Baufortschritt der Victory – (fast) klar zum Auslaufen

Nachdem in ca. drei Wochen das standesgemäße neue zu Hause der Victory geliefert werden soll, konnte ich die Arbeiten im Trockendock glücklicherweise erfolgreich voran treiben 😉 Dank Danis unermüdlichem Einsatz ist die aufwändige Takelage nun (zum Glück) zum Großteil angebracht und auch insgesamt fehlen nur noch wenige Details.

Demnächst werden wir noch die Flaggen anbringen, die Takelage komplettieren und eventuell das äußere Beiboot montieren.

Primär geht es jetzt aber erstmal mit dem nächsten Projekt weiter .. dem Bau der Portugiesische Fregatte „D. Fernando II e Glória“.

Nun aber ein paar Impressionen von dem – für uns sehr herausfordernden – Bausatz:

Die Victory von ihrer Schokoladenseite
Unter vollen Segeln (aber noch ohne Anker)
Auch von der Seite eine gelungene Arbeit (nächstes mal gibt's hochwertigeres Takelgarn)
Im Mittelpunkt: Der äußerst aufwändige Heckspiegel
Zahlreiche Details auch im Bugbereich

Ein Tag in Wolfsburg

Wie jedes Jahr so haben, haben wir auch zu Danis diesjährigem Wiegenfest versucht etwas nicht ganz alltägliches zu unternehmen. Die letzten Jahre ging es beispielsweise ins Aqualand nach Köln oder ins Otterzentrum nach Hankensbüttel. Dieses Jahr stand ein Besuch im Phaeno in Wolfsburg auf dem Plan .. mit anschließender Teilnahem an der Off Road Experience in der Autostadt.

Da Danis Geburtstag dieses Jahr zwar taktisch günstig hinsichtlich möglichst leerer Museen (keine Ferien in den umliegenden Bundesländern) aber nicht in unseren Urlaub fiel, war der Start in den Tag etwas stressig. Nach 400km Fahrt quer durch die Nacht und anschließenden 6,5h Schlaf ging es früh morgens schon wieder auf die Autobahn .. der Tag war schließlich straff geplant. Bei widrigen Witterungsbedingungen aber wenig Verkehr gelang uns die Anreise in das schützende Parkhaus des Erlebnismuseums bei -3°C und Nebel in nur 1:15h.

Das Geburtstagskind - hellwach wie immer
Der Chauffeur - aufmerksam wie immer
Das Winterwetter - dafür Porsche-freundliche Geschwindigkeitsanzeigen am Horizont

Nachdem wir rasch den obligatorischen Obulus für freudiges Entdecken und Experimentieren auf 9000m² entrichtet hatten, startete auch schon unser phaeno-Erlebnis. Unmittelbar nach der Rolltreppenfahrt vom Empfang in den Erlebnisbereich wurden wir von einer freundlichen Dame begrüßt, die uns kurz das Prinzip erklärte und einen groben Überblick über das Museum gab. Gleich danach standen wir in mitten jeder Menge Spiegel, zwischen wenigen Neugierigen und ein wenig unentschlossen, wo wir denn nun beginnen sollten.

Technische kühle Atmossphäre bei gedämmten Licht - macht Lust auf mehr

In den nächsten 5,5h sammelten wir sehr viele Eindrücke und praktische Erfahrungen in den Bereichen Magnetismus, optische Täuschungen, Biologie, Dynamik des Wassers, Eigenheiten des Lichts, des Schalls und noch einigen Anderen Bereichen, die ich spontan gar nicht so einfach gruppieren kann. Besonders toll ist dabei die Freiheit, die man im Phaeno genießt. Ob man nun eifrig an einem Generator kurbelt, im schiefen Haus rumkrabbelt oder Wasser in Schwingungen versetzt .. nie fühlt man sich beobachtet oder bedrängt.

Spannende Experimente so weit das Auge reicht

Garniert wird das Erlebnis dabei primär von zwei Eindrücken:

  1. Experimentieren ist anstrengend 😉 Überall kann gekurbelt und gedrückt, geschoben und gezogen werden .. und das kostet Kraft. Die Wasserstoffrakete zu starten kostet ebenso Kraft wie den Generator zu betreiben, der letztendlich den Mixer in Bewegung setzt. Ohne körperlichen Einsatz macht das phaeno deutlich weniger Spaß .. und mittendrin statt nur dabei wirken die einzelnen Stationen viel lebendiger
  2. Wer verstehen will, muss lesen. Einfach mal wild den roten oder grünen Knopf drücken, bringt einen oft ebenso wenig weiter wie das wilde Kurbeln oder Öffnen von Ventilen. Bei vielen Stationen muss kurz erlesen werden um was es geht und wie der Apparat zu bedienen ist. Das macht Spaß .. bereitet aber nach mehreren Stunden doch eine gewisse Mühe
  3. Je leerer desto besser. Nahezu alle Experimente sind für ein bis maximal zwei Personen gedacht. Wer nicht warten will, der sucht sich am besten (wie wir) einen Wochentag an dem keine Ferien sind, hat Glück das nur wenige Gruppen da sind und ist zudem recht früh da
Nur keine Schwäche zeigen .. der Mixer läuft nicht von allein
Ebenso wenig wie die Leuchte ohne Energie leuchtet ("Hab Ausdauer! Den Generator in Bewegung zu setzen kostet viel Kraft!")

Sehr schön und unterhaltsam ist übrigens auch eine an einen Beamer angeschlossene Wärmebildkamera 😉

30.8°C warmes Geburtstagskind
Schlange vs. Micha

Nach solchen eher entspannenden Eindrücken gab es auch etwas mehr Aktion in Form eines Besuchs beim Bett des Fakirs. Es kostet doch eine gewisse Überwindung sich hinzulegen und anschließend den Hebel zum Ausfahren der Nägel zu drücken .. solche Eindrücke sind es aber doch die einem im Gedächtnis bleiben 🙂

Daumen hoch - der Vorkoster muss vortesten
Auch Dani zeigt Mut

Besonders beeindruckend und gleichzeitig verwirrend ist übrigens das schräge Haus, welches in Form eines geschlossenen und stark geneigten Raums den menschlichen Gleichgewichtssinn ziemlich durcheinander bringt.

Lässig..

Um diesen Beitrag nicht völlig zum Bilderbuch werden zu lassen, nun nur ein paar ausgewählte kommentierte Impressionen.

Da wäre zunächst die toll in Szene gesetzte Wasserlandschaft:

Kinderparadies - zum Glück zu diesem Zeitpunkt wenig frequentiert

Weiter geht’s mit dem absolut beeindruckenden und zugleich leicht verwirrenden unendlichen Würfel:

Soviel wir..

Und abschließend: Europas größter, künstlicher Feuertornado in Aktion:

Wird bis zu 6m hoch und stündlich heraufbeschworen

Nach vielen tollen Stunden des Experimentierens ging es schließlich gegen 14:30 Uhr zum wohlverdienten Mittagessen in die Lagune Foodhalls in der Autostadt – zu erreichen in wenigen Minuten über eine luftige Gangway. Nach einem würdigen ersten Gang in Form von Schweinerücken für Dani (und Pommes für mich) teilten wir uns anschließend ganz romantisch einen Eisbecher (für ambitionierten 1,90€ pro Kugel). In entspannter Atmossphäre überbrückten wir so die letzten Minuten bis zum zweiten Highlight des Tages – Danis Teilnahme an einer Fahrt durch den frisch umgebauten Touareg Geländeparcours.

Nach einem kurzen Meet and Greet mit dem Instruktur ging es auch schon in einem neuen Touareg auf den Parcous. Während ich als passiver Beifahrer auf der hinteren Sitzreihe genügend Zeit hatte mir den überarbeiteten SUV anzuschauen (eine wirkliche tolle Weiterentwicklung .. gefällt mir deutlich besser als der Touareg der ersten Generation) erhielt Dani wertvolle Hinweise um uns und das Fahrzeug sicher durch die Offroad-Strecke zu bringen. Einige Minuten später war es auch schon so weit und Dani steuerte uns gefühlvoll über Verwindungsstrecken, durch Wasserstraßen, über Wippen und entlang von Kippstrecken. Dabei zeigt sich, dass die Autostadt den bereits etwas in die Jahre gekommenen Parcours ansprechend überarbeitet hat .. so macht das Wiederkommen Spaß.

Bei guter Stimmung und mit Hilfe eines sehr freundlichen und sympatischen Instruktors vergingen die 40 Minuten viel zu schnell und so fanden wir uns ganz plötzlich wieder am Rand des Mittellandkanals wieder.

Der Beweis, dass Fahrerin und Fahrzeug auch nach dem Parcours noch gut aussehen

Anschließend ging es für uns nach einem eindrucksreichen und spaßigen Tag in Wolfsburg – mit schweren Beinen und einem Kopf voller neuer Erinnerungen – wieder gen Heimat.

Viele Weitere Impressionen dieses tollen Tags folgen nun in unkommentierter Form: