Bezwingung des Großen Feldbergs

Eine harte Arbeitswoche, ein entspannter Freitag Abend und tolles Wetter am Samstag – was liegt da näher als ein entspanntes Wochenende.

Anonymer seriöser Consultant: "Eisberg voraus!"

Danis Definition eines relaxten Wochenendes sah jedoch die Besteigung des Großen Feldbergs (sowie des Kleinen Feldbergs und des Altkönigs) im Rahmen eines lediglich 21km langen Geocaches vor.

Keine 21km Anreise, auch keine 21 km Bahnfahrt .. nein, tatsächlich 21km wandern ganz zu Fuß und ohne Hilfsmittel. Eine Ausnahme gab es: Der 4kg schwere Rucksack, der mir mit viel Vertrauen übergeben wurde. Natürlich durften neben zwei Wasserflaschen, der halben Hausapotheke, einer Notration für das einmonatige Überleben in der Wildnis auch dicke Klamotten nicht fehlen. Wer konnte schon wissen, wie das Wetter in rund 1000m Höhe ist.

Voll bepackt ging es los in die Natur – den Blick immer nach vorn und damit nach oben gerichtet.

Bis zum Horizont - und 18km weiter!

Eifrig kämpften wir uns also Berg auf und nahmen Kilometer um Kilometer. Dabei nahm die Anzahl der mit uns Wandernden immer mal zu und wieder ab – ihren Höhepunkt erreicht sie aber definitiv am Großen Feldberg. Dort angekommen gönnten wir uns zwei Eis (vom letzten Bargeld) und genossen (wie viele andere Biker auch) die herrliche Aussicht. Gut, hier kann man übrigens auch mit dem Fahrzeug bis ganz nach oben fahren 😉

Blick vom Feldberg ins Tal

Nachdem wir am Feldberg noch nicht einmal 40% unserer Wegstrecke für diesen Tag erreicht hatten, ging es schnellen Fußes weiter – wir wollten ja keinen Nachtcache aus der Wanderung machen. Wenige Minuten später erreichten wir den unspektakulären kleinen Feldberg um danach den nächsten Anstieg zum felsigen Altkönig zu meistern.

Hier sah die Natur dann doch etwas anders als im Tal aus und wir erfreuten uns der wirklich idyllischen Graslandschaft, welche durch die warme Sonne in ein herrliches Licht gesetzt wurde.

Sanfte Hügel, das Tal im Hintergrund und sich wiegendes Gras im Vordergrund

Nach rund 16km erreichten wir den Altkönig und konnten trotz dunstiger Luft einen tollen Blick auf Frankfurt erhaschen. Aus diesem Blickwinkel habe ich die Metropole bisher auch noch nicht gesehen 😉

Da irgendwo arbeite ich...

Danach folgten dann nur noch 6km fast reinen Abstiegs – auch nicht wirklich entspannend. Zwischendurch dann immer mal etwas Quängelei ob der mittlerweile wirklich schmerzenden Füße und Kilometer um Kilometer nahm die Bevölkerungsdichte dann auch wieder merklich zu. Irgendwann dezimierten wir dann auch Nahrungsmittelvorräte etwas .. man war schließlich optimistisch die Zivilisation wieder zu erreichen…

Eine stolze Dani beim Auftanken

Den Cache fanden wir dann übrigens auch, die Suche danach wurde jedoch eher zur Kür dann zur Pflicht.

Anbei noch eine Aufzeichnung des Höhenprofils, damit auch niemand auf die Idee kommt das ganze wäre allzu entspannt gewesen 😉 Aus den 21km wurden am Ende übrigens sogar 23km .. aber den Unterschied habe ich dann nicht mehr wirklich gespürt.

Verlauf der Wanderung[gpxelevation=show;gpxspeedchart=hide]

Und noch ein paar Impressionen dieses spannenden aber doch sehr anstrengenden Erlebnisses…

Schlaaaand – Erinnerungen an gute Zeiten

Es ist der warme aber traurige Morgen eines frustrierenden Donnerstags .. seit weniger als 12h steht fest: Deutschland wird auch dieses Jahr nicht Weltmeister. Auch wenn ich sonst kein Fußball-Fan bin und mich innerlich frage, ob man aus „54, 74, 90, 2010“ auch „2014“ machen kann ohne das es dumm klingt, habe ich selbstverständlich mit unserer Mannschaft gezittert und mir ein anderes Ergebnis des Gemetzels gegen Spanien gewünscht.

Da selbiges aber nicht eingetreten ist und man an guten Erinnerungen festhalten soll, gibt es an dieser Stelle selbige: Fotos vom Autokorso durch Quedlinburg nach unserem triumphalen Sieg gegen Argentinien. Leider können Bilder die tolle Stimmung nicht vollends einfangen und es gab auch (im Gegensatz zum Sieg über Argentinien vor 4 Jahren) keinen Höhepunkt der lustigen Fahrzeugkolonne auf dem Marktplatz.

Trotzdem folgend ein paar Impressionen, die sicherlich viele an gute Zeiten erinnern…

Unser Fanmobil in Mitten vieler anderer
Die Polizei war auch schon da...
...genau wie die Kreisverkehrbesetzer
Freude vor historischer Kulisse
Glückliche Fahrer und Streckenposten
Das Eine kam zum Anderen
Da hatten wir noch Perspektiven...

Was fehlt? Bikini-Trägerinnen am Straßenrand, Fans die einfach so zustiegen und jede Menge Vuvuzelas 😉

Bis in vier Jahren…