Jahrestreffen 2011 des Elfertreffs

 

180 Porschis and me...

Ich denke es gibt keine treffendere Möglichkeit um unsere Sonntagsbeschäftigung dieses Wochenende ohne große Umschweife zu beschreiben 😉

Um nun aber doch ein wenig mehr ins Detail zu gehen, muss ich ein paar Tage vorher anfangen. Da stand der kleine Cayman nämlich eher grau als basaltschwarzmetallic traurig in der Garage, nach einem längeren Kundentermin und vielen Autobahnkilometern übersät mit Insektenleichen und innen gezeichnet vom Abdruck schmutziger Schuhe. In einer langen und anstrengenden Session (bei schönstem Sonnenschein und begleitet vom Zwitschern eifriger Vögel) folgte also eine Handwäsche mit anschließender Klarspülung, Felgenreinigung, Abledern, Kunststoffpflege innen und außen, Politur mit Meguiars Tech Wax 2.0 und Reinigung aller Glasflächen. Nach nur rund 4h war Schnappi also wieder ausgehfertig .. für unser zweites größeres Porschetreffen.

Um 07:45 Uhr klingelte unser Wecker daraufhin an einem Sonntag Morgen (!) und kurze Zeit später setzten wir bereits die Segel gen erstem Treffpunkt nahe Butzbach. Dank idealer Verkehrsverhältnisse erreichten wir das Ziel pünktlich und konnten uns von dort begleitet von zwei anderen Zuffenhausenern entspannt zum Ziel leiten lassen. Als eines der ersten Fahrzeuge erreichten wir die Kellerwaldhalle in Frankenau pünktlich um 10:00 Uhr und konnten uns folglich einen sehr guten Platz sichern. Anschließend hatten wir drei Stunden Zeit um bei wechselhaftem Himmel (aber stets ohne Regen) die nicht endende Flut anströmender Porsches zu bewundern, leckeren Kuchen sowie Gegrilltes zu essen und viele Benzingespräche zu führen.

Nach und nach fanden sich über 150 Sportwagen an der Location ein (mehr Startnummern waren gar nicht vorgesehen), während dem Highlight – der Ausfahrt – gehen die Organisatoren aktuell von 180 – 200 teilnehmenden Fahrzeugen aus und die Stimmung war bei aufreißendem Himmel sehr positiv.

 

Blauer Himmel, strahlender Gesichter, gepflegte Fahrzeuge (und das ist nur die Vorderseite des Geländes)
Schnappi mittendrin

Die Vielzahl der Modelle an diesem Tag war sehr schön und so hatten wir ausgiebig die Möglichkeit Porsches aus den verschiedensten Baureihen und Jahrgängen zu bewundern. Was dabei immer wieder auffiel, war der enorme Pflegegrad. Kaum ein Fahrzeug hatte eine größere Menge Fliegenleichen an der Front .. von Beulen oder Kratzern sowieso keine Spur. Fazit: Die obligatorische Reinigung vor dem Treff war durchaus angebracht 😉

 

Dank Namensschild keine Bildunterschrift erforderlich 😉

Gegen 12:45 Uhr setzte dann ganz plötzlich eine merkliche Unruhe ein, denn die ersten Teilnehmer starteten ihre Fahrzeuge. Wenn sich >150 Autos in kürzester Zeit von einem Parkplatz entfernen wollen, führt das natürlich zwangsläufig zu einer gewissen Wuselei, die aber nach und nach und ganz entspannt aufgelöst wurde. Fahrzeug für Fahrzeug bog auf die Landstraße ein und begab sich somit auf die rund 30km lange Strecke zum Edersee.

 

Aufbruchsstimmung

Diese 30km waren – neben dem Treffen an der Kellerwaldhalle – das absolute Highlight des Tages. Zuffenhausener so weit das Auge reicht .. am Horizont genau wie im Rückspiegel. Es ist absolut beeindruckend, wenn sich nach jeder Kurve eine nicht enden wollende Perlenkette an Porsches aufreiht, Menschen in den umliegenden Dörfern stehen bleiben und Fotos bzw. Videos machen und der tragende Klangteppich zahlloser Boxermotoren ab und an von einem heiseren Aufschrei einer Sportabgasanlage unterbrochen wird.

Bei wechselndem Tempo (vor den Ortschaften kam die Kolonne teilweise zum Stehen, auf den Landstraßen waren streckenweise kollegial 100km/h möglich) begaben wir uns mit einem breiten Grinsen gen Staumauer .. der Tag hätte schöner nicht sein können.

 

Modelle aller Baureihen mit einem gemeinsamen Ziel

Nach einigen schönen Kurven und ausgiebiger Bewunderung der wirklich malerischen Landschaft, erreichten wir das Tagesziel in Form des Edersees. Natürlich verursache unsere Kolonne auch dort eine gewisse Unterbrechung des normalen Straßenverkehrs und führte zu vielen neugierigen Gesichtern.

 

Dani (wie immer) hochmotiviert kurz vor der Staumauer

Nach einem letzten Stopp ging es dann wiederum im Kriechtempo in Richtung Ederseestaumauer, die nur mittels Sondergenehmigung (und davon gibt es pro Jahr maximal drei) befahren werden darf. Wir hatten so eine und so durften wir mit polizeilich geregeltem Verkehr, unterstützt von der lokalen Feuerwehr und unter den Augen vieler beeindruckter Spaziergänge ganz langsam auf das Bauwerk zu und schließlich auch drauf rollen.

 

200 Fahrzeuge, 70m Staumauer .. das wird knapp 😉
Blauer Himmel, blaues Wasser, tolle Autos .. was will man(n) mehr

Rund 6h nach unserem Aufbruch am morgen stand der Schnappi auf der Staumauer und wir hatten die Gelegenheit auszusteigen und die beeindruckende Kulisse einige Minuten auf uns wirken zu lassen. Anschließend hieß es natürlich: Weiterfahren, denn die anderen Fahrzeuge wollten ja noch in den gleichen Genuss kommen. Nach der Mauerüberquerung erfolgte dann erneut eine Regulierung des Verkehrs durch die Feuerwehr, was zu freien Straßen für uns und langen Wartezeiten für die sonstigen Besucher führte.

Entgegen der ursprünglichen Planung verabschiedeten wir uns nach der Überfahrung der Mauer direkt in Richtung Basis. Während Dani die Schlaftauglichkeit der Sportsitze (ein weiteres mal) testete, steuerte ich Schnappi über kurvige Strecken nach Marburg um Dani dann spätestens ab dort auf Straßen ohne Tempolimit in die Träume zu schütteln 😉

Insgesamt ein toller Tag mit 280km voller Porschis .. weitere Impressionen ohne Kommentar (wie immer) nun folgend – viel Spaß 🙂

Pimp my Terrasse

Vor einigen Wochen wurde es ja unmerklich und so erfüllten wir uns nun endlich einen Wunsch, den wir eigentlich schon die letzten Jahre hatten: Wir bepflanzten unsere Terrasse.

Nach wochenlangem Studium der verschiedenen Baumärkte, neugierigem Lesen einschlägiger Literatur und der Anschaffung verschiedener Gartenmagazine, fühlte sich die angehende Garten Managerin offensichtlich bereit die kommenden Herausforderungen mutig anzupacken. Dabei bestand die erste Schwierigkeit bereits darin, alle Pflanzen heil vom Baumarkt nach Haus zu schaffen. Mangels eines familientauglichen Kombis (alles Definitionssache) hatten wir doch unsere liebe Mühe die zwei Einkaufswagen voller empfindlicher Lebewesen und Erde im MINI zu verpacken. Glücklicherweise hatten wir Erfolg und konnten so in einen freudigen und zugleich sonnigen Tag voller Blähton, Gage und Blumenerde starten.

Absolut transportfreudig..

Als erstes kam die obligatorische Vorbereitung der Blumenkästen, welche mit einer Ausnahme in Form sperriger Pakete via DHL den Weg zu uns fanden (man muss eine Grenzen einfach kennen). Auch hier verfolgte uns die mangelnde Ausstattung mit Werkzeug einmal mehr, so dass Fortschritt durch Willenskraft kompensiert werden musste.

Loch an Loch und hält doch..

Dani sah der Sache doch deutlich gelassener entgegen..

Herrin der Töpfe

Währenddessen warteten unsere neuen Schützlinge auf der Warmen Stufe zum Wohnzimmer auf die Einrichtung ihrer zukünftigen Bleibe.

Teurer als man(n) denkt

Bei tollstem Frühlingswetter werkelten wir so rund 4h vor uns hin, bis unsere Nacken gebräunt und tatsächlich (fast) alle Pflanzen „verbaut“ waren. Leider hat unsere Strohblume bereits beim Auspacken aus dem Transporttopf Schimmelspuren aufgewiesen, so dass sie kein neues zu Hause bei uns finden konnte. Außerdem hat sich ein Topf als defekt (Riss an der Unterseite) erwiesen, was wir schnell und fachkundig mittels Heißkleber reparierten.

Zeig mir deine Finger und ich sag dir wo du arbeitest..
Show & Shine unserer neuen Terrassendeko (nicht die finale Aufstellung)

So lebten unsere Pflänzchen fast vier Wochen glücklich und bei intensiver, manueller Pflege vor sich hin. Moment .. manuelle Pflege? Bereits während der Planung für unsere Grünanlage haben wir uns ausgiebig mit dem Thema Gießen und Bewässerung auseinandergesetzt und sind final zu dem Schluss gekommen, dass ein Bewässerungssystem her muss. Warum? Weil es praktisch ist, wir oft nicht da sind, man das Wässern nicht vergessen kann und der erforderliche Bewässerungscomputer (allein das Wort!) ein großes Display besitzt.

Nach einem abendlichen Besuch im Hornbach (Samstag 21:30 Uhr ist da wirklich äußerst prädestiniert) war die Materialliste zusammengestellt und die Suche nach einem günstigen Händler begann. Selbiger war nach kurzer Zeit gefunden .. und schon drei Wochen nach der Bestellung hielten wir die Komponenten endlich in unseren Händen *grmpf*

Diesen Samstag war es dann endlich so weit: Wir konnten das Gardena Microdrip System zusammenbauen.

Ohne diesen Vorgang an dieser Stelle zu ausführlich zu schildern, sei kompakt gesagt: Alles ganz einfach.

Den dicken Schlauch („die Hauptschlagader“) an die entsprechenden Stellen legen, mit den erforderlichen T-Stücken, L-Stücken und Ausströmern analog verfahren und keine 2,5h später plätschert der Garten auch schon eifrig vor sich hin. Jeder der schon mal ein BNC-Netzwerk (Strang-Topologie) aufgebaut hat, wird sich nach wenigen Minuten an die guten alten Zeiten erinnert fühlen.

System ready..

Nachdem man den Bewässerungscomputer dann erstmalig unter Druck gesetzt hat („fluuuuten“) und beim einsetzenden Rauschen spannungsgeladen abwartet, was denn nun passiert, kann das elektronische Ventil durch einen beherzten Druck auf „Man.“ (wie manuell) geöffnet werden. Augenblicke später zischt und blubbert es an allen Ecken und Enden und das fröhliche Einstellen der verschiedenen Ausströmer (2l/h bis 20l/h) kann beginnen.

Daneben, daneben..

Um der Aquainstallation den letzten Schliff zu geben, entschlossen wir uns zusätzlich einen Feuchtigkeitssensor zu installieren. Selbiger steckt in unserer „Durchschnittspflanze“ und führt in Zusammenspiel mit dem Bewässerungscomputer dazu, dass alle 2h der Feuchtigkeitsgrad des Bodens überprüft wird und bei Bedarf für einen definierten Zeitraum (bei uns aktuell 3 Minuten) fleißig Wasser nachströhmt. Mit Hilfe der variablen Düsen kann so sichergestellt werden, dass trotz unterschiedlichem Bedarf und nur einem Sensor jede Pflanze die erforderliche Menge Flüssigkeit bekommt. Dieser Prozess erforderlich natürlich eine gewisse Feinjustage, die in den nächsten Wochen erfolgen muss.

Sag mir, kleines Johannesbäumchen, gelüstet es dir nach mehr Wasser?

Insgesamt eine total coole Lösung, die sich sehr gut verbauen lässt.

Terrasse ohne Sonne aber mit verbautem Bewässerungssystem

Folgend noch ein paar unkommentierte Fotos von der Bepflanzung und der Installation des MicroDrip-Systems. Selbige zeigen auch ganz gut, dass sich die Schläuche einigermaßen unauffällig verlegen lassen und das „landschaftliche“ Bild nicht nachhaltig stören.