gute alte Post die ersten Gaben ins Haus brachte.

Unmittelbar nach einem Kundengespräch fand ich sie auf meinem Schreibtisch – absender „Stadt Karlsruhe“. Der geneigte Leser mag sich an den letzten Abschnitt meines Erlebnisberichts von der Abholung des TTs erinnern – ich habe als Abschluss des Tages ja ein Erinnerungsfoto auf der Südtangente von Karlsruhe machen lassen.

Damals habe ich mich wahnsinnig geärgert und es herrschte auch leichte Unsicherheit vor, wie schnell ich denn nun tatsächlich war. Jetzt lag die Gewissheit schwarz auf weiß vor mir, das Kennzeichen mit Textmarker hervorgehoben. Da dieses Schreiben das für mich dritte seiner Art in >250 000km Fahrstrecke war, brauchte ich ein wenig Zeit um die Informationen zu sondieren. Knappes Fazit: Nach Abzug der Toleranz 93km/h bei 80km/h erlaubter Höchstgeschwindigkeit – macht 20€ und ein leichtes Grummeln in der Magenkuhle. Augenblicke später war das Missgeschick via Quicken aus der Welt  geschafft – was soll’s. Was noch ein wenig schade war: Es gab kein Foto, welches sich toll im Erinnerungsfotobuch gemacht hätte.

Nach der Mittagspause erhielt ich dann bereits die nächste Gabe – diesmal in einem großen braunen Postumschlag. Bereits kurz nach dem Öffnen fielen mir die vielen Audi-Logos auf – aha?! Also erstmal die größeren Kartons zur Seite gelegt und das beiliengende Anschreiben geöffnet. Die Audi AG entschuldigt sich darin sehr freundlich für meine unangenehmen Erlebnisse während der Fahrzeugabholung und bedankt sich für mein ehrliches Feedback.

Was war passiert? Ich habe die während der Abholung erhaltene Fragekarte zu meinen Eindrücken kurz und knapp ausgefüllt und von den Kratzern im Einstieg sowieso der lieblosen Übergabe berichtet. Direkte Konsequenz war also der Erhalt eines nicht ganz günstigen Audi Stifts und eines Audi Stifteetuis aus Leder – nett. Alles in allem also eine nette Aufmerksamkeit und man hat zumindest das Gefühl, dass sich jemand dieser Sache angenommen hat. Nur um es an dieser Stelle zu betonen: Das Anschreiben war recht passend auf meine Eindrücke formuliert .. es wirkte also nicht allzu pauschal (obgleich es natürlich trotzdem aus vorformulierten Textbausteinen besteht).

Fotos folgen 🙂