Es wird Kalt: Zeit für den Winterreifenwechsel

Irgendwie habe ich ja immer das Glück oder Pech (wie auch immer man das nun sehen möchte) meine Fahrzeuge zum Anfang des Winters aber natürlich auf den schicken Sommerfelgen zu erhalten.

So war es mir auch dieses Jahr vergönnt den Cayman rund zwei Wochen lang auf seinem imposanten SportDesign Rad zu bewegen, bevor nun gestern bei angemessenen 4,5°C Außentemperatur der Wechsel auf die Winterwalzen erfolgte. Vor allem mit Hinblick auf die derzeitigen Wetteraussichten wurde der Boxenstopp wohl allerhöchste Zeit und ich war froh, nun endlich Material und Termin beim Reifendienstleister unseres Vertrauens unter einen Hut bekommen zu haben.

An einem grauen Novembermorgen war es also soweit .. ich steuerte das Reptil ein letztes mal auf seinen großen 19-Zoll Schuhen zur Werkstatt.

Ich streite jeglichen Zusammenhang mit dem Fahrzeug eines anderen Kunden im Hintergrund ab 😉

Einige Stunden später konnte ich Schnappi dann abholen .. und er sieht nun *Trommelwirbel* so aus:

Der Cayman nach den ersten Kilometern auf seinen Schneeschuhen

Wie man (trotz der schlechten Fotos) sieht, steht der Porsche im Winter nun auf original 18″ Boxster S Felgen (Hersteller BBS, Gewicht 9,7kg an der Vorderachse und 10,5kg an der Hinterachse) und gibt damit auch zur kalten Jahreszeit ein tolles Bild ab.

Das Fahrverhalten war auf den ersten Kilometern übrigens deutlich besser als mit den Sommerreifen. Nanu .. Winterreifen und besseres Fahrgefühl .. ob ich überhaupt Gefühl im Hintern und in der Lenkung hab? Ja, hab ich … der Einlagerungsbeleg des Reifendienstleisters erklärt auch ganz schnell was los war:

Die guten PZeros .. platt

Ganz kurz gesagt: Die Sommerreifen waren genau das was ich schon vermutet hatte .. nur noch etwas schlimmer: Abgefahren.

Im Frühjahr gibt es dann natürlich einen neuen Satz rundum, denn so bereift kann man wirklich nicht mehr vernünftig fahren.

Nachdem der Cooper bereits letzte Woche Donnerstag seine Hankook Icebear Winterreifen bekommen hat, ist unsere Fahrzeugflotte jetzt also für die kalte Jahreszeit gerüstet 🙂

Das erste Wochenende mit dem MINI – ein paar Fotos

Da der kompakte, nahezu asketische Beitrag mit den Fotos des Caymans so gut angekommen ist, kommt hier die Fortsetzung 😉

Das Wetter ist nahezu unverändert und die Location ist ebenfalls gleich geblieben.

Trotzdem haben wir an unserem Cooper in Form zweier AeroTwin Scheibenwischer von Bosch bereits die erste Veränderung vorgenommen .. die alten Wischer waren einfach zu verschlissen und haben dem Regensensor ein wenig zu schaffen gemacht 😉

Des Weiteren erlaube ich es mir – ebenfalls im Gegensatz zum letzten Foto-Eintrag – zwei meiner persönlichen Lieblingsfotos hervorzuheben:

MINI Emblem an der Front .. echt schick
Richtig aggressiv .. der Kleine

Extremely Urgent: Abholung unseres MINIs

Die Beschaffung des MINIs ist fast so wie die des Porsches .. nur viel schneller und einfacher 😉

Nachdem wir am 26.10. ganz unspektakulär den Vertrag für das Fahrzeug unterschrieben haben, kam es am 04.11. beim zuständigen BMW Partner an – soweit so gut 🙂 Einen Tag später erreichte der zuständige KFZ-Brief den Händler und ging seinerseits zusammen mit einer neuen TÜV-Bescheinigung am Montag den 08. auf die Reise zu uns.

Extremely Urgent - Danis mobile Zukunft
Der Beweis, dass der MINI nun zur Familie gehört

Gewappnet mit den notwendigen Unterlagen ging es also am Mittwoch, den 10. zur Zulassungsstelle nach Bad Homburg, wo wir die üblichen bürokratischen Prozesse zur Anmeldung des Fahrzeugs durchliefen. Erfreulicherweise ging alles sehr schnell und die dortigen Beamten war äußerst freundlich. Nach nur 20 Minuten verließen wir die Tiefgarage der Erhard-Anlage mit den Wunschkennzeichen und viel guter Laune 🙂

Auf Grund der ungünstigen Witterungsbedingungen und dem üblichen Verkehr auf der A5 musste ich auf dem Weg ins Büro dann noch einen kurzen Umweg über Schwalbach machen, so dass Dani noch ein (vorerst letztes) mal in den Genuss eines Chauffeurs kam.

Gegen 15:00 Uhr setzten wir dann Kurs gen Norden um den MINI aus Paderborn abzuholen. Zwar waren die Verkehrsverhältnisse ganz in Ordnung aber unerfreulicherweise sollte ein dauerhafter Regen unser Begleiter für den Rest des Abends werden. Trotzdem erreichten wir gut gelaunt aber doch schon etwas abgespannt gegen 17:30 Uhr unser Ziel und schälten uns aus den bequemen Sportsitzen des Caymans.

Was dann folgte waren die üblichen Formalitäten und anschließend eine sehr freundliche Übergabe nebst Erklärung des Fahrzeugs. Bereichert um einen Cooper und eine Flasche Sekt legten wir gleich noch einen Stop am 200m entfernten McDonalds ein .. der Tag ohne Mittagsmahlzeit hinterließ dann doch langsam seine Spuren.

Gestärkt und mit nun mehr gekoppeltem Handy (ziemliche lustige Bedienung des Navis inkl. Bluetooth Funktion im MINI) steuerten wir getrennt von einander auf die Autobahn zu .. bei Regen und dem üblichen Feierabendverkehr wär eine gemeinsame Fahrt wohl eher unangebracht gewesen. Während Dani zeitnah eine Tankstelle suchte (obwohl das Fahrzeug 1/2 voll übergeben wurde) hoppelte ich mit dem Reptil durch die Paderborner City (was für Straßenverhältnisse..) bis meine Reifen schließlich den Asphalt der rettenden A33 erreichten.

Rund 2h später war dann auch mein Kraftstoffvorrat erschöpft und der Cayman durfte das vierte mal seit er in meinem Besitz ist Nachschub fassen. Dabei zeigte sich (wieder einmal) ein durchaus fairer Durchschnittsverbrauch:

Trotz 180km/h Tempomat wo möglich und erlaubt..

Nachdem Danis Ankunftszeit gemäß eines kurzen Telefonats noch 5 Minuten vor meiner sein sollte, muss ich den Rest der recht leeren A5 dann doch etwas beschleunigt hinter mich bringen. Wie sich herausstellte, war der kleine Cooper jedoch nach wie vor hinter mir .. wenn auch nicht wirklich weit entfernt.

Gegen 20:43 Uhr stellte ich das Reptil ziemlich müde aber erleichtert in der Garage ab .. und noch während ich den Motor stoppte bahnte sich ein kleiner Cooper den Weg durch unsere Einfahrt .. beeindruckend. Glücklich erreichte Dani mit ihrem neuen Gefährt weniger als Minute nach mir den heimischen Parkplatz und wir waren beide recht froh den 500km langen Nachtflug durch den Regen ohne Blessuren beendet zu haben.

Heut morgen wartete der kleine MINI dann ganz brav auf unserem Parkplatz, wenn gleich ich mich dann doch für den Porsche entschied 😉

Danis Cooper in Wartestellung
Schicke Front dank Chrom Paket, Sparkling Silver Metallic und Xenon

Bei soviel automobiler Freude lachte heute morgen sogar mal wieder die Sonne .. ganz zum Freude meiner Kurventauglichkeit

Sonnenaufgang auf der A66, 2km vom Ziel entfernt
Und Sonnenaufgang vom Arbeitsplatz aus

Was gibt’s jetzt noch zu tun? Die Winterreifen für den MINI müssen her (schon besorgt) und ein paar Racing Streifen nebst Tönung der hinteren Scheiben wären schick 😉

Das erste Wochenende mit dem Porsche – ein paar Fotos

Auf vielfachen Wunsch nun endlich ein paar Fotos vom Cayman.

Leider war bzw. ist das Wetter schlecht und das Auto naturgemäß etwas schmutzig. Darüberhinaus sind die Kennzeichen leider noch nicht eingetroffen – selbige sollten jedoch morgen ihren Weg an das Reptil finden.

Nun also ohne große Worte einfach ein paar Eindrücke des Fahrzeugs (entstanden auf dem Parkplatz des Waldschimmbads in Kronberg):

Es regnet, es regnet .. Zeit zum Shoppen

Das erste Wochenende mit dem Porsche und nach vielen arbeitsreichen Tagen, sollte nun jeder nachvollziehen können, dass es nur EINEN Plan geben konnte: Ein Ausfahrt in den Taunus. Mit „jeder“ fühlen sich vermutlich auch alle angesprochen .. bis auf Mutter Natur.

So wurden wir heute morgen vom sanften Prasseln eines herbstlichen Tiefdruckgebiets geweckt, dass die Landschaft mit einem leichten Sprühregen überzog und die Straßen in der Umgegend in einen nicht wirklich Porsche-freundlichen Zustand versetzte. Nasser Asphalt in Kombination mit jeder Menge Laub und noch relativ wenig Gewöhnung an das Fahrzeug deuten uns, eine alternative Tagesplanung zu erarbeiten.

Spontan entschlossen wir uns der Zeil bzw. den umliegenden Shops einen Besuch abzustatten (natürlich nicht ohne Hintergedanken) und begaben uns Minuten später auf die auf 100km/h limitierte A5. Einige Kilometer später fanden wir uns dann in der Innenstadt wieder und dank mangelnder Ortskenntnis und einer fehlenden Harmonie zwischen Parkhaus und Navi wurde die Suche nach einem sicheren Stellplatz doch zu einer größeren Herausforderung. Hierbei zeigte sich abermals, dass die junge Beziehung zwischen Reptil und Fahrer nicht die optimale Basis für „Downsizing“-Parkhäuser darstellt 😉

Irgendwann war jedoch ein temporäres Heim für den Cayman gefunden uns als nachsichtiger Freund stellt man die Bedürfnisse des Autos natürlich hinten an und überfällt erstmal den ein oder anderen Klamottenladen. Erfreulicherweise bietet das myZeil jede Menge Schutz vor dem Regen und Dani konnte das ein oder andere ansprechende Teil ergattern. Dabei tat es ihr eine „Kuschelweste mit Kapuze“ (Zitat Dani) ganz besonders an:

Ein Bär mitten in Frankfurt

Schließlich waren der Kleidungsstücke genug eingesammelt und wir steuerten das Ziel des Tages an: Das Ladengeschäft des Leder- und Kofferspezialisten Koffer24.de. Unser Begehren bestand in einem neuen Notebook-Trolley sowie – falls verfügbar und ansprechend – einem passenden Koffer für den Heckkofferraum des Reptils. Nun gibt es natürlich original Zubehör bei Porsche, was optisch sehr ansprechend und natürlich auch ziemlich passgenau ist .. aber irgendwie ist ein Koffer mit fettem „PORSCHE“-Schriftzug vielleicht auch nicht immer der optimale Begleiter. Wie dem auch sei .. wir entschieden uns für Koffer vom gleichen Hersteller wie die Porsche-Koffer, aber ohne das zusätzliche Branding: Ware von RIMOWA sollte es sein (sehr interessanter Artikel dazu auch hier). Da die Hersteller-Homepage vorher schon ausgiebig studiert worden war, reduzierte sich das Maß der erforderlichen Beratung auf ein Minimum. Diese erfolgte trotzdem sehr kompetent.

Nach einigem Grübeln entschieden wir uns für den VorOrt Kauf eines Trolleys aus der Salsa Serie mit 23l Fassungsvermögen und eines passenden Reisetrolleys aus der gleichen Serie mit 66cm Kantenlänge und 63l Fassungsvermögen – beide Artikel in silber. Für die Zusammenstellung gab es einen fairen Nachlass und nach nicht ganz 15 Minuten verließen wir glücklich den Laden – eine ganz klare Empfehlung für alle Koffer- und Tascheninteressierten, die die Artikel auch mal anfassen wollen.

Unsere neuen Reisebegleiter
Auch zusammen ein tolles Team

Noch ein paar Worte zu den möglichen Koffern aus dem Hause Porsche: Passend für den Cayman sind laut Tequipment Katalog zwei AluFrame M Koffer für den hinteren Kofferraum, welche 52,5 x 39 x 24,2cm messen und 42l fassen oder zwei AluFrame L (56 x 45 x 24,2cm, 51l Volumen). „Unser“ Salsa Trolley 63l (ArtNr 856.63) misst 66 x 45 x 25cm und würde laut pff ebenfalls 2x in den Kofferaum passen, was quasi ideal ist.

Salsa 63l hinter dem Motor - links und rechts durchaus noch Platz vorhanden
Sitzt, wackelt nicht und hat nach oben auch kaum mehr Luft

So gewappnet bin ich mehr als optimistisch unser Reisegepäck auch in Zukunft sicher durch die Lande zu bewegen. Für den Bugraum werden wir vorerst unsere bestehenden Trolleys weiterverwenden, welche sich ebenfalls sehr gut einfügen. Für den Fall das Danis Schuhsammlung weiter anwächst, bietet sich natürlich die Anschaffung eines weiteren identischen Trolleys an, welcher dann bequem auf dem Motor Platz nehmen darf. In diesem Fall wäre jedoch die Anschaffung des Gepäcknetzes zu eruieren oder zumindest ein Spanngurt zur Sicherung der Ladung empfehlenswert.

Zu Hause angekommen war ein neuer alter Bekannter übrigens (und zum Glück!) immer noch da: Der Bär 😉

Das Highlight: Die Öhrchen

Tag 2 mit dem Cayman: Mein iPhone ist zu doof

Wie gestern bei der Übernahme des Caymans schon beobachtet, vermag mein iPhone sich nicht mit meiner „großen“ Freisprecheinrichtung, dem Telefonmodul des PCMs verbinden. Da das PCM ja im Display auch äußerst deutlich die Suche nach Telefonen mit Unterstützung des „SIM Access Profiles“ ankündigt, war mir die Fehlerursache relativ schnell klar.

Ganz kurz hatte ich die Hoffnung, dass das PCM vielleicht automatisch auf das vom iPhone unterstützte „Handsfree“-Profil zurückschaltet .. tut es per Default jedoch nicht. Mehrere Beiträge bei pff (z.B. dieser hier) beschreiben alle das gleiche Problem und die gleiche Lösung: Fahr ins PZ, lass die Freisprecheinrichtung unter Verlust der RSAP-Fähigkeiten „downgraden“ und freu dich dann über die erfolgreiche Interaktion zwischen iPhone und PCM. Wie an mehreren Stellen nachzulesen ist, ist die „Operation“ wohl recht schmerzfrei, schnell gemacht und auch reversibel .. klingt perfekt.

Da so ziemlich jeder 911er, Boxster oder Cayman-Fahrer mit dem Telefonmodul für das PCM und einem Nicht-Nokia Mobiltelefon genau mein Problem haben dürfte, ging ich von einer problemlosen Abwicklung im Porschezentrum aus.

Folglich rief ich mutig beim ganz großen PZ dieser Region an und .. scheiterte bereits an der Empfangsdame.

Ich sag: Ich hab Schwierigkeiten mit der FSE meines Caymans.. können Sie mich bitte mit dem Kundendienst verbinden?
Sie sagt: Wollen Sie einen Termin machen?
Ich sag: Gern – wenn ich weiss, dass Sie mir helfen können.
Sie: Ich weiss nicht, ob unser Kundendienst das am Telefon feststellen kann….

ARGH

Um es kurz zu machen: Es hatte kein Berater Zeit und unter Angabe einiger Daten zu Fahrzeug und Fahrer wurde mir ein Rückruf in Aussicht gestellt.

Rund 1,5h später langweilte sich das iPhone immer noch auf dem Tisch und meine bereits eh tendenziell negative Einstellung zum angesprochenen PZ verleitete mich dazu einer Empfehlung aus dem Internet zu folgen und das in der Region wohl bekannte und mit einem hervorragenden Ruf bedachte PZ Hofheim anzurufen.

Schnell wurde ich von der Empfangsdame mit einem Kollegen vom Service verbunden und noch während ich versuchte meinen ersten Satz mit den Worten „Cayman, Telefonmodul und iPhone“ klangvoll zu bilden, lachte mein Gegenüber freundlich auf. Bereits in diesem Moment war klar: Er kannte mein Problem, er kannte die Lösung und ich wusste, dass er mir helfen kann. Der sehr positive Eindruck setzte sich dann in der raschen Terminabsprache fort: „Wollen Sie einfach zwischen 14:00 und 15:00 Uhr vorbeischauen? Dann können wir das Problem zügig lösen. Einziger Wehrmutstropfen: Der SIM-Karten Slot wird dann nicht mehr funktionieren, da wir das Telefonmodul herauskodieren müssen.“ Perfekt 🙂

Ironischerweise bequemte sich das andere große PZ mich dann einige Minuten später doch noch zurückzurufen. „Sie haben einen Cayman .. und haben Sie denn die Bluetooth Freisprecheinrichtung?“ Ehm .. nein .. ich hab das Telefonmodul. „Ja .. verwenden Sie denn eine separate SIM-Karte?“ Ehh .. nein .. auch nicht … „Was wollen Sie denn dann mit dem iPhone?“ Vielen Dank für das Gespräch!

Kurz vor 14:00 Uhr setzte ich also die Segel gen Hofheim und nahm unterwegs noch eine persönliche Erstbetankung vor .. nachdem rund 54 Liter im Tank verschwunden waren, schickte mich das PCM auf die A66, über die ich nach wenigen Minuten auch schon das Ziel der Reise erreichte. Vor Ort war erstaunlich viel los, so dass ich das Reptil gar mitten auf dem Platz abstellen musste .. nun gut. Drin angekommen traf ich nach einer kurzen Wartezeit auch schon auf den freundlichen Mitarbeiter vom Service, den ich telefonisch bereits kennen gelernt hatte. Er konnte sich sofort an mich erinnern und begab sich inklusive Cayman in die Werkstatt – nicht ohne mir einen Kaffee oder Cappuccino angeboten zu haben.

Keine 11 Minuten später stand der Porsche schon wieder vor dem Gebäude. Nach einem kurzen Funktionstest wurde ich mit den Worten „Gute Fahrt und viel Spaß noch mit dem Fahrzeug!“ verabschiedet. Ich konnte es kaum glauben. Nachdem mir mit dem TT ja ähnliches passierte und ich wenige Tage nach der Abholung aus Ingolstadt das Fahrzeug erst einen ganzen Tag lang dort lassen musste und man sich dann noch unsicher war, ob man diese Dienstleistung über die Garantie denn abwickeln könne .. ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ein toller zweiter Tag mit dem Porsche und ein mehr als gelungener Einstand für die zukünftige Zusammenarbeit mit dem PZ Hofheim!

Ich warte auf dich 🙂

Der lange Weg zum Porsche .. und der längste letzte Meter

Über 6 Monate hat sich die Wartezeit von der Probefahrt über die Bestellung bis zum vermeintlichen Übergabetermin gezogen .. und doch sollte der letzte Tag offensichtlich der spannenste werden.

Nicht einfach: Mitten in der Nacht aufstehen, Bahn fahren, Verspätung ertragen, Registrierungsprozedur durchlaufen, tolle Fotos vor dem Standardhintergrund machen .. nein .. Spannung war die Devise des Tages.

Freitag, der 29.10.2010:

07:16 Uhr: Die Nacht ist beendet

10:00 Uhr: Langsam könnte der finale Anruf des Flottendienstleisters kommen .. kann der Porsche heute noch abgeholt werden? Oder sollte es doch eine weitere Verzögerung geben..

10:55 Uhr: Ein Telefonat ergibt ein ganz klares „Go“ für den späten Nachmittag bzw. frühen Abend. Die Sachen werden gepackt, die Musik für die Rückfahrt vorbereitet, die Vorfreude steigt.

12:00 Uhr: Stärkende Mahlzeit, packen der Notfallausrüstung nebst Notrationen .. man weiss ja nie was noch passiert

12:58 Uhr: Ein vernichtendes Telefonat. Auf Grund nicht vorhergesehener Umstände (mehr soll hier einfach nicht gesagt werden) muss die Abholung bzw. mögliche Auslieferung des Fahrzeugs endgültig verschoben werden. Es wird kein sonniges Herbstwochenende im Harz geben, dafür aber auch keine 1000km lange Abholfahrt.

Dienstag, der 02.11.2010:

Nahezu ein Jahr (genau 7 Tage fehlen dann doch) nach der Abholung des TTs in Ingolstadt soll es heute wirklich soweit sein. Diesmal soll das Reptil aber nicht abgeholt werden sondern es erfolgt die Lieferung direkt nach Frankfurt.

10:31 Uhr: Nach einem viel zu langen Wochenende und einem äußerst zähen Morgen ist meine Ansprechpartnerin beim Flottendienstleister wieder erreichbar und löst meine nervliche Anspannung mit dem vielsagenden Satz: „Heut Abend sitzt du in deinem Auto“

11:33 Uhr: Die Abholung und anschließende Zustellung des Caymans vom Porsche Zentrum bzw. zu mir wurde initiiert. Jemand ist jetzt endgültig auf dem Weg zu „meinem“ Auto und wird selbiges hoffentlich wohlbehalten zu mir bringen. Die letzten Stunden des Wartens sind angebrochen.

16:46 Uhr: Telefonisch wird eine Bereitstellunguhrzeit von 19:00 Uhr in den Raum gestellt .. was lange währt, wird hoffentlich gut ..

18:46 Uhr: Telefonischer Kontakt zum Überführungsfahrer. Der Navi meldet eine geschätzte Ankunftszeit von 20:06 Uhr. Eigenartig, wenn die letzten Stunden immer länger werden 😉

19:58 Uhr: Der finale Anruf: „Ich stehe vor Ihrem Gebäude.“

Mit jeder Menge Herzklopfen nehme ich die wichtigsten Dinge an mich und begebe mich in den Fahrstuhl. Der Blick auf den Etagenanzeiger versetzt mich in die Lage eines Kosmonauten der auf den Start des Spaceshuttles wartet. Quälend langsam aber unaufhaltsam (Abends um 8 ist der Fahrstuhl nicht allzu frequentiert) zählt der Countdown runter und bringt mich dem Reptil Meter für Meter näher.

3 ………. 2 ………. 1 ………. E

Gemächlich, unwissend das sie das letzte Hindernis zwischen dem Cayman und mir sind, gleiten die Fahrstuhltüren auf und entlassen mich auf den Gebäudeflur. Hastig stürze ich auf die Eingangstür zu, versuche eine Fahrzeugsilhouette durch die Spiegelungen im Glas zu erkennen .. es gelingt mir nicht.

Eine letzte Tür die geöffnet werden will, dann ein eiliger Blick von rechts nach links (ganz brav) .. nichts .. nichts .. nichts .. SUPER HELLE LED-Tagfahrleuchten 🙂

Da steht er .. einfach so .. schweigend wartet das Reptil auf mich – schwarz, flach und unheimlich sexy. Mit Herzklopfen und Kribbeln im Bauch (da waren Sie die wieder, die Gefühle von der Fahrzeugabholung vor einem Jahr in Ingolstadt) gehe ich auf das Fahrzeug zu, greife beherzt nach dem Türöffner und geselle mich zum Überführungsfahrer in den kompakten Innenraum.

Schnell sind die notwendigen Formalien erledigt und nach gut 15 Minuten überreicht er mir den Schlüssel zu meinem Porsche – ein tolles Gefühl. Einige Minuten später dann das erste Aha-Erlebnis, als mich wildfremde Passanten darauf ansprechen was das denn für ein „geiles Teil“ sei 😉 Leider gab es auch den ersten Rückschlag: Mein iPhone und das PCM wollen keine Freunde seien. Ein wenig Googeln rund eine Stunde später ergab Antipathien auf Grund des Telefonmoduls für das PCM, welches darauf besteht RSAP sprechen zu wollen. ToDo: Besuch im Porschezentrum und Umkodieren des PCMs.

Nach rund 20 Minuten des Einlebens führt meine linke Hand den Schlüssel dann endlich ins Schloss und mit einem lebhaften Grummeln melden sich die 6 Zylinder hinter mir zum Dienst. Gleich ist es soweit – die ersten Meter im Cayman ohne S – stehen an .. wird er mich enttäuschen? Elegant und mit viel Gefühl (ich hatte ganz vergessen wie sensibel Kupplung und Gaspedal arbeiten) werden die ersten Kreuzungen und Kreisverkehre durchfahren. Das PCM spielt dazu das aktuelle David Garrett Album während das Kurvenlicht eifrig um seinen Mittelpunkt rotiert – so muss das sein.

Irgendwann ist die Auffahrt auf die A66 erreicht und da ist es wieder: Das Fauchen des Triebwerks. Ob der langen Zeit zwischen dem Cayman S Testdrive und der Übergabe „meines“ Caymans ist ein Vergleich des Sounds und der Fahrleistungen natürlich mehr wirklich möglich. Ich stelle für mich nur fest: Es klingt toll, es beschleunigt toll .. es macht mich glücklich. An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass die Entscheidung gegen den S quasi vordefiniert war, da selbiger „out of scope“ gewesen wäre.

Die A66 bestätigt mich dann in dem intensiven Wunsch einen Tempomaten an Bord haben zu wollen, der nun doch sehr hilft die erlaubte Maximalgeschwindigkeit einzuhalten. Während mich die straffen Sportsitze sicher halten, stelle ich fest, dass das Feedback des Tempostaten doch sehr minimalistisch ist. Programmierte Zielgeschwindigkeit? Nö. Gespeicherte Geschwindigkeit? Nö. Es gibt ein grünes Licht das sagt „Ich regel deine Geschwindigkeit .. den Rest machst bitte du!“. Damit kann man leben, man muss es nur wissen 😉

Auf dem Rückweg von Schwalbach nach Friedrichsdorf über die A5 dann das nächste Aha-Erlebnis. Ein zügig über die linke Fahrspur gleitender 911er lädt uns zu einem kurzen Stück des Synchronflugs ein .. und ich sage nicht nein. Betört auch vom Sound des „kleinen“ Caymans und wenig verwöhnt von den verschiedensten Europcar Fahrzeugen kriege ich das breite Grinsen kaum mehr aus dem Gesicht.

Es ist kurz nach 21:00 Uhr als ich den Cayman mit viel Adrenalin im Blut Rückwärts in der Garage abstelle und das Abenteuer Auto für heute als beendet erkläre.

Endlich angekommen..