Kino am Sonntag: Auftrag Rache, Greenzone und Drachenzähmen leicht gemacht

Auch wenn ich hinsichtlich der Berichterstattung in letzter Zeit ein wenig nachlässig war: Wir waren trotzdem im Kino 😉

Mangels wirklich attraktiver Filme mussten wir jedoch das ein oder andere mal ein wenig von den von uns favorisierten Genres abweichen.

Den Anfang dieser „Abweich“-Serie machte Auftrag Rache mit einem leicht gealterten Mil Gibson. Während dieser vor allem in der bekannten „Lethal Weapon“-Reihe eher unterhaltsame Aktion mit einer gehörigen Prise Humor bot, war Auftrag Rache doch deutlich ernster angelegt. Von den ersten Minuten an ging es um blutige Bilder, die Folgen von Verstrahlung und ein aktionreiches Komplott.

Der Film bot einige Szenen, die zu schreckhaften Reaktionen führten, war unterm Strich aber relativ vorhersehbar. Insgesamt ein erträgerlicher Streifen, der uns zwar keinesfalls langweilte aber einfach nicht so wirklich unser Genre darstellte.

Eine Woche später verliefen wir uns dann in den nächsten Aktionen Film – „Greenzone“ mit Matt Damon. Basierend auf den Trailern, dem Hauptdarsteller und dem Regisseur vermutete ich hier zunächst einen vierten Teil der Bourne-Serie. Da ich selbige wenig mochte, freute ich mich umso mehr, dass dieses Vorurteil nicht bestätigt wurde. Greenzone befasst sich mit dem hochaktuellen Thema gefälschter Verdachtsfälle hinsichtlich der Präsenz von Massenvernichtungswaffen im Irak. Als politisch recht neutral eingestellter Mensch hatte und habe ich zu dieser Thematik zwar keine wirklich vorgeformte Meinung, fand den Input des Streifens aber trotzdem sehr interessant. Ansonsten gibt es halt (wie erwartet) viele aktionreiche Szenen und eine konsequente und zu gleich nicht zu langweilige Story.

Greenzone empfanden wir jedenfalls als deutlich angenehmere Sonntagabendunterhaltung als Auftrag Rache 😉

Am letzten Sonntag (28.03.) verschlug es uns dann im Urlaub zu „Drachenzähmen leicht gemacht“ – schon wieder etwas genfrefremd aber diesmal in 3D.

Da wir nicht die ganz großen Liebhaber von Filmvorstellungen voller Kleinkinder und unzähligen Interjektionsanhäufungen („Ahhh“, „Ihhhh“, „Uhhhhh“…) sind, wählten wir in weiser Voraussicht die 20:00 Uhr Aufführung. Das wir am Ende nur zu sechst im Kino sein würden, haben wir jedoch zunächst nicht vermutet.

Nach kurzer Werbung und mit viel Platz im Saal ging es also los und ich zweifelte die ersten 15 Minuten über, ob der Film an den Unterhaltungswert locker leichter Animationswerke ala Ice Age heran kommen würde. Doch spätestens als der auffällig „knuffige“ Drache vom Typ „Nachtschatten“ den Protagonisten Hiccup versucht anzulächeln, waren alle Sorgen vergessen. Ohne zu viel über die Story zu erzählen, möchte ich einfach nur zusammenfassen, dass „Drachenzähmen leicht gemacht“ locker leichte Unterhaltung für die Familie ist, die wirklich viel Spaß macht.

Aus technischer Sicht können die 3D-Effekte übrigens weit weniger als die bei Avatar überzeugen, auch der Detailreichtum der Texturen wirkt geringer. Das Niveau erscheint vergleichsweise aber ähnlich zu dem bei „Oben“. Nach ungefähr 1:30h ist alles vorbei und man verlässt den Kinosaal mit wenig bis keinen offenen Fragen aber einem breiten Lächeln auf den Lippen!

Schlossherr für eine Nacht

Wieder einmal eine Dienstreise nach Bayern, diesmal aber eine Unterkunft der ganz anderen Art.

Diesmal wurde uns ein ganz spezielles Hotel empfohlen, welches dann tatsächlich auch recht komfortabel war. Neben genügend Parkplätzen und einem tollen Ambiente gab es eine stimmige Zimmereinrichtung und Wohlfühlfeeling. Folgend einfach ein paar Impressionen dieses Businesstrips:

Residenz von Außen
Residenz von Außen

Auch innen ganz passabel..
Kommandozentrale am Kopfkissen

Eine Ära geht zu Ende…

..viel eher als geplant, deutlich früher als vermutet und mehr oder weniger ganz plötzlich steht es fest: Frankfurt, here we come.

Ein wenig umschweifender könnte man auch sagen: Nach weniger als einem Jahr werden wir die Region um Karlsruhe wieder verlassen um rund 100km gen Norden nach Frankfurt zu ziehen.

Alle weiteren Details folgen dann wenn es soweit ist .. aber es gibt keinen Weg mehr zurück.

Schauen wir mal, welche Herausforderungen nun so vor uns liegen (Challenge No 1: Wohnungssuche)

Run, Micha, Run…

Es begab sich Anfang August des Jahres 2009 .. Micha war auf der Rückfahrt vom Kunden und musste plötzlich schmerzlich feststellen: Beim Autofahren spannt das Hemd. Was für ein Schock..eines meiner Business-Hemden, welches sich schon längere Zeit in meinem Besitz befand, wurde plötzlich ein wenig zu eng.

Die komfortabelste Lösung wäre natürlich zu gleich eine der schönsten: Ich bin gewachsen. Der ein oder andere Centimeter würde meinen 1,70m sicher gut tun .. aber mit guten 24 ist das wohl eher unwahrscheinlich. Eine plausiblere Lösung bot leider die Waage: Ich hatte die Marke von 75kg Körpergewicht durchbrochen *autsch*

Mit der Gewissheit sogar gemäß meines BMI-Werts übergewichtig zu sein und der Perspektive in wenigen Wochen mein Wunsch-Auto abholen zu dürfen, musste dringend etwas getan werden. Schnell waren ein paar Laufklamotten und Schuhe organisiert und schon gings los. Die nächsten Wochen verbrachte ich dann damit mich ordentlich zu quälen und parallel dazu die Ausrüstung mit den Trainingsergebnissen zu skalieren.

Nach und nach ergänzte ich mein Equipment um folgende Nettigkeiten:

  • Pulsuhr: Garmin Forerunner 405 (Geburtstagsgeschenk) – der ideale, wetterfeste Begleiter zur Ermittlung sekundengenauer Trainingsergebnisse und -Fortschritte
  • Kompressionsshirt von 2XU (mittlerweile reklamiert, hat sich nämlich sehr schnell zerlegt)
  • Laufhose (3/4) von Asics
  • Laufschuhe: Asics GT2140
  • Laufjacke: Salomon

So ausgerüstet macht das Laufen gleich viel mehr Spaß und mit der richtigen Auswertesoftware (ich nutze parallel SportTracks und Garmin Connect) wird der Sport durchaus IT’ler konform 😉

Nach einem anstrengenden Herbst plagten mich dann irgenwann schlimme Schmerzen und mit den kürzer werdenden Tagen nahmen auch meine Trainingssessions ab.

Gut erkennbar: Die Winterpause, der Weihnachtsspeck und dessen erfolgreiche Bekämpfung

Dieses Jahr startete ich dann nach ca. 3 Monaten Pause wieder und versuche mich zwischen einem und drei mal pro Woche auf die Piste zu begeben.

Meine Stammrunde führt dabei teilweise durchs Weingartener Moor und rund um den Grötzinger See – insbesondere im Sommer eine wirklich tolle Strecke mit einer variablen Länge von 8 bis 11km.

Einsehbar ist eine Aufzeichnung meiner aktuellen Laufrunde hier (GPSies.com).

Aktuelle Performance liegt übrigens bei vergleichsweise schlechten 5:40min/km (war zu Spitzenzeiten mal 5:20min/km)

Jetzt wird es nur noch Zeit, dass es endlich wieder warm und die Tage länger werden.

Besuch bei der Best Of Musical Gala 2010 in FFM

Nach einem stressigen Wochenstart stand heut ganz plötzlich und fast schon überaschend unser Besuch der Best Of Musical Gala 2010 auf dem Programm.

Im Trubel der letzten Wochen hatten wir unser Kartenschnäppchen schon fast vergessen und so kam spontan Freude auf, als wir feststellten, dass diese Woche ja noch ein kulturelles Highlight im Kalender stand.
Nach einem halben Arbeitstag strichen wir also die Segel und eilten über die mehr oder weniger volle A5 gen Norden nach Frankfurt.

Keine Stunde später erreichten wir dann auch schon das Parkhaus des Messeturms, welches zwar ziemlich eng aber dafür relativ leer war. Fix einen einigermaßen geschützten Stellplatz (Ich mag so hässliche Türabdrücke anderer nicht) für den TT gesucht und schon konnten wir dem Strom an Menschen gen Festhalle folgen.

Nach wenigen Metern vermutete ich uns bereits am Ticketcounter, denn eine wirklich lange Warteschlange stoppte unseren Vormarsch. Wie sich schnell herausstellte, handelt es sich bei der hochfrequentierten Location um die Damentoilette, so dass wir zügig weiter ziehen konnten. Ein paar Schritte später erreichten wir dann tatsächlich die Kasse und erhielten nach Aushändigung unseres Vouchers die Platzkarten: Innenraum, Block D, Reihe 4, Platz 1 und 2 (Preiskategorie 1).

Gespannt ob der Halle und voller Neugier auf unsere Plätze (wir hatten spontan keine Ahnung wo sich Block D denn nun befindet) trieben wir in einem Strom hauptsächlich etwas älterer Besucher in Richtung Halleneingang. In einer Mischung aus bestem Messefeeling (so toll rumplige und wenig elegante Gänge) und aufdringlichem .. sagen wir herbem Parfüm kamen wir unserem Ziel näher und näher.

Nach einigen Minuten hatten wir unsere Plätze erfolgreich gesichtet: Block D ist einigermaßen mittig, Reihe 4 ist ganz intuitiv halt die vierte von vorn und die Plätze 1 und 2 waren ganz außen. Insgesamt recht nette Karten, nicht das Optimum aber annehmbar. Weniger überzeugend waren die aufgestellten, ziemlich unbequemen Sitzmöbel, welche aber gut zum Turnhallenfeeling passten.

Die verbleibenden 20 Minuten bis zum Vorstellungsbeginn nutzten wir dann um uns noch etwas zu stärken (Käsebretzeln für Dani, gar nichts für mich) und ehe wir uns versahen, konnte es auch schon los gehen.

Die Auswahl der Stücke war tatsächlich eine breite Mischung der Stage Entertainment Produktionen. So ging es von Chicago ging es über Sunset Boulevard, New York New York, West Side Story und Buddy Holly bis hin zu Highlights wie Tarzan, König der Löwen, Wicked und We Will Rock You. Aus jedem Musical wurden zwischen einem und drei Stücken gespielt. Das Bühnenbild bestand dabei lediglich aus beweglichen Treppen und projezierten Requisiten, welche den Originalbühnenbildern recht nahe kamen.

Während uns einige Stücke weniger gut gefallen haben, gab es auch echte Highlights. Die zwei Titel aus König der Löwen haben uns beispielsweise auf Grund der hervorragenden Interpretation (man hat den deutschen Text sogar verstanden..) und der sehr guten Bühnenleistung deutlich besser gefallen als beim „Original“ in Hamburg. Positiv hervorzuheben ist auch, dass das Treiben auf der sehr großen Bühne gefilmt und über zwei große Leinwände wiedergegeben wird .. Unabhängig vom Sitzplatz bekommt man also viel mehr von der Mimik und Gestik der Darsteller mit. Selbige haben uns übrigens absolut überzeugt und besonders Willemijn Verkaik (die wir bereits bei Wicked in Stuttgart erleben durften) hat abermals brilliert.

Eher ruhige Stücke wurden übrigens mit rockigen gemischt, so dass das Publikum nicht selten ins Schunkeln und Mitklatschen verfiel (wir eher weniger).

Insgesamt war die Best Of Musical Gala für uns ein toller Nachmittag – kurze Einblicke in unterschiedlichste Musicals mischten sich mit einer zumindest teilweise äußerst überzeugenden Bühnenleistung. Weniger schön war das Turnhallenfeeling in der Festhalle, was der Atmosphäre in einem Theater erwartungsgemäß nicht das Wasser reichen konnte.

Eröffnung der Tierstreichelsaison 2010

Nachdem der Wildtierpark Bretten ja über die Wintermonate geschlossen hatte, begaben wir uns heut pünktlich nach der Winterpause erneut zu unseren Freunden, den permanent hungrigen Tieren.

Nach einer kurzen Fahrt von weniger 20km freuten wir uns bereits über den angenehm leeren Parkplatz und enterten den Park bei recht viel Schnee, toller Sonne aber eisigem Wind mit unserem dicken Beutel getrocknetem Futter.

Wie immer fanden sich bereits nach mehreren Metern zahllose Abnehmer der von uns eigens aufbewahrten Teiggüter (manchmal habe ich ja das Gefühl Dani kauft absichtlich etwas zu viel 😉 ).

Dani - wie immer mittendrin statt nur dabei
Königin Dani und ihr Gefolge (Anmerkung: Ich fehle auf dem Bild, da ja irgendwer die Kamera halten musste)
Und dann die Hände zum Himmel...

Nachdem wir unser Futter ganz bereitwillig unter das dankbare Volk gebracht hatten, blieb noch eine große Herausforderung: Dani wollte unbedingt ein kleines Lämmchen auf den Arm nehmen. Kleinen Kindern gelingt das ja auch immer und so verbrachten wir die ein um die andere Minute damit adäquate Tierchen auszuwählen, zu beobachten und auf den richtigen Moment zu warten.

Mit viel Geduld entstanden dann diese tollen Bilder:

Dani glücklich
Lamm glücklich
Alle glücklich

Erneuter Wintereinbruch, Stromausfall und ein großer Fehler…

Nachdem die letzten Tage bei uns ja wirklich ziemlich turbulent und auch anstrengend waren, sollte dieses Wochenende mal wieder etwas Ruhe einkehren. Dies fing damit an, an einem Samstagmorgen mal wieder ausschlafen zu dürfen und setzte sich danach in einer Fahrt zum Media Markt fort.

Auf Grund des – zumindest für uns – unerwartet heftigen Wintereinbruchs änderten wir die Pläne nämlich von „Geocaching in der Vorfrühlingssonne“ auf „Assassins Creed 2 im Arbeitszimmer mit sonnenlichtähnlichen Energiesparlampen.“.  Der Besuch beim (wie immer) etwas überteuerten und trotzdem recht übervollen Elektronikhändler war schnell erledigt und so kam mir ganz spontan der Einfall: Lass uns doch mal zu BMW fahren.

Dem geneigten Leser stellt sich jetzt vermutlich schnell die Frage, was ich bei BMW will? Nunja.. ab und an soll man ja mal über die Zukunft nachdenken und bei mir manifestiert sich das gern in Überlegungen rund um Autos.

Die Steigerung des TTs wäre naheliegenerweise ein TTS oder Z4. Letzteren schauten wir uns dann auch bei BMW in Bruchsal an. Empfangen wurden wir zunächst .. gar nicht .. und so konnten wir uns erstmal rund 10 Minuten in Ruhe mit dem Z4 vertraut machen. Der Vorführer (sDrive 3.5) war zum Glück offen, bis auf das rote Leder jedoch recht schlecht ausgestattet. Auffallend ist zunächst das deutlich pompösere Amaturenbrett als im TT. Ebenso sind die Türen etwas kürzer (sehr schön für’s Parkhaus) und der Einstieg signifikant tiefer (hat was). Wenn man dann Platz genommen hat, fallen der ungewohnt kleine Tacho und die genial lange Motorhaube auf. Danach ging es dann damit weiter den Kofferraum zu inspizieren, welcher dank geöffnetem Verdeck gleich den Worst-Case wiederspiegelte. Trotzdem waren wir beide beeindruckt, wie tief sich die Öffnung nach hinten erstreckt, so dass doch einiges untergebracht werden kann.

Irgendwann nahm sich dann sogar ein Kundenberater unserer an. Nachdem ich die Lage geschildet hatte und er ausgiebig über die kleinen Sichtluken des TTs hergezogen war („…und dabei ist der TT noch eines der schöneren Autos von Audi…“) konnten wir ihn überzeugen den Schlüssel zu suchen und das Verdeck zu schließen. Danach erneute Sitzprobe und genaues Inspizieren des Kofferraums (ziemlich verwinkelt). Beim erneuten Öffnen des Verdecks gab es dann sogar einen Soundcheck der Biturbo-Maschine.

Gesamt Eindruck: Von außen richtig gut, von innen ziemlich kompromissbedürftig (Dani mochte die Beinfreiheit nicht) und ohne Sportsitze absolutes Sofafeeling. Insgesamt also okay und eine Überlegung wert, aber nicht vollends überzeugend. Klares Minus dieses Termins: Ein arroganter, wenig kompetenter und absolut unmotivierter Verkaufsberater.

Minutenspäter und um etwas Infomaterial bereichert, kamen wir wieder in unserer Wohnung an. Mir fiel gleich auf, dass mein iPhone kein WLAN fand..nanu..Sekunden später stand fest: STROMAUSFALL. Okay, blöd für Assassins Creed. Da wir auf der Rückfahrt über Konkurrenten des TTs und Z4s gesprochen hatten, hatte ich augenblickliche eine spannende Idee: Auf zum Porsche Zentrum in Karlsruhe. Okay, für die Designprodukte aus Zuffenhausen wechselte ich meinen Jack-Wolfskin Pulli dann doch gegen ein Hemd und Dani legte zumindest etwas Geschmeide an 😉

17km später steuerten wir auf den großzügigen Kundenparkplatz des Porschezentrums in Karlsruhe. Mit einem mulmigen Gefühl (wird man da ernst genommen?) entstiegen wir dem TT und mussten feststellen, dass einige Nobelkarossen auf dem Hof auf Backsteinen standen. Gut, ohne Felgen hat man einen freieren Blick auf die beeindruckenden Bremsscheiben 😉

Momente später öffnete sich uns die Tür zum PZ und sofort rief uns ein freundlicher Mitarbeiter ein offenes „Hallo“ zu. Ich sortierte zunächst noch die Eindrücke: Angenehme Musik im Hintergrund, absolut beeindruckende Autos (Cayman, Cayman S, Boxster, Boxster S, Panamera, Carreras in allen Varianten, 911 Turbo, Cayennes dieser Welt) und eine wahnsinnig offene Atmossphäre.

Während ich noch damit beschäftigt war den roten Cayman S, welcher unmittelbar im Eingangsbereich auf Interessenten wartet zu begutachten, rief sich der Mitarbeiter wieder ins Gedächtnisse: „Der wäre doch der ideale Nachfolger für Ihr Fahrzeug, oder? Was kann ich für Sie tun?“. Der Mann – übrigens modisch in Jacket, Hemd und Jeans gekleidet – stellte sich danach kurz vor und ein lockeres und äußerst informatives Gespräch nahm seinen Anfang.

Nach wenigen Augenblicken zeigte er uns dann den hinteren Kofferaum des bereits angesprochenen Caymans. Okay, ein praktisches Gepäcknetz, zwei weitere sinnvolle Klappen und eine annehmbare Ablagefläche..cool. Danach öffnete er dann aber die vordere Haube und mir verschlug es einfach nur die Sprache. Gegen diesen Stauraum ist mein TT einfach nur eine Schubkarre und der Z4 nicht mehr als Paris Hiltons Handtasche. Gedanklich verstaute ich sofort unsere Trolleys im sehr tiefen und angenehm breiten Gepäckfach und fragte mich dann nur noch, wofür ich den hinteren Kofferraum überhaupt noch brauche.

Der exorbitant symphatische Verkaufsberater musste dann jedoch kurz zum Wareneingang (er war am Samstag der einzige Mitarbeiter im Haus) und verließ uns mit den Worten: „Schauen Sie sich alles in Ruhe an, fühlen Sie sich als wäre es Ihrer!“ – cool! Wir nahmen also das erste mal in einem Porsche platz und was soll ich sagen: Kann ich  bitte sofort hier einziehen? Genial bequeme Sitze, ziemlich coole Haptik (interessanter Materialmix, coole Anmutung) und ein unbeschreibliches Feeling. Spontan nutzten wir die Zeit um uns etwas mit dem PCM genannten Radio-Navigationsgerät vertraut zu machen. Dessen Bedienung finde ich persönlich jetzt nicht den ganz großen Wurf, aber damit leben kann man aufjedenfall. Noch gieriger als im Z4 sieht man durch die Außenspiegel direkt die hinteren, geschwungenen Radkästen .. ein Anblick zum Träumen. Absolut genial sehen übrigens auch die Außenspiegel aus.. lange habe ich nicht mehr etwas so schön designtes erleben dürfen.

Wir waren gerad mitten im Studium des Innenraums, da erschien auch schon wieder der Verkaufsberater. Im Stil eines lockeren Smalltalks sprachen wir über Pros und Cons über die Faszination die dieses Auto versprüht und über diverse Ausstattungsmerkmale. Er versicherte uns an dieser Stelle auch gleich, dass sowohl Cayman als auch Cayman S mit Super betankt werden können und der Leistungsverlust kaum erfahrbar ist. Auf unseren Wunsch hin zeigte er uns Sportsitz und Normalsitz im Vergleich, jeweils beledert oder mit Alcantara bezogen. Wenn ich dran denke was es bei Audi für ein Krampf war, die Ausstattungsvarianten mal im Vergleich erfühlen zu dürfen…

Schon nach wenigen Minuten war ich absolut verliebt (so verliebt war ich in ein nicht menschliches Wesen schon lange nicht mehr) und absolut beeindruckt bis hin zu bewegt. Als der Verkaufsberater dann anfing davon zu schwärmen, wieviel Spaß diese Autos machen, wurde ich fast etwas wehmütig. Ganz offen erklärte ich ihm, dass dies unser Erstkontakt zur Marke ist und entsprechende Fahrerfahrungen daher leider fehlen. Ohne Umschweife bot der gute Mann an diesen Missstand zu beheben. Wir können gern einen Termin ausmachen um den Cayman S von Samstag Mittag bis Montag morgen zu erfahren – das sei kein Problem. Ich dachte ich hör nicht richtig. Für meine TT-Probefahrt musste ich unzählige Male mit dem Händler und der Hotline telefonieren um dann 100km bzw. maximal 3h einen 2.0 TFSI bewegen zu dürfen. Bei BMW schien man sich insgesamt zu fein. Bei Porsche wurde mir quasi ungefragt ein Wochenende mit diesem Traumwagen angeboten..ich konnte mein Glück kaum fassen.

Ziemlich platt ob der vielen Eindrücke und wiederum um etwas Infomaterial bereichert (das Porschematerial ist übrigens in Form eines Hardcoverbüchleins deutlich schöner als das von BMW) verließen wir den Verkaufstempel.

Aus der Sicht von jemandem, der Porsche bisher nur „von hinten“ kannte, konnte dieser Tag nicht besser verlaufen. In absolut entspannter Atmossphäre wurde über die Autos ebenso gesprochen, wie über andere Themen. Im lockeren Rahmen, stets freundlich und nahezu schon freundschaftlich.

Jemand der bisher leicht gezweifelt hat, ob ein Porsche ein besserer VW sei, wurde an diesem Tag zum tiefen Bewunderer der Marke aus Zuffenhausen.