Kino am Sonntag: Ghostwriter

Es war mal wieder soweit: Es ist Sonntags und wir waren im Kino.

Während Xynthia sich noch immer über Deutschland austobt, fuhren wir mutig gen Kino. Nachdem der Sturm heute Nachmittag bereits die örtliche Aral Tankstelle nebst einigen Autos ordentlich demoliert hatte, ließen die Windgeschwindigkeiten zum Abend glücklicherweise wieder nach.

Da das gesamte WE eher weniger erholsam war, stellte der Besuch im ZKM wieder mal ein gelungenes Highlight dar. Wieder einmal war das Parkhaus mindestens so voll wie das Foyer und während dreiste Hummer Fahrer einfach die letzten Behindertenparkplätze okupierte, mussten wir mal wieder etwas länger suchen. Das führte dann auch direkt dazu, dass wir 26 Minuten vor Vorstellungsbeginn eine bitterliche Abfuhr zu hören bekamen: „Die Reservierung ist bereits verfallen.“.

Erfreulicherweise wurden wir nur um eine Reihe nach vorn verlegt und konnte nach einer Stärkung in „Die Fritte“ frohten Mutes in unser cineastisches Erlebnis starten.

Film des Abends war „Ghostwriter“, welcher in unserem internen Ranking dank eines recht spannendes Trailers knapp über „The Book of Eli“ triumphierte. Bereits das Publik war recht verheißungsvoll, denn eine so bunte Mischung aus der Generation 50+ und 20- sehe ich im Kino recht selten. Nach einer kurzen Werbung ging es dann auch schon los. Ewan McGregor spielt recht überzeugend einen britischen Schriftsteller, der seinen Lohn für das kreative Assemblieren von Autobiographien erhält. Dabei verknüpft er laut eigenen Aussagen Interviews, die er mit seinen Kunden führt und in prosaische Form überträgt mit formgebenden Passagen. Klingt soweit vielleicht nicht wirklich spannend..ist es auch nicht. Den Reiz machen mehr die teilweise äußerst überraschenden Aspekte des Lebens der von McGregor portraitierten Menschen aus. Natürlich steckt hinter dem Ganzen eine Geschichte mit kriminalistischem Hintergrund, denn McGregors Vorgänger starb (wurde ermordet?) bei dem Versuch einen umstrittenen Politiker zu einer ansprechenden Biographie zu verhelfen.

In jedem Fall schafft es der Film über die gesamten 100 Minuten eine konstante „milde“ Spannung aufrecht zuerhalten und sorgt noch beim Finalen gang ins Parkhaus damit, den Besucher in einer grüblerischen Stimmung zu hinterlassen. Viele kleine Details machen am Ende das große Ganze aus und führen zu dem Urteil: Tolle Unterhaltung für den Sonntagabend!

Bemerkenswert ist übrigens auch bei diesem Werk zu auffallende Bezug zu Geschehnissen der aktuellen Gegenwart.

Für alle die sich fragen, wie es im Center Parcs weiterging: Kommt auch noch 🙂

Urlaub im Center Parcs Bispinger Heide – Tag 2

Nach einer absolut katastrophalen Nacht (ich konnte irgendwie so schlecht einschlafen wie seit mindestens 5 Jahren nicht mehr) starteten wir pünktlich um 08:30 Uhr in unseren zweiten Urlaubstag. Wenn man mich jetzt nach den ersten Empfindungen des Tages fragen würde – die Antwort würde „Schmerzen“ lauten.

Wie gestern schonmal angedeutet, sind die Betten eine ziemliche Katastrophe (hoffnungslos zu weich) und so hatten Dani und ich das Gefühl fast durchzubrechen. Schöner anzusehen war dagegen der Sonnenaufgaben, welcher durch die Bäume unser Wohnzimmer bzw. den Wellness-Raum in eine tolle Stimmung tauchte. Kurz danach konnten wir dann auch schon frühstücken, denn der ViP-Service hatte die Brötchen geliefert. Insgesamt fünf Brötchen in drei verschiedenen Ausführungen sind für zwei Personen doch eine annehmbare Portion.

Danach wollten wir dann für den Snow Dome packen. Am Dienstag gibt es ein interessantes Studentenspecial (19€ für 3h Fahren, inklusive Equipmentverleih), welches wir uns schon vor einigen Wochen ausgeguckt hatten. Leider mussten wir plötzlich feststellen, dass trotz 100 Punkte-Pack-Plan neben dem Rucksack etwas noch fundamentaleres fehlt: Meine Skihose. Nach kurzen Minuten des Zögern entschlossen wir uns einfach das Freitagsprogramm mit den für heute angesetzten Aktivitäten zu tauschen.

Eine halbe Stunde später befanden wir uns dann schon auf der A7; unser Ziel war dabei der Wild Park Nindorf-Hanstetd. Einige kurze Minuten (die Autobahn war nicht tempolimitiert) später erreichten wir dann schon den großen kostenlosen Parkplatz. Dass wir in der zweiten Reihe parken konnten, deutete bereits auf einen angenehm leeren Park hin. Wir erbrachten also brav unseren Soll und enterten voller guter Laune den Zoo. Vorbei ging es zunächst an einem großzügigen aber vollkommen verschneiten und daher unbenutzten Kinderspieplatz. Kurz danach entdeckten wir bereits die ersten Tiere und bei allerschönster Wintersonne entschieden wir uns die „Große Runde (120min)“ abzugehen.

Während der nächsten 3,5h trafen wir nur auf ca. 4 andere Besucher, durften dafür aber viel Zeit mit sehr aktiven und recht zutraulichen Wildtieren verbringen. Darunter waren Schweinchen genauso wie Elche, Wölfe, Bären, Luchse und Ziegen. Darüber hinaus gab es mehrere tolle Fotopunkte (Bilder folgen) und überall Toiletten (für uns jetzt nicht so wichtig). Alles in allem ist der Wildtierpark einer der schönsten, den wir bisher gesehen haben und bedingt zu empfehlen. Der Luxus nahezu allein mit all den Tieren (teilweise sehr großzügige Freigehege, also ganz nah dran) zu sein und einen quasi leeren Park erleben zu dürfen, hat das Erlebnis sicher nochmals etwas aufgewertet.

Auf der Rückfahrt steuerten wir dann das goldene M an – es herrschte FastFood-Stimmung. Nach einem tollen Menü beschlossen wir dann uns auch noch ein Stück Schokokuchen mit heißer weißer Schokolade zu teilen und verließen das Lokal um zwei Tassen bereichert (Kay, wir holen auf!). Anschließend hieß es: Rückzug in den Center Parcs.

Kaum im Haus angekommen ging es zur nächsten Aktivität: Die Sauna-Gutscheine einlösen und einen relaxten Nachmittag im Aqua Mundo verbringen. Da der Sauna-Bereich einen regulären Aufpreis von 14,50€ / Person kostet, erwarteten wir einen großzügigen Wellness-Bereich mit vielen verschiedenen Saunen. Um es kurz zu machen: Denkste! Die finnische Saune (sehr groß) ist neben der Heidesauna die einzige trockene Sauna im Center Parcs Bispinger Heide. Ansonsten gibt es mehrere Dampfsaunen (Hamam, Ägyptische Sauna usw.) die zwar auch sehr nett waren, aber den Gesamteindruck nicht mehr retten konnten. Als „Aufwachraum“ fungiert die Lobby, welche nebem einem etwas größeren Becken gemäßigter Temperatur ca. 15 Liegen bereithält. Diese werden in bester Mallorca-Manier offensichtlich tageweise per Handtuch reserviert und erlauben eine Fleischbeschau der Badenden (so kam es einem jedenfalls vor). Insgesamt fühlten wir uns auch heute wieder alterstechnisch deplatziert. Entweder man trifft auf verunsicherte <10 Jährige oder „mittelattraktive“ >50 jährige Saunagäste. Dazwischen dann immer mal wieder die Generation 15-20, welche massive Probleme zu haben scheint das Adjektiv „textilfrei“ korrekt zu deuten.

Nach rund 2h „Saunavergnügen“ begaben wir uns dann in den „normalen“ Aqua Mundo-Bereich und steuerten zielsicher den Whirlpool an. Auch hier wieder sehr viele Menschen, die das Schwimmbad offensichtlich mit einem Swinger Club verwechseln. Frei nach dem Motto: „Wenn der Whirlpool vollkommen überfüllt ist und es keine Sitzplätze mehr gibt, lasse ich mich einfach in der Mitte treiben. Irgendwen werde ich dann schon kennenlernen“. Da wir weniger in Kennenlernen-Stimmung waren, zogen wir uns gen Wildwasserbahn zurück. Nach drei halsbrecherischen Durchgängen wechselten wir non stop ins Wellenbad. Anschließend dann noch ein paar Minuten auf den Wärmeliegen und nochmals ein kurzer Abstecher in die Salzsauna. Gegen 20:00 Uhr waren wir verhungert und verdurstet genug um motiviert den Rückweg gen Bungalow anzutreten. Entlang mehr oder weniger toll beleuchteter Wege ging es zurück ins traute Heim.

Für den Abend steht nun noch eine entspannte Session in der heimischen Sauna an (c’t lesen bei 70°C ist sehr empfehlenswert), bevor wir Kraft für den morgigen Tag tanken werden.

Da wir den Mittwoch in Hamburg verbringen und „König der Löwen“ besuchen werden, kann ich noch kein Zeitpunkt für den nächsten Blogeintrag versprechen.

Wie immer vielen Dank für’s Lesen und ich wünsche euch allen einen tollen Abend!

Urlaub im Center Parcs Bispinger Heide – Tag 1

Unser erster Urlaubstag begann pünktlich um 08:30 Uhr im heimischen Bett. Zwar hatte Dani in den letzten Tagen bereits einen kompakten 100 Punkte Plan zur perfekten Vorbereitung erstellt und auch schon eifrig geräumt – verstaut war jedoch noch nix. Also hieß es zu Beginn des Urlaubs erstmal eifriges ins Auto schleppen und irgendwie alle Taschen, Kisten und Beutel in dem geräumigen Kofferraum des TTs unterzubringen.

Das meistern dieser ersten Herausforderung gelang uns ziemlich gut und so setzten wir gegen 09:45 Uhr die Segel gen .. Büro. Da war die Kamera dort vergessen zwischengelagert hatten, stand ein kurzer Stopp auf dem Programm. Erfreulicherweise befanden wir uns dann schon um 10:00 Uhr auf dem Weg in den Center Parcs. Rund 550km trennten uns laut Navi von unserem Urlaubsort und vollgepackt mit tollen Sachen hieß es: Volle Kraft vorraus.

Dank ausreichender Kraftreserven erreichten wir unser Ziel trotz Zwischenstopp im Burger King bei Northeim-Nord bereits gegen 14:27 Uhr – Einchecken ist an sich erst ab 15:00 Uhr gestattet. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei etwas über 120km/h und der Verbrauch bei annehmbaren 7,3l/100km (wo’s möglich war, lebte ich meine Urlaubsvorfreude etwas aus..).

Die letzten 500m vor dem Eingang des Parks nahm das Chaos dann seinen Lauf. Der gesamte Parkplatz ist nicht nur verschneit sondern auch äußerst vereist. Dazu jede Menge abschüssige Stellplätze und Fahrzeuge mit schlechten Winterreifen .. ein lustig anzusehendes Vergnügen. Die einigermaßen deutlich erkennbare „Quick CheckIn“-Spur interessierte scheinbar keinen so wirklich. Statt aus einer definierten Richtung eilten die Autos aus allen Richtungen heran, dazu jede Menge Fußgänger, Bollerwagen und Kleinkinder – so richtig nach meinem Geschmack.

Irgendwann durften wir dann durch das Tor zum „Jurassic Park“ fahren und Dani bahnte uns dank Karte den Weg zum Ferienhaus. Viele Einbahnstraßen, noch mehr chaotisch geparkte Autos und jede Menge mit dem Schnee kämpfende Menschen ließen die Anreise zum Bungalow dann wirklich zu einer Herausforderung werden. Kurz vor 16:00 Uhr kamen wir an unserer Residenz an und scharrten uns erstmal Allrad sei Dank in einen „Parkplatz“ am Weg. Da der Park ja an sich autofrei ist, gibt es auch keine Parkplätze. In direkter Konsequenz kann man entweder die anderen blockieren, seine Spiegel opfern oder halt ein bisschen „fortgeschrittener“ Parken.

Direkt nach dem „Parkieren“ (achya, der letzte Besuch in der Schweiz ist lang her) enterten wir den VIP Bungalow Nummer 809. In mir keimten spontan recht gemischte Gefühle auf. Das Gebäude steht eng an eng mit dem nächsten Bungalow, von außen wirkt es recht altbacken und die gesamte Wohngegend ist (relativ zum Aqua Mundo genannten Schwimmbad) ein wenig dezentral. Innen dann eine Mischung aus „ziemlich gemütlich“ (Gesamtfeeling), einigermaßen luxoriös (eigene Sauna und eigenes Solarium) und doch recht enttäuschend (Betten, Toilette wie in einer Jugendherberge).

Die nächsten 90 Minuten verbrachten wir dann damit auszupacken und das Auto ganz brav auf die Parkplätze ausserhalb des Parks zu fahren. Beim Einsteigen war ich noch siegessicher und schaute lachend dem „Frontkratzer“ 20m vor uns zu. Entschlossen drehte ich den Schlüssel, schaltete das ASR/ESP aus, legte den ersten Gang ein, gab Gas…und schaute dem Schnee zu, wie er eifrig an allen Seiten hochflog. Zu meinem Entsetzen passierte allerdings: Nichts. Ausser eifrigem Surren und Zischen bewegte sich der TT keinen Meter vorwärts. Dani stand draußen und begann sich ziemlich zu freuen. Irgendwann verwarf ich also den Plan „volle Kraft vorraus“ und aktiviere mal vorsichtig den Rückwärtsgang. Da mittlerweile noch andere Anreisende des Spektakel zu beobachteten, wurde es dringend Zeit für ein Erfolgserlebnis. Also etwas mehr Gas .. das Auto bewegt sich. Vorwärtsgang, einkuppeln, langsam geht es nach vorn, mehr Schub..Schwupp..wir sind wieder im Spiel. Während der Frontkratzer immernoch versucht sich freizuschaukeln, rollen Dani und ich gemütlich in Richtung Ausgang. Dani berichtete übrigens, dass es ein ziemlich interessantes Schauspiel war den vier eifrig rotierenden Reifen zuzusehen.

Gegend Abend beschlossen wir dann das zentrale Schwimmbad, „Aqua Mundo“ genannt, aufzusuchen. Nach einem kurzen Fußmarsch bzw. keine 20 Minuten später, erreichten wir unser Ziel. Das Aqua Mundo liegt in einem Einkaufskomplex und sieht von außen recht ansprechend aus. Kurz noch ein paar Details an der Info geklärt (Abreise am Samstag? Bedienung der Sauna?) und los ging es ins Bad. Erstes Problem: Unsere Tickets ins Bad (RFID .. nene.. Papier ist doch noch am zuverlässigsten) waren angeblich gesperrt. Auch diese Schwierigkeiten konnte die Info jedoch binnen zwei Minuten lösen. Anschließend fix Umziehen und einen der wenigen freien Spinde ergattern. Minuten später waren wir im Aqua Mundo und erkundeten dieses mit gemischten Gefühlen.

Zunächst war ich etwas enttäuscht. Im Wesentlichen ein großes Becken, dass dafür mit vielen kleinen Kanäen und toller Szenerie (Höhlen, Blumen, Bäume und so ..). Nach und nach entdeckten wir den coolen aber überfüllten Whirlpool und dann auch das Wellenbad. Das absolute Highlight erschloss sich uns erst einige Minuten später: Die Wildwasserfahrt. Dabei handelt es sich um einen ziemlich langen Outdoor-Strömungskanal, der wirklich riesigen Spaß macht. Man weiss nicht so ganz, ob man mit den Beinen oder den Armen zuerst paddeln sollte, lernt unfreiwillig ständig neue Menschen kennen und auch der ein oder andere blaue Fleck bleibt nicht aus .. aber das Erlebnis unter freiem Himmel ist richtig cool. Auch die 84m Rutsche des Bads ist recht cool, jedoch chronisch überlaufen.

Insgesamt fühlen wir uns im Center Parcs etwas „extraordinary“. Entweder man ist in diesem Park unter 5 oder doch über 50. Macht nix, seinen Spaß kann man trotzdem haben 🙂 Unseren ersten Besuch im Aqua Mundo schlossen wir übrigens mit einer ausgiebigen Session unter den Sonnenliegen ab.

Weiter ging es nach einem 20 Minütigen Rückmarsch und stärkendem Abendbrot in der heimischen Wellness-Oase. Schon vor dem Essen schalteten wir die Sauna an und so konnten wir mal ganz für uns in die kompakte Kabine schlüpfen. Da wir in unserer „festen“ Wohnung den Luxus einer Sauna nicht kennen, ist so etwas im Urlaub doch mal ein nettes Feature. Die Kabine schafft mit einer Vorlaufzeit übrigens tatsächlich so ihre 80°C. Nach zwei Sauna Sessions krabbelte Dani dann vor den Fernseher (flach aber echt klein) und ich ins Solarium. Mit 10 minütiger Verspätung gesellte ich mich dann zu „Rach“ und während Dani sich das nächste versiffte Restaurant ansah, ging ich zum Blog Schreiben über.

Was ist denn nun das Fazit des Tages? Insgesamt ist es hier bisher recht nett. Einige Dinge sind hoffnungslos veraltet („Surround Anlage“, Papiervoucher zum Einlass ins Bad), manche passen nicht so recht zu uns (überall Parkmöglichkeiten für Kinderbuggys, überall spezielle Treppen für Kinder) und einiges sorgt für echte Aha-Erlebnisse (Atmossphäre im Aqua Mundo, Outdoor-Strömungskanal). Rein logistisch parkt das Auto zwar nur rund 600m entfernt, dafür müssen wir 20 Minuten über total vereiste Wege zum Schwimmbad wandern.

Wir sind guter Stimmung und freuen uns auf das, was die nächsten Tage bringen werden.

Für diesen und alle weiteren Beiträge zum Urlaub gilt: Internet hier ist nicht besonders schnell, Fotos folgen also im Nachhinein

Kino am Sonntag: Percy Jackson – Diebe im Olymp

Es war mal wieder Sonntag und nach einem dreitätigen Kundeneinsatz (einschließlich Samstag) hatten wir endlich wieder Zeit fürs Kino.

Diesmal waren wir jedoch etwas vorrausschauender als beim letzten Versuch und so reservierte uns Dani tolle Plätze im ZKM – ideale Vorraussetzungen für einen tollen Abend.

Nach einem etwas missgeglückten Geocaching-Versuch am Nachmittag (Schatzsuche mitten im Faschingsumzug ist irgendwie nicht allzu empfehlenswert) und einem anstrengenden Abend voller Urlaubsvorbereitung, ging es zielsicher Richtung ZKM. Bei leichter Schneeglätte dauerte die Fahrt dann doch etwas länger, stellte aber kein Problem dar.

Vor Ort wurde es dann etwas turbulent, denn bereits vor dem Parkhaus bzw. den Parkhäusern reihten sich schon ca. 20 Fahrzeuge in eine stattliche Schlange. Um unsere Reservierung nicht verfallen zu lassen, teilten wir uns kurzer Hand auf. Ich steuerte den TT kreuz und quer durch die Parkdecks und Dani stand sich die Beine am Ticketschalter in den Bauch. Nur soviel: Ich war mit meinem Teil der Aufgabe deutlich schneller fertig 😉 Zwischendurch verließ ich das Parkhaus allerdings an einem mir vollkommen unbekannten Aufgang und konnte Dani nur mit Hilfe des iPhones wiederfinden (Orientierung wie eine tote Brieftaube..).

Trotz aller Planung wurden dann die letzten drei Minuten vorm Ticketcounter etwas spannend – die Karten drohten nämlich zu verfallen. Dank äußerst freundlicher Mitwarter durften wir nochmals ein „Paar“ aufrücken und unsere gerade noch so gültige Reservierung eine Minute vor Ablauf der Frist abholen. Glücklich begaben wir uns daraufhin zum ebenfalls vollkommen überfüllten Pommes Restaurant. Falls der geneigte Leser sich jetzt fragt, was im ZKM los war: Valentinstag und der gleichnamige Film trafen aufeinander 😉

<An dieser Stelle folgt ein Bild des überfüllten ZKMs, sobald meine Internetanbindung mal wieder etwas breitbandiger ist bzw ich mehr Zeit habe>

Gegen 20:00 Uhr begaben wir uns dann die Treppen zu den Kinosäalen nach oben und steuerten zielsicher unsere Plätze an. Dank perfekter Planung saßen wir ziemlich mittig und machten es uns sogleich bequem. Anlässlich des Sontags gab es sogar Eiskonfekt – megalecker.

Leicht verspätet betrat dann gegen 20:20 Uhr Percy Jackson die Bühne. Die ersten Minuten des Films kamen mir dann wie eine minimal gestreckte Version des bzw. der Trailer vor, doch dann nahm das Werk so allmählich Fahrt auf. Wer tiefgreifende Fantasy-Kost ala Herr der Ringe erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Doch wer auf leichte Unterhaltung mit lockeren Sprüchen steht, wird sich in Percy Jackson sicher wohl fühlen. Streckenweise ein ganz klein wenig gruselig, aber größtenteils kurzweilig und auch einigermaßen spannend. Zumindest in mir blieb jedoch der Gesamteindruck einiger recht flacher Dialoge und einer an manchen Stellen arg gerafften Story (Beispiel: Percy hat keine Ahnung, dass er besonderen Blutes ist. 60 Sekunden später schlägt er im Kampf dutzende andere Halbgötter, die schon ihr Leben lang tagtäglich üben..).

Zusammenfassend ist Percy Jackson sicher nicht das epischste Filmwerk dieses Jahres, doch für einen lockeren Sonntagabend unbedingt empfehlenswert!

One night in .. Bavaria

Okay.. ehrlich gesagt sind es eher zwei Nächte und etwas genauer gesagt bin ich gezwungen sie in Alteiselfing bei Wasserburg (am Inn) zu verbringen.

Diese Tage könnten unter dem Motto „Meine Erlebnisse als Flüchtling in Süd-Amerika“ stehen, doch tatsächlich handelt es sich dabei um einen (mehr oder weniger) normalen Einsatz beim Kunden. Das einzige was das Gesamtbild, welches ich in den nächsten Zeilen schildern werde stört, ist Luther Vandross mit „Endless Love“, welcher mit voller Kraft in meine Schlafstätte übertragen wird.

Was ist passiert? Mein Lieblingskollege Kay und ich durften mal wieder in Richtung Osten ausrücken. Gleich nach dem Aufwachen wurde mir klar, dass dieser frühe Donnerstag des Februars 2010 ein besonders guter Tag zum Autofahren werden würde. Audine sah das genauso und versuchte sich zunächst zu verstecken – half aber nix, ich fand sie zum Glück trotzdem (die Sache mit dem rot hat schon so seine Gründe…).

Ich seh dich nicht, du siehst mich nicht

Der Routenservice von TomTom betätigte dann meine schlimmsten Ängste: Deutschlands Straßen sind mal wieder überfüllt von Menschen mit Panik vor Schnee. Um Audine einen gewissen Vorlauf zum Einstudieren der TMC-Meldungen zu geben, schaltete ich die Zündung mit viel Vorraussicht einfach ein paar Minuten früher ein. Kay kam dann etwas später als geplant an und wie sich herausstellte, sind 30 Minuten Xenon, Klima, 2x Sitzheizung, Innenraumbeleuchtung und Navi bei -7°C gar keine so tolle Idee .. das Auto sprang dann aber zum Glück doch an 😉

Was dann folgte waren 5h mit viel Zeit zum Erzählen („Achtung, stehender Verkehr in 23km. … Achtung, schlechte Straßenverhältnisse in 18km. … Achtung, stehender Verkehr in 16km. Eine Ausweichempfehlung kann nicht gegeben werden.“) und wieder mal einem marketingfreundlichen Verbrauch von 6.0l/100km. Okay, die wahnsinnig langen Strecken mit Tempomat auf 93km/h hatten daran wahrscheinlich eine Menge Anteile. Nachdem wir unser Ziel gegen 14:00 Uhr erreicht hatten begann ein spannender Einsatz beim Kunden und schon gegen 20:00 Uhr traten wir die Reise Richtung „Hotel“ an.

Jubiläum - nach drei Monaten

Dank Danis Engagement mussten wir dazu nur 2,3km zurücklegen und erreichten daher keine 5 Minuten später unsere Residenz. Die versprochenen Parkplätze vor dem 3*-Haus waren leider schon allesamt belegt (okay, es waren auch nur zwei), so dass wir vor einem nahegelegnen Kuhstall parken durften. Allein dorthin zukommen rechtfertige jegliche Investition in ein Fahrzeug mit Allrad Antrieb.

Anschließend fanden wir uns nach kurzer Suche am Tresen der Bar wieder, welcher gleichzeitig die Rezeption der Herberge darstellte. Wir wurden freundlich (*hust*) empfangen und nach kurzer Suche (wer braucht schon Zimmernummern an den Zimmern) war ich dann auch in der Lage meine Unterkunft zu entern.

Das gesamte Etablissement scheint unter dem Credo: „KISS – Keep it Smart and Shabby“ zu stehen. Die Möbel weisen bereits ähnliche viele Gebrauchsspuren wie die Wände Flecken auf, so dass man sich keine übertriebene Sorge um etwaige Verunreinigungen machen müsste. Die Steckdosen versuchen einem leicht aus der Wand entgegenzuspringen („rette mich!“) und das Bad erstrahlt in dunklem blau. Okay, leider wurde eine Seitenwand der Dusche vergessen, aber so nimmt man bei der alltäglichen Körperhygiene immerhin der Reinigungskraft einen guten Teil ihrer Arbeit ab – Eine Hand wäscht sprichwörtlich die andere.

"Come in and find out..."
Highend Wellness Tempel

An dieser Stelle schließt sich übrigens auch der Kreis zu Luther Vandross, denn wenige Meter von meinen Räumlichkeiten entfernt, befindet sich ein recht großer Saal. In selbigem scheint eine rege besuchte Tanzstunde stattzufinden und so darf ich mich seit geraumer Zeit an meine Jugend zurückerinnert fühlen und „Eins, zwei, Tapp“ in der Endlosschleife hören. Ja, auch so kann das Leben eines Consultants aussehen.

Falls sich jetzt jemand fragt, warum ich den Freitag abend in einer derartigen Location am Ar*** der Welt verbringe: Es gibt im Umkreis von >20km leider keine anständige Unterbringung und verschiedene Termine erfordern nunmal Samstagsarbeit.

Wie man sich über sowas hinwegtröstet? Man macht es wie Kay und schleppt einfach vier Sammeltassen an zwei Abenden aus dem McDonalds. Oder man macht es wie ich, schaltet auf dem Parkplatz das ESP aus und verlässt den Parkplatz des Goldenen Ms dank quattro im 60° Winkel – die Aufmerksamkeit der Raucher vor dem Laden garantiert. Anonym bleibt man dabei übrigens auch, denn der Winter legt seinen schützenden Mantel über jegliches Erkennungszeichen.

Kennzeichen? Klar..irgendwo schon..

So, soviel von mir für heute .. morgen steht dann die große Aufgabe: 350km Rückfahrt an .. und dann heisst es endlich: URLAUB!

Misanorot im Winter

Auch wenn Teile der geneigten Leserschaft an dieser Stelle unter Umständen Kommentare über die Risiken des Wii spielens nach Alkoholkonsum, vereiste Jeans oder klemmende Rollläden erwarten würden, gibt es heut einfach nur ein paar Fotos.

Thema des Tages: Misanoroter TT im Winter. Falls jemand einen Vergleich zu Brilliantrot sucht: Ohne Sonne,  ohne Wäsche und an grauen, tristen Tagen, ist kaum einer zu finden. Mal schauen ob es jemals noch tolle Fotos mit Sommersonne geben wird…

Misanorot, 17 Zoll Winterfelgen und keine Sonne
Misanorot, keine Sonne aber dafür ein Parkplatz, der überraschenderweise quattro erforderte
Misanorot, 17" Felgen und Magnetic Ride im Zusammenspiel

Wir replizieren Marmorkuchen

Letztlich im ReWe.. Micha leicht verhungert und Dani mit der langen Einkaufsliste waren wie immer auf der Suche nach Nahrung.

Da in unserer modernen Welt die Beute ja zum Glück (oder leider) nicht mehr weg läuft, dafür aber der Händler dafür bezahlt werden möchte die Nahrung vorzuhalten, wird das Einkaufserlebnis von Herausforderungen der anderen Art dominiert: Erliege ich meiner Versuchung oder lasse ich es sein.

Während Dani ja in der Regel ganz diszipliniert einkauft, bin ich eher der impulsive Einkaufswagenschubser und so kam es wie es kommen musste: Mit hungrigem Magen kam ich vor dem Regal mit den Fertig-Marmorkuchen zum Stehen. Kaum hatte ich leise Interesse bekundet („Hmm…sowas wär auch mal wieder lecker…“) zerrte mich Dani weiter – direkt zum Koch- und Backregal. Gut, ich bin ja eher nicht der Typ zur Herstellung von ansonsten fertig verfügbaren Waren .. aber Dani umso mehr. Also sammelten wir alle notwendigen Inkredenzien zusammen und keine fünf Tage später fanden wir dann auch endlich die Zeit uns an die Arbeit zu machen.

Während Dani das Howto (altmodisches Wort: Anleitung) studierte, durfte ich die Anweisungen in die Tat umsetzen. Leider scheiterte ich schon in Schritt 1: 100ml Milch abfüllen. Blöd das Danis Werkzeug (Messbecher) diese Einteilung gar nicht kannte .. wir konnten das Problem dann aber per Schätzung doch irgendwie lösen. Was dann folgte war eifriges Rühren – irgendwann war es sogar anstrengend.

Dani voll dabei

Minuten später hatten wir sogar Zeit für ein angestrengtes Gruppenbild.

Selbstporträts mit dem iPhone - immer schwierig

Zu guter Letzt dann eine halbe Stunde im Backofen und fertig war unser Werk.

Management Attention beim Backen

Das Resultat war dann übrigens ein super leckerer warmer Marmorkuchen – das perfekte Abendbrot für einen Sonntagabend.

Kino am Sonntag: Sherlock Holmes und Up in the Air

Was unternimmt man als Abschluss eines tollen Wochenendes? Genau, man mischt sich unter’s Volk und geht mal wieder ins Kino. Nachdem es bei uns eine recht lange Phase ohne regelmäßige Kinogänge gab, haben wir uns vor Kurzem vorgenommen, die Lichtspielhäuser mal wieder ein wenig öfter zu besuchen.

Der Tag neigt sich dem Ende, Zeit für Licht aus dem Projektor

Nachdem wir uns einige Kinos hier in der Region angesehen haben, hat sich das ZKM in Karlsruhe eindeutig zu unserem Favoriten entwickelt. Von unserer Wohnung aus ist die Location in nur rund 20 Minuten bzw. 15km zu erreichen und bietet zudem ausreichend Parkplätze. Was aber das coolste am ZKM ist, ist die offene und angenehme Atmosphäre. Neben mehr oder weniger spannenden Filmen gibt es nämlich eine stylische Cocktailbar, ein American Diner (wenn man etwas mehr Geld ausgeben möchte) und eine Art Pommes Restaurant (wenn man etwas weniger Geld ausgeben möchte). Ansonsten gibt es eine über drei Stockwerke offene Architektur, einige Lichtspiele und im Saal 6 eine Lasershow vor der Vorstellung – alles in allem wird Kino so zu einem tollen Erlebnis. Einziger Nachteil am ZKM: Kartenreservierungen kann man anscheinend recht unverbindlich und mehr oder weniger anonym über das Internet vornehmen. Als direktes Resultat saßen wir schon mehrmals in angeblich ausgebuchten Vorstellungen, bei denen dann die letzten zwei Reihen recht leer waren.

Party-Feeling im ZKM

So, nun aber mal zu den cineastischen Inhalten der letzten zwei Wochen 🙂

Vorletzten Sonntag entschieden wir uns mit zumindest drei Tagen Vorlauf dafür Sherlock Holmes zu schauen. Um es kurz zu machen: Ein perfekter Film für den Sonntag Abend. Nicht zu gruselig, nicht zu anspruchsvoll, regt so gut wie gar nicht zum Denken an und bereitet kurzweilige 2h. Dazu noch gute Plätze, frisches Popcorn und bequeme Sitze, dann steht dem perfekten Ausklang des Wochenendes nichts mehr im Wege. Sherlock Holmes aus meiner Sicht ein empfehlenswerter Streifen, den man sich aber auch sehr gut auf DVD anschauen kann. Anders als Avatar profitiert der Film nicht all zu sehr von der Tiefenwirkung des Kinos.

"Mein Schaaaatz"

Eine Woche später, sprich gestern, entschieden wir uns dann sehr kurzfristig für „Up in the Air“. Die Kritiken bescheinigten George Clooney die womöglich beste Rolle seines Lebens und so ließ ich mich trotz wechselnder Gefühle was die Hauptrolle anging, zum Film verleiten. Leider waren im ZKM keine ansprechenden Plätze mehr frei und so blieb nur noch das Cineplex in Bruchsal *grmpf*. Was stört am Cineplex? Provinzkinofeeling ohne Parkplätze .. aber sonst geht’s 😉 Dafür ist die Anreise ebenfalls nicht allzu lang und die Kartenpreise sind etwas günstiger als im ZKM. Dank frühzeitiger Suche fanden wir auch einen gar nicht soweit entfernten Parkplatz und Minuten später genügend Zeit das Foyer in und auswendig zu lernen. Der Film selbst lief dann im Arthaus. Was man davon erwarten kann? Kleine  Sitze (ein wenig wie Economy Class, passt zum Film), eine kleine Leinwand und ein Bilderlebnis wie eine dreimal durchgekaute VHS-Kasette. Ehrlich .. selbst SD-TV auf unserem heimischen Flatscreen war dem um Längen überlegen. Feines Rauschen in gleichfarbigen Flächen, größere Ruckler bei starken Bildwechseln und zwischendurch immer mal wieder schwarze Kreise mitten im Bild. Ein wenig störend waren auch unsere direkten Sitznachbarn, die jede Szene ausgiebig kommentieren mussten (Es ist immer schön, wenn jemand bei jeder kleinen Überraschung laut „Oh mein Gott“ ruft) und basierend auf ihrer Körperfülle auch einige Lautstärke erreichten, die dem Soundsystem des Saals in nichts nachstand.

Der Film selbst war dann übrigens wiederum sehr gut – wenn gleich er noch etwas weniger von der Tiefenwirkung des Kinos profitierte. Gut, dies liegt vermutlich im Genre des Films begründet, tut aber nicht weiter weh. Aufjedenfall ist der Film unterhaltsam und nicht zu langweilig, regt ein wenig zum Nachdenken an, macht zugleich aber nicht zu betroffen. Wieder ein Streifen, der optimal für den Sonntagabend geeignet ist.