Pimp my HTPC: Intel SSD

Es begab sich an einem ruhigen Sonntagabend, Dani und ich schauten gerad irgendeine belanglose Sendung im Fernsehen. Plötzlich ging es *plopp*, das Bild wurde schwarz und zu meiner großen Ernüchterung blieb es das auch.

Schnell die üblichen Verdächtigen wie HDMI-Repeater etc. gecheckt..leider ohne Erfolg. Auch das mehrmalige Unterbrechen der Spannungsversorgung behob das Problem nicht und so stand nach kurzer Zeit das vernichtende Urteil fest: Der HTPC ist tot.

Unser HTPC ist ansonsten ein zuverlässiger und sehr netter Multimedia-Begleiter. Er übernimmt dank WinTV Nova HD-S2 den TV Empfang und ist mit seiner OnBoard Grafik nebst Athlon X2 5050e stark genug um auch MKVs mit hohen Bitraten flüssig wiederzugeben. Nach längeren Quärälen mit der Fernbedienung (jetzt original MCE Remote mit passendem Keyboard) und der Software (jetzt: Windows 7 Media Center) funktioniert das Teil ansonsten ziemlich gut und ist für mich als Geek natürlich ein optimales Spielzeug.

Falls jetzt der Gedanke aufkommt: Rechner im Wohnzimmer – das geht ja gar net! So dachte ich auch..allerdings wacht unser HTPC dank S3 Standby nur wenig langsamer auf als die meisten DVB-Receiver und ist quasi unhörbar .. bis auf die Festplatte. Okay, selbige kam aus der „Reserve“ und war bisher eine 500GB SATA2 HDD mit 7200 Umdrehungen – ungünstig.

So nutzte ich den Ausfall unseres Systems, welchen ich mal naiv auf die Festplatte schob, um mir einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen: Rotierender Krachmacher raus, flüsterleise SSD rein.

Nach kurzer suche stand für mich fest: Eine SSD von Intel aus der aktuellen Postville Generation sollte her. Um den Preis nicht zu sehr in die Höhe zu treiben und trotzdem genug Zeit für einige Aufnahmen zu haben, entschied ich mich für eine 40GB Variante. Geordert wurde dann bei einem eBay Händler, der den bestmöglichen Preis mit kostenlosem Versand und schneller Bearbeitung bot. Tatsächlich traf das Objekt meiner Begierde 19h nach Auslösen der Bestellung per UPS ein – wow.

Kleine Festplatte, kleines Paket

Schnell entfernte ich die lästige Versandverpackung und hielt kurze Zeit später den fliegengewichtigen Karton in der Hand.

Schickes Blau..

Geliefert wurde übrigens mit praktischem 3,5Zoll Adapter (wird ja auch blöd sonst) und stylischem Aufkleber. Sobald es die Arbeit zuließ machte ich mich also an die Montage des guten Stücks und verschraubte sie mit unserem HTPC. Eine Windows 7 Neuinstallation später startete das System dann in neuer Konfiguration – gewohnt unspektakulär. Interessant ist einzig das Benchmark von Windows 7: Die Festplatte bekommt eine beeindruckende 7,7.

My SSD rocks

Einen kurzen Pokerabend später (irgendwie muss man den Ausbau ja bezahlen ;)) nahm ich den HTPC dann wieder mit nach Haus und der erste Praxistest stand an.

Sofort war klar: Es ist ein ganz neues Gefühl mit dem Rechner zu arbeiten! Im ersten Moment glaubt man sofort an einen Ausfall, denn die Geräuschkulisse ist einfach sehr ungewohnt. Einzig ein kleines Flackern deutet die Aktivität des Speichermediums an – ansonsten ist absolute Stille. Was die Lautstärke des Systems angeht, bin ich also sehr zufrieden.

Bezogen auf die Geschwindigkeit haben sich bisher übrigens keine neuen Dimensionen aufgetan. Sicherlich, dass Arbeiten mit Windows geht zügig von der Hand und auch das System fühlt sich recht performant an. Doch insgesamt ist kein Quantensprung zur vorherigen Lösung erkennbar – vielleicht steht hier aber auch der vergleichsweise schwache Prozessor etwas auf der Bremse.

Windows möchte übrigens auch etwas abgespeckt werden, denn von den 37GB Kapazität des Speichermediums stehen nach der Installation noch gut 25 zur Verfügung – *grmpf*

Weitere Erfahrungswerte werden in den nächsten Tagen und Wochen folgen..

Das Pokern, die Woche und eine fiese Erkältung..

Bevor mich demnächst wieder die ersten Klagen erreichen, warum hier so lange Funkstille herrscht: Das Arbeitsleben hat uns wieder so richtig eingeholt, sein Beifahrer war (bzw. im Fall von Dani) ist eine ziemlich fiese Erkältung (Wartezimmer-Feeling überall garantiert!) und falls uns dann langweilig werden sollte, haben wir uns auf das Pokern gestürzt 😉

Nach einer ziemlich unruhigen Nacht nach unseren ersten Pokerversuchen, ergriffen wir dann doch einige kleine Maßnahmen zur Weiterentwicklung:

  • Studium und intensives Üben des Thumbflips (wenn man den Gegner schon nicht schlagen kann, soll er wenigstens beeindruckt sein!)
  • Studium der DSF Pokerschule
  • Studium diverse Online Guides
  • Anschaffung und Studium des Amazon Bestsellers: „Poker mit System“ (echt gutes Werk!)
  • Üben, üben, üben

Nachdem wir in der ersten Woche nur an 4 von 5 Abenden spielen konnten, nahm die berufliche Auslastung etwas zu und so fielen wir auf nahezu vollabstinente zwei Abende diese Woche zurück. Earl hat mittlerweile eine leistungsfähige ExcelTabelle zur Verwaltung der Einsätze etabliert und nebenbei eine stilechte Kasse gebastelt.

Die Schatzkammer

Nach bisher zwei Spielen um Geld (ohne hat’s irgendwie nimmer so richtig funktioniert) sehen die Resultate momentan wie folgt aus:

  • Frank hat 10 ct verdient
  • Earl glatte 3€ (Streber!)
  • Kay hat 2€ verloren
  • Micha hat 82ct verdient
  • Freddy hat 80ct verdient
  • Dani hat 1,71€ verloren

So richtig reich oder arm ist also (zum Glück) noch niemand geworden – mal schauen wie es so weitergeht 🙂

Erfahrungen mit dem HP Support

Was dem Schornsteinfeger seine Drahtbürste und dem Zahnarzt sein Bohrer, dass ist dem IT-Berater wahrscheinlich sein Notebook.

Blöd allerdings, wenn eben jenes zur Arbeit benötigte Werkzeug streikt. Gut, in meinem Fall war der Streik offensichtlich nicht gewerkschaftlich organisiert und nur minimal: Der Akku wollte nicht mehr so richtig.

Als erste kam Windows 7 dem Problem auf die schliche und meldete ganz klar: Weg mit dem Ding. Okay, da meine Win 7 Installation aber sowieso ein wenig fußlahm war, schenkte ich dem zunächst nicht so viel Glauben und beschloss den Akku einfach weiterzunutzen.

"Schick mal besser zurück"

Leider musste ich im späteren Verlauf meiner Untersuchungen feststellen, dass mein Laptop zum einen nur noch eine geringe Batterielaufzeit aufwieß (~1,5h) und zum anderen manchmal ganz unmotiviert ausging – ohne jede Warnmeldung.

Da mein Arbeitsgeräte ein HP EliteBook 8530W (mit 3 Jahres Carepack) ist, galt es also Verbindung mit dem Support aufzunehmen. Ein erfahrener Kollege informierte mich vorab: Du brauchst das Diagnose Urteil des HP Battery Checks. Aha .. was ist das? Der HP Battery Check ist ein kleines Tool, welches den Gesundheitszustand des Akkus ausliest und geeignete Maßnahmen empfiehlt.

Heruntergeladen werden kann das nützliche Werkzeug hier und unter Windows 7 muss man es auch nur als Administrator ausführen und die Setup Routine händisch auf den Kompatibilitätsmodus für Windows XP SP2 konfigurieren. Danach gab es dann recht fix ein vernichtendes Urteil:

Endgültig Klarheit: Kaputt

Über das elektronische Casemanagement ITRC erstellte ich schnell einen geeigneten Fall und schickte direkt den oben abgebildeten Screenshot gleich mit.

Folgend kurz der zeitliche Ablauf:

  • 14.11.2010 – 12:50: Batterycheck diagnostiziert den Fehler
  • 14.11.2010 – 13:00: Case eingeleitet
  • 14.11.2010 – 15:46: Case von HP bestätigt
  • 14.11.2010 – 22:30: Ersatzteillieferung eingeleitet
  • 15.11.2010 – 09:30: Ersatzakku trifft ein

Insgesamt 20h von der Eröffnung des Falls bis zum Eintreffen des Ersatzteils erlaubt wirklich nur ein Urteil: HP, Daumen hoch!

Post aus den Niederlanden

Angefixt: Wir haben Poker gespielt…

Nach längerer Planung war es gestern endlich so weit: Unsere Firma hat Poker gespielt. Zu insgesamt sechs Leuten, davon zwei blutige Anfänger (ich bin einer davon, hab vorher nie selbst Poker gespielt), starteten wir mit reichlich Chips und Cola in den Abend.

Die ersten dreißig Minuten bestanden dann aus der Erklärung des Regelwerks und dem Vertrautmachen mit den Chips („die klappern aber lustig“). Danach ging es dann mit einem Startkapital (Poker: Bankroll) von 150 pro Person los. Aus Gründen der Geselligkeit einigten wir uns darauf, bei vollständiger Umverteilung der eigenen Finanzmittel an andere Teilnehmer (Pleite) gegen Gebühr eines „Strichs of Shame“ das gleiche Kapital noch einmal zu erhalten.

Recht schnell stellte sich dabei heraus, dass Kollege Earl mal wieder ordentlich vorlegte und schnell Chipleader wurde. Diese Entwicklung begünstigte sich abermals, als er mit einem Pocketpair Assen auf dem Flop abermals zwei Asse traf. Zudem hatte er das Glück, dass gleich zwei andere Mitspieler dachten sie hätten ebenfalls die Hand ihres Lebens und voll mitgegangen sind 😉

Erfreulicherweise konnte ich Earls Glück mit meiner vorletzten Hand (nach ca. 4h Spielzeit) etwas zu meinen Gunsten wenden. Zwar hatte ich nur eine 2 und eine 7 auf der Hand, hab aber bereits auf dem Flop mein Set getroffen *yes* Zudem meinte Earl er wollte mich so richtig abziehen und musste vorlegen. Das Ende vom Lied: Totales Aufdoppeln für mich 🙂

Folgend der Endstand unserer ersten Pokerrunde (leider haben wir bei Kay auf Grund seines früheren Ausscheidens nicht gezählt).

Name, Anzahl der Rebuys, Endpunktestand

Winterwochenende – Oder: Ich brauch Urlaub vom Urlaub

Da die ersten sich ja schon beschweren, dass hier seit Tagen Funkstille herrscht, an dieser Stelle vielleicht ein kurzes Update zur Lage der Nation:

  1. Seit letzten Donnerstag ist der Urlaub (vorerst) vorbei, ich muss also wieder arbeiten (was Zeit kostet)
  2. Wir haben endlich auch Schnee – also gibt es spanndere Beschäftigungen als Schreiben 😉
Ein ungewohntes Bild: Schnee in Weingarten

Doch – wie so oft – der Reihe nach:

Am Freitag fing noch alles ganz gemütlich an. Zweiter Arbeitstag, erster Tag vor dem Wochenende, seit morgens leichter Schneefall (endlich). Der Tag verlief dann soweit ganz gemütlich und normal, bis plötzlich ganz spontan eine spannende Idee geboren wurde: Mehr als 10cm Neuschnee würden sich doch perfekt für ein paar Nachtcaches eignen. Da unser Abenteuerkollege Earl dieses Wochenende ausnahmsweise auch mal in Bruchsal verbringen sollte, schien der Plan für das Wochenende gefunden: Schätzesuchen mitten in der Nacht.

Okay, nun haben die Cache-Verstecker in der Region Karlsruhe eine eigenartige Vorliebe: Sie mögen es ganz besonders Nachtcaches zu erstellen, die den Einsatz einer UV-Lampe erfordern. Selbige hatten wir nicht und eine zu besorgen, sollte ein Abenteuer für sich werden – doch dazu später mehr.

Nach dem Arbeitstag und einem Besuch beim Enforcer (einer Art Militärausstatter mit allem, was man für einen Outdoor-Einsatz braucht) ging es nach Haus – umziehen, essen, das Übliche halt.

Dabei fiel zunächst der Blick in einen vollen Briefkasten auf:

Urlaubsvorbereitung

Ausserdem war da noch ein ziemlich eigenartiges Couvert…

Post aus der Vergangenheit

Nein, zum Glück meldet keine „Verflossene“ Allimentenansprüche an, es handelt sich dabei vielmehr um das Zeugnis meines BA-Studiums 😉

Eine knappe Stunde später ging es dann aber tatsächlich an das erste Nachtabenteuer seit Langem. Dick eingepackt machten wir uns auf den Weg zu Earl und waren dabei erstmals mit den badischen Straßenverhältnisse bei Schnee konfrontiert. Absolut null geräumte Straßen, ca 10cm Neuschnee auf den Straßen oder dem, was man davon noch erkennen konnte und vor allem wahnsinnig viele verschreckte Autofahrer. Auf den Nebenstraßen hatten wir also Spaß, die Bundesstraßen waren ein absoluter Krampf (wer sagt, dass man bei Schnee unter 30km/h fahren muss?).

Irgendwann kamen wir aber an 🙂

Let's get ready to ruuuumbleee!

Naturgemäß gibt’s vom Cachen in der Nacht keine Fotos. Die Kurzzusammenfassung lautet wie folgt: Ein Cache problemlos und mit sehr vielen Reflektoren, einer etwas schwieriger und einen UV-Cache ohne UV-Equipment gar nicht gefunden (wer immer meinte, man würde diese UV-Tinte bei genauem Hinsehen auch mit normaler Lampe entdecken können: dem ist nicht so). Insgesamt aber wirklich tolles Wetter zum Wühlen in der Nacht, da es durch den Schnee auch ohne Lampe wahnsinnig hell ist. Alles in allem waren wir von 19:30 bis 01:45 Uhr unterwegs und haben dabei ca. 5km zu Fuß zurückgelegt.

Der Morgen danach und eine Mission: UV-Licht muss her. Also überlegt wofür man UV-Licht benötigt (Geldscheinprüfen, „Zaubertinte“ und so) und dann „kurz“ alles abtelefoniert, was in Frage kommt. Saturn, anderer Saturn, Media Markt, alle möglichen Schreibwarengeschäfte, Spielwarenläden und Büroausstatter später war die Lage dann ziemlich aussichtslos: Es gibt nix. Da wir ja aber Kämpfer sind, trotzdem raus ins Auto und ab nach Karlsruhe: Geht nicht, gibt’s nicht!

"Roter Frosttiger"

Um auch hier etwas zu kürzen: Nach nur 3h Suche und vielen ungläubigen Gesichtern wurden wir im Toys R Us tatsächlich fündig.

Etwas zweckentfremdet..

Nach ewiger Suche kommt einem sogar überteuertes Kinderspielzeug wie der heilige Gral vor. Gut, dass für den Preis von 9,99€ nicht mal Batterien aber dafür ein toller Detektivausweis dabei sind stört nicht weiter – Hauptsache es macht Licht mit einer Wellenlänge von ca 370nm.

Zu Hause angekommen konnten wir dann auch die Funktionsfähigkeit der Profiausrüstung testen. Bei Tageslicht kann man UV-Tinte bis in ca. 40cm Abstand lesen, bei völliger Dunkelheit ist auch 1m kein Problem.

Detektiv Micha hatte Erfolg

Am Samstag Abend ging es dann nach einem stärkenden Abendbrot etwas früher ins Feld: Diesmal zogen wir schon 18:30 Uhr los. Größenwahnsinnig wie wir waren, entschieden wir uns einen Cache mit der Terrain-Wertung 4 (von 5 möglichen) anzugehen: Waten im seichten Wasser und Kraxeln eingeschlossen. Geplant waren ca. 2,5km quer durch den Wald und damit abseits der Wege. Die Realität waren dann kaum mehr sichtbare Reflektoren, alle 50m eine ca. 20 Minuten dauernde Suche in alle Richtungen und in 4h eine zurückgelegte Wegstrecke von ca. 1km. Irgendwann gaben wir dann ein wenig erfroren (das Rumstehen beim Suchen nervt dann doch) auf und flüchteten in den nächsten McDonalds nach Pforzheim.

Gegen 00:30 Uhr nachts ging es erneut ins Zielgebiet, denn mit einer Niederlage am Abend kann man ja nicht aufhören. Diesmal hatten wir Erfolg und weil der Tag ja noch so jung war, steuerten wir den Cache an, bei welchem wir Freitag Nacht versagt hatten. Dank Highpower UV-Leuchte klappte diesmal alles sehr gut und nach nur ca. 3km Fußmarsch in eine Richtung erreichten wir auch schon das Ziel. Interessant, dass der Schatz mitten an einer Fütterungsstelle für Wildschweine liegt, aber das macht ja nix (nein, nein..nervös wurde ganz bestimmt niemand).

Auf unserem Rückweg zum Auto waren wir spätestens wieder richtig wach, als mehrere mehr oder minder große Wildschweine mitten im Wald unseren Weg kreuzten.

Im Bett lagen wir in dieser schönen Nacht dann übrigens „schon“ um 04:15 Uhr morgens, ziemlich geschafft nach ca. 9km Wanderung durch Tiefschnee und bei frischen -5°C. Spannend war’s jedenfalls 😉

So, damit endet der kurze Bericht vom Wochenende – das nächste Update folgt bald 🙂

„Ganz Deutschland liegt unter einer geschlossenen Schneedecke“ …

… will uns zumindest die freundliche Wetterfee von RTL klarmachen.

Okay, ich nehm das an dieser Stelle zum Anlass um unsere bisherigen Erfahrungen mit dem Winter 2009 / 2010 mal zusammenzufassen.

Wie schon vor einigen Wochen berichtet, fing ja alles sehr vielversprechend an. Bereits auf der Fahrt nach Haus gab es den ersten Schnee und einige Tage später fanden wir uns dann bei mehr oder weniger eisigen Temperaturen aber Sonne in einer winterlichen Landschaft wieder. Hier konnte der quattro Antrieb erstmals zeigen was er im Schnee kann  – dazu nur kurz: Einfach nur beeindruckend und unglaublich spaßig.

Harz vorraus

Auch Dani hatte ihren Spaß – kurz bevor die Kälte (an diesem Tag -17 °C) durch die Kleidung kam.

Schneeee - soweit das Auge reicht

Schnellvorsprung in die Gegenwart – von den Tagen vor Weihnachten auf heute. Wie schon in der Überschrift soll Deutschland angeblich unter einer geschlossenen Schneedecke liegen. Immerhin mein Auto lag heut morgen unter einer einigermaßen geschlossenen Decke aus Eis und etwas Schnee.

"Warum muss ich draussen schlafen?"

Nach einigen Metern gewann dann die Sonne überhand und tolle Bilder (einer schmelzenden Schneelandschaft) ergaben sich.

...Schau nicht zurück...

Zusammenfassende Message: Hier gibt es einfach mal keinen Schnee. Wir sprechen nicht von einer vielleicht nur ganz dünnen Schneedecke..wir sprechen von gar keiner. Aber wahrscheinlich wäre es zu viel verlangt, wenn die Wetterdienste berichten sollten: „Auch morgen wieder viel Schneefall in ganz Deutschland – bis auf die Region Karlsruhe.“.

Guten Morgen, 2010

Diesen Eintrag möchte ich mal nicht nach dem Muster an Datum <XYZ> taten wir <MNO> verfassen, sondern stilistisch Neuland beschreiten.

Also: Wir haben das neue Jahrzehnt so begrüßt, wie wir das alte verabschiedet haben: In der Natur 🙂

Während wir am 31.12.2009 bei frühlingshaften 9,5°C nur in Pullover und neuer Jack Wolfskin Mütze die Schätze in der Gegend um Karlsruhe sunicher machten, bedurfte es am Neujahresmorgen doch etwas wärmerer Kleidung.

Neue Mütze: Diesmal ohne Bommel aber dafür farblich passend

Dazwischen lag logischerweise noch der Jahreswechsel, den wir ganz in Ruhe verbracht haben. Einzig um Mitternacht begaben wir uns auf den Wartturm in Weingarten um gemeinsam mit dem (gefühlt) gesamten restlichen Dorf die letzten Sekunden zu zählen. Danach bekamen wir ein ziemlich ausschweifendes Feuerwerk von vorn und von hinten, von unten als auch von oben geboten. Gegen 00:30 Uhr traten wir den Heimweg an und schauten anschließend Dinner for One (als Konserve).

Aussicht vom Wartturm Richtung Karlsruhe
"Ahhhhh"

Nach einer gar nicht mal so langen Nacht beschäftige ich mich am nächsten Morgen mit dem Thema GCVote. GCVote ist ein relativ neues Projekt, bei dem Geocacher die von ihnen gefunden Schätze ganz kurz und schmerzhaft mit 1 bis 5 Sternen bewerten und damit eine Art „Attraktivitätsskala“ etablieren. Momentan ist das Ganze noch sehr im Wachstum und ich hatte gar nicht damit gerechnet, interessante Daten vorzufinden.

Zu meiner großen Verwunderung gibt es jedoch in der Gegend um Karlsruhe bei den 790 Caches die ich ausgewertet hab nahezu 4000 Stimmen – also doch eine interessante Datenbasis. Recht schnell weckte dann ein Multi meine Aufmerksamkeit. 17 Bewertungen, Durchschnittsnote: 5,0. Um niemandem den Spaß zu nehmen, werde ich den Namen dieser tollen Herausforderung an dieser Stelle nicht nennen.

Nun galt es Dani noch dazu zu überreden mal einfach so 8km zu laufen – wie wir es schon die letzten drei Tage getan haben 😉 Zum Glück war sie sehr kooperativ und so setzten wir uns wenige Augenblicke später dick eingepackt in Bewegung.

Am Ort des Geschehens angekommen, gab es erstmal ein paar nützliche Weisheiten für das neue Jahr:

Waldparkplatz mit interessanter Lektüre

Nachdem wir uns aus dem Auto und in unsere Jacken geschält hatten, ging es also schnellen Schrittes auf die Pfade dieses Hightech Caches mit dem Thema: Jag den Ausserirdischen, der hier mal gelandet ist. Recht früh durften wir dazu ein „Energiemodul“ an uns nehmen, welches verschiedene Stationen der Schatzsuche mit Spannung und Intelligenz versorgte.

Micha mit dem Energiemodul - sehr modisch
Dani an einer der toll ausgearbeiteten Zwischenstationen

Station um Station kamen wir dem Ausserirdischen näher und der Cache steigert sich in seiner Qualität immer mehr. So wurde aus einem eigentlich recht entlegenen Wald ein spannendes Szenario für eine Suche über 15 Stationen, die uns mehr als 3h beschäftigen sollte und am Ende fast 10km umfasste. Dabei gab es auch die ein oder andere Klettereinlage, die dafür sorgte, dass unsere Klamotten seit dem kaum mehr zum Autofahren taugten. Zwischenzeitlich hatte ich wirklich Sorge, ob das Alcantara nach der Rückfahrt immernoch schwarz sein würde 😉

Das Energiemodul erweckt eine der letzten Stationen zum Leben

Gegen 16:00 Uhr und damit kurz vor Einbruch der Dunkelheit schrieben wir glücklich unseren 537. Logeintrag.

Ein weiterer kreativer Logeintrag von Dani

An dieser Stelle möchte ich allen Lesern ein frohes neues Jahr wünschen – darüber hinaus viel Spaß, viele unvergessliche Momente und viel Kraft für neue Herausforderungen!