Umzugsvorbereitungen Part IV: Es wird ernst

Auch wenn die großen Themen bezüglich unseres Umzugs an dieser Stelle schon recht ausführlich beschrieben wurden, möchte ich auf diesem Weg zumindest gern ein kleines Update zu den neuesten Entwicklungen geben.

Der „bemerkenswerteste“ Durchbruch ist uns nach langem Hoffen und Harren doch noch bezüglich des Tisches geglückt. Obgleich wir hier schon fast die Hoffnung aufgegeben hatten, gab es in Form eines neuerlichen Angebots des Steinmetz inklusive Kostenschätzung des Schlossers plötzlich endlich eine Faktenlage. Selbige war sogar sehr gut, denn uns wurden sowohl alle angefragten Materialien, als auch unterschiedlichste Gestell-Arten angeboten.

Um die Entscheidungsfindung nicht mit Hinblick auf kurzfristige Interesseren zu verzerren, deckten wir die Preise der verschiedenen Versionen einfach ab und versuchten uns so weitestgehend „wertneutral“ an der Bewertung der Optionen. Beim Gestell / Fuß kummulierten unsere Meinungen recht schnell zu zwei rechteckigen „Kufen“ mit abgerundeten Ecken. Minimalistisch, nicht zu langweilig, stabil. Als weiteres Adjektiv könnte ich an dieser Stelle durchaus auch „teuer“ ergänzen, denn von den vier in Frage kommenden Versionen entschieden wir uns intuitiv für die mit einigem Abstand (ca. 25%) teuerste.

Die Wahl der Platte fiel uns bedeutend schwerer, inbesondere weil einer der beiden favorisierten Materialien gemäß der Google Bilder Suche eine extreme Streuung hinsichtlich von Muster und Farbton aufweisen kann. Um auch hier möglichst schnell Klarheit zu kriegen, entschlossen wir uns kurzerhand zu einem weiteren Besuch beim Steinmetzbetrieb unseres Vertrauens. Dort gab es zwar keine Platten in Vollformat, aber immerhin „Demo-Fliesen“ der beiden interessantesten Optionen zu bestaunen. Nach kurzer Untersuchung derselben waren wir uns dann erneut ganz schnell einig: Die Oberfläche unseres Couchtischs soll Granit des Typs „Labrador Antik“ bilden. Die weiteren Details (Lieferung, Preis, Datum) waren schnell fixiert, so dass dieser Aspekt nach einigen Bemühen ein glückliches Ende fand (hoffentlich gefunden hat).

So soll die Tischplatte also aussehen .. idealerweise etwas weniger staubig ;-)
So soll die Tischplatte also aussehen .. idealerweise etwas weniger staubig 😉

Mit Ausnahme der Gardinen waren somit zumindest die großen Anschaffungen erledigt. Leider kann ich zu diesem Punkt wenig mehr Details besteuern, als dass wir bedingt durch die abgehängten Decken und die ungewöhnlichen Abmessungen der Fenster quasi keine Chance haben auf Standardware im Bereich der Gardinenstangenhalter und Vorhänge zurückzugreifen. Wir eruieren also verschiedenste Optionen, waren mehrmals in diversen Baumärkten und Dani studierte lang alle möglichen und unmöglichen Angebote bei eBay. Wenn ich sie recht verstanden habe, werden wir jetzt Halter von eBay mit Stangen aus dem Baumarkt kombinieren (2,60m lange Träger kriegt man einfach nicht via Versand) und daran Stores anbringen, welche vom Schneider angepasst werden. Aktuell haben wir zwar weder Stange, noch Halter, noch Stoff .. aber ich bin optimistisch, dass sich der Nebel der Ungewissheit noch fristgerecht auflösen wird 😉

Ansonsten sind wir weiterhin mit dem beschäftigt, was einen Umzug wohl maßgeblich am meisten ausmacht: Möbel zerlegen, Möbel verkaufen, Kisten packen und Räume streichen. Eine besondere „Begeisterung“ habe ich dabei für die Verpackung von Dekoartikeln entwickelt. Fragiles Objekt nehmen, vorsichtig in mehrere Meter Luftpolsterfolie einwickeln, maßgerechte Schnittkanten setzen, Fixierung mit drei Streifen Klebeband – weiter geht’s. In diesen durchaus eingängigen Arbeitsablauf kann man sich so vertiefen, dass man über mehrere Stunden hinweg fast unmerklich das Wohnzimmer ausräumt. Auf die Frage „Schatz, du verpackst einen Stein?“ fiel mir dann auch nichts anderes mehr ein als zu entgegnen, dass bei mir „jeder erster Klasse reise“.

Nachdem die ersten 30m Luftpolsterfolie alle waren, tat der Rücken schon etwas weh..
Nachdem die ersten 30m Luftpolsterfolie alle waren, tat der Rücken schon etwas weh..

Im Rahmen der Auszugsvorbereitung haben wir uns mittlerweile auch erfolgreich des Themas „Streich das Schlafzimmer“ angenommen. Zwar fand ich unser cappucino / mokka / light-brown deutlich schöner als das sonst omnipräsente schlachthaus-weiß, aber der Mietvertrag lässt hier nunmal keinen Spielraum zu. Bedingt durch ein gutes Angebot beim Praktiker kamen wir recht günstig an passende Farbe von Alpina – nur echt mit der Katze 😉 Als Streichwerkzeug eruieren wir zunächst die Verwendung eines Wandsprühsystems, griffen dann aber auf Drängen von Dani doch zu einem innovativen Streichkissen. Wie sich nach den ersten „Gehversuchen“ an der Wand etwas später herausstellte, empfiehlt sich selbiges übrigens eher für Zebralooks, als für einheitliche Flächen. Darüber hinaus war die Gummitransportrolle zur Befüllung des Wischers mit Farbe zwar gut gedacht, präferierte es jedoch munter in der Farbe zu schwimmen, als sich um ihre Achse zu drehen. Dies, in Kombination mit einem lauten „Platsch“ als sich das Kissen das erste Mal vom Griff löste (..), veranlasste uns dazu dann doch auf die gute alte Rolle zurückzugreifen. Mit selbiger (und zwei Pinseln und einer kleinen Rolle für die Kanten) gelang es uns das Schlafzimmer binnen 5h (inklusive vorhergehendem Abkleben) in den gewünscht sterilen Zustand zurückzuversetzen. An dieser Stelle kann ich die Alpina Farbe wirklich nicht genug loben: Ergiebig, äußerst deckend (nahezu keine Flecken oder Streifen), sehr einfach zu verarbeiten (auch für Laien) und schon nach kurzer Zeit berührungsfest getrocknet. Am Abend stand dann fest, dass die gesamte Operation geglückt war und auch die zuvor via Spachtel ausgebesserten Stellen verschwunden sind.

Das ursprüngliche Werkzeug der Wahl - im Hintergrund auch die Transportrolle mit Hang zum Freischwimmer
Das ursprüngliche Werkzeug der Wahl – im Hintergrund auch die Transportrolle mit Hang zum Freischwimmer
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Das Ergebnis der „Berg- und Talfahrt“ – ein Zebra an der Wand!
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Das (sterile) Ergebnis nach ein paar Stunden Arbeit mit der guten alten Rolle

Am gleichen Tag (es war der Sonntag vor dem Umzug) bewältigen wir dann noch eine weitere Herausforderung, in dem wir unseren Abstellraum (ob des in diesem verlegten Kunstrasens „grüner Salon“ genannt) ausräumten. Über fast drei Jahre gesellten sich hier Kartons zu Altreifen, welche sich wiederum mit nicht mehr benötigten Möbeln vergnügten. Komplettiert wurde das illustre Ensemble von vielen Spinnen(netzen), die ein stimmiges Gesamtbild ergaben 😉 Schon recht erschöpft, aber mit viel Tatendrang und dem Wissen ob des näherrückenden Umzugstermins, machen wir uns also ans Werk. So fand das ein oder andere Billy-Regal sein jähes Ende im Schneegriesel auf unserer Terrasse, wo es nach einer fachmännischen (…) Demontage die letzten Tage vor dem Transport zum Sperrmüll verbringt. Auch die Berge an alten Kartons und unterlagen wurde immer größer, so dass wir am kommenden Mittwoch (quasi bei T minus einem Tag) ein weiteres mal Kurs Richtung Wertstoffhof setzen werden (ein 5er Touring wäre doch die bessere Wahl gewesen). Nach weiteren 2,5h der unermüdlichen Arbeit stand unser Wohnzimmer voller neuer, alter Schätze und der „grüne Salon“ war ausgeräumt. Das ein oder andere Erinnerungsstück (siehe Bild unten .. das Studium lässt grüßen) wird zukünftig Obdach bei meinen Eltern finden, was mich dann übrigens doch beruhigt einschlafen ließ 😉

Das stand da ganz schön lange .. und zum Glück traf / trifft es zu
Das stand da ganz schön lange .. und zum Glück traf / trifft es zu

Vier Tage vor dem Umzug sieht unsere Wohnung nun auch so aus. 34 Kartons frequentieren das Wohnzimmer, ihnen leisten weitere bereits verstaute „Schätze“ in Originalverpackung Gesellschaft. Insgesamt sind wir also auf einem guten Weg (hoffe ich zumindest) und die Spannung steigt!

Ideale Kulisse für ein Suchbild
Ideale Kulisse für ein Suchbild (in der Mitte: Kamera auf neuem Stativ ohne Ladegerät)

Ich könnte an dieser Stelle übrigens noch von völlig überteuertem Bad-Zubehör, sonstigen Deko-Artikeln und kleinen Gimmicks berichten (und traurig darüber klagen, dass trotz Google Docs Umzugsinventarliste das Ladgerät meiner Spiegelreflexkamera verschwunden ist), aber in diesen Tagen ist Schweigen silber und Räumen gold.

So ein Umzug ist eine prima Gelegenheit den Hausstand etwas zu "streamlinen"
So ein Umzug ist eine prima Gelegenheit den Hausstand etwas zu „streamlinen“

Umzugsvorbereitungen Teil III: Steter Tropfen…

Selbst die intensivsten Bemühungen gipfeln irgendwann in einem Ziel .. und so scheint es, als ob auch die Vorbereitungen für unseren Umzug langsam zu einem großen Ziel kumulieren.

Auf dem Weg hierzu lautete die nächste Aufgabe: Stell den Internetzugang sicher. Da wir in unserem neuen Domizil quasi verpflichtend mit einem Kabelanschluss ausgestattet werden, bot sich natürlich von Anfang an diese Art des Zugangs zum weltweiten Datennetz an. Ich hatte hier zwar gewisse Qualitätsbedenken, doch spätestens als die (V)DSL-Verfügbarkeitsabfrage der üblichen Verdächtigen bestenfalls 16 Mbit/s in Aussicht stellte, war der Kontakt mit Unity Media schon fast beschlossene Sache. Wir grübelten dann noch eifrig über die verschiedensten Optionen .. 50 Mbit, 100 Mbit, HD Receiver, HD Recorder, Telefonieoption .. so viele Möglichkeiten, so viele Entscheidungen 😉

Nachdem ich kurz mit der Speed-Option (150 Mbit/s) geliebäugelt hatte und wir mit Hinblick auf unser Fernsehverhalten sowie die üblichen Kosten für vernünftige HD-Recorder abermals 2 Play vs. 3 Play diskutiert hatten, gelang uns die finale Festlegung. 3 Play Premium mit 100 Mbit und entsprechender Hardware aus einer Hand. Nachdem dieser Entschluss gefasst war, kontaktierte ich kurz vor Weihnachten 2012 via Servicechat den Unitymedia Kundendienst. Mein Anliegen war es zu erfahren, ob ich bereits jetzt bestellen und quasi einen Wunschtermin vereinbaren könne. Ging laut UM-Mitarbeiter (relativ kurz angebunden, nicht wirklich kundenorientiert) angeblich nicht. In Ordnung, so verließen wir also die Wochen verstreichen, bis plötzlich erneut eine nette Cashback Aktion über Qipu angeboten wurde (150€ plus 50€ Bestchoice-Gutschein). Zwischenzeitlich hatte ich die gleiche Anfrage übrigens nochmals per Mail gestellt .. diesmal hieß es das ich gern schon mit mehreren Wochen Vorlauf ordern könne.

Wie dem auch sei: Munter klickte ich das Bestellformular durch, akzeptierte zähneknirschend das Sicherheitspaket und freute mich auf schnelles Internet (100 Mbit/s im Vergleich zu 12 Mbit/s ist schon eine Verbesserung). Meine Vision wurde jedoch je zu Nichte gemacht, als die UnityMedia-Website mir mitteilte: Freund, laut unserer Datenbank hast du gar keinen Kabelanschluss .. bestell den mal besser mit. Ich hatte die Kundennummer unseres Vermieters, ich wusste das im Keller bereits die notwendige Hardware vorhanden war, ich wusste das unser „Mitbewohner“ im Erdgeschoss bereits seit Wochen über UM online ist .. doch irgendwie bot die Webseite gar keine Möglichkeit ihr das alles zu erzählen. Also erneut Kontakt mit der Hotline. Nach einigen „hmmm“s und „komisch“s und „moment“s kam es dann raus: Der aktuell vorhandene Anschluss wird erst mit Wirkung zum 01.03. auf einen „Mehrbenutzer“-Anschluss umgestellt (man möge mir die eventuell falsche Terminologie verzeihen). Laut dem Mann von der Hotline gab es genau zwei Möglichkeiten: Jetzt bestellen und zum 01.03. Internet haben, oder frühestens ab dem 01.03. ordern und warten … denn nur am Telefon ließe sich das System überlisten. An dieser Stelle sei durchaus erwähnt, dass bei der telefonischen Bestellung qipu und BestChoice „ausfielen“ und auch der gratis WLAN-Router gar nicht mehr gratis war (gut, auf das D-Link Teil kann ich verzichten). Nun ja .. um es kurz zu machen: Bereits am nächsten Tag rief mich eine sehr freundliche Dame an, um zu fragen, ob es in Ordnung wäre, wenn uns am 01.03. zwischen 10:00 und 13:00 Uhr ein Techniker besuchen würde .. freundlicherweise würde dieser auch alle erforderlichen Komponenten mitbringen. Das Thema Internet war damit gelöst.

Rundum Blick aus dem Wohnzimmer - man beachte die abgehängten Decken (für die Belüftung benötig)
Rundum Blick aus dem Wohnzimmer – man beachte die abgehängten Decken (für die Belüftung benötig)

Die nächste offene Baustellen bestand (neben den Gardinen .. mit denen wir immer noch kämpfen) in den von uns für beide Bäder und das Schlafzimmer gewünschten Plissees. Hierzu vermittelte uns unser neuer Vermieter einen Termin mit dem Raumausstatter seines Vertrauens, der tatsächlich sehr umgänglich und zudem terminlich flexibel war. So trafen wir uns in unserer neuen Wohnung, welche in unserer Abwesenheit bereits tolle Fortschritte gemacht hatte. In beiden Bädern erwarteten uns die vom Schreiner angefertigten Möbel und auch im Flur wurde in der Zwischenzeit der Garderoben-Schrank verbaut – chic. Darüber hinaus waren deutliche Weiterentwicklungen in der Küche zu erkennen, welche nahezu fertig war. Während die Milchglas-Abdeckungen an den Wänden noch fehlten, erstrahlte die Granit-Arbeitsplatte, welche nahtlos in das Fensterbrett übergeht, bereits in vollem Glanz. Die Optik und Haptik faszinierte uns hier ebenso wie das Feeling in der Wohnung so sehr, dass die Plissees zumindest für einige Minuten etwas in den Hintergrund traten 😉 Am liebsten wären wir jedenfalls sofort da geblieben..

So sieht sie also aus - die fast fertige Küche
So sieht sie also aus – die fast fertige Küche
Auch das Bad macht Fortschritte
Auch das Bad macht Fortschritte

Okay, nach intensivem Studium der Neuerungen und ausführlichem Schwärmen ging es dann aber doch an das Aussuchen der Fensterkleider. Dies gestaltete sich jedoch weitestgehend problemlos, da wir vom freundlichen Raumausstatter angemessen, aber niemals drängend unterstützt wurden. Schnell waren favorisierte Farbtöne identifiziert und peppige Alternativen (Stichwort: Farbverfälschende Wirkung) ausgegrenzt. Auch bei der Wahl der Transparenzstufe waren wir uns recht zügig einig, obgleich wir uns gemeinsam mit dem Fachmann genügend Zeit nahmen um die Stoffproben vors Licht und an die jeweiligen „Zielfenster“ zu halten. Im Ergebnis entschieden wir uns für relativ neutrale und halbtransparente Plissees in einem beigeton, welcher von silber scheinenden Stilelementen durchzogen wird. Befindet man sich hinter diesem Sichtschutz, aber unmittelbar vor einer (starken) Lichtquelle, sind vom angeleuchteten Körper noch Umrisse zu erkennen .. wir fanden diesen Kompromiss aus „Verschleierung“, Verdunklung und optischer Gefälligkeit aber für alle in Frage kommenden Räume gleichermaßen angemessen.

Die von uns ausgesuchten Plissees .. mal schauen, wie die diese in der Fläche wirken werden
Die von uns ausgesuchten Plissees .. mal schauen, wie die diese in der Fläche wirken werden

Bedingt durch die gute Zusammenarbeit zwischen Raumausstatter und Vermieter könnte der Komfort kaum größer sein: Wenn wir einziehen, werden die Plissees bereits fertig montiert sein (und wird die Rechnung im Postkasten liegen). Aus pekuniärer Sicht war die Entscheidung für diese Art der Fensterkleider zwar vergleichsweise unerfreulich, aber wer will schon riskieren die hochwertigen Holzfenster mehrfach anbohren zu müssen.

Um in unserer bisherigen Behausung dringend benötigten Platz für den Umzug zu schaffen und diesen in jeder Hinsicht einzuleiten (Chaos, komm zu uns), begannen wir mit dem Verkauf einiger Möbelstücke, die leider nicht in unser neues Domizil passen würden. Nach einem kurzen Vergleich der gängigen Handelsplattformen entschieden wir uns auf eBay Kleinanzeigen zurückzugreifen, womit wir bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hatten. Glücklicherweise hatten wir noch einige Fotos vom Housewarming in Weingarten, so dass uns aufwändige Fotosessions größtenteils erspart blieben 😉 Fix waren die ersten Angebote online und ebenso schnell trafen entsprechende Offerten ein. Am spannendsten war dabei der Verkauf unserer Sitzecke; dieser erinnerte mich etwas an meine ersten Erfahrungen mit mobile.de 😉 Abends gegen 22:00 Uhr online gestellt, hatten wir schon am nächsten Tag um 09:00 Uhr 26 Anfragen bzw. Angebote. Wir entschieden uns für den ersten Interessenten der auch seriös klang, noch am gleichen Abend zu einer Besichtigung vorbei kam und die Couch prompt bezahlte. Super. Weniger toll lief der Verkauf unserer Schrankwand, für die zwar ebenfalls recht schnell ein Besichtigungstermin ausgemacht war, welche letztendlich aber immer noch nicht abgeholt wurde. Dies war in der Tat wenig erfreulich, da wir bis nach 23:00 Uhr mit dem Abbau und der Zerlegung des guten Stücks beschäftigt waren…

Da es vom Möbelverkauf keine Bilder gibt, hier noch ein Eindruck unserer Garderobe mit Apothekerschrank für Schuhe
Da es vom Möbelverkauf keine Bilder gibt, hier noch ein Eindruck unserer Garderobe mit Apothekerschrank für Schuhe

Nun ja, so wurde es langsam leerer und voller zugleich, denn all die vielen eingelagerten Schätze und Erinnerungen wollen ja auch für den Transport vorbereitet werden. Dani gab in diesem Kontext die Premisse der sorgsamen Selektion aus, so dass bei unserer ersten Ausräum- und Verpackungsaktion gleich noch neun eBay-Auktionen für IT-Restbestände herauskamen (wer Erfahrungen in diesem Feld hat weiss, wie viel Arbeit hier letztendlich inklusive Fotos, Beschreibung, Preisfindung und Verpackung drin steckt). Ich bin jedenfalls gespannt, wie viele Plissees wir an diesem Sonntag Abend refinanziert haben werden 😉

Nach so vielen „körperlichen“ Tätigkeiten wurde es natürlich auch wieder einmal Zeit für etwas Planung. Konkret gesagt geht es darum, wie wir unsere beiden IT-Basislager „Wohnzimmer“ (Internetradio, smartTV, Anbindung des HTPCs) und „Arbeitszimmer“ (Fileserver, sonstiges) verbinden müssen. Bisher kam hierfür seit Jahren ein ultraflaches Patchkabel zum Einsatz, dass eine stabile, störungsfreie und absolut verlässliche Gigabit-Verbindung ermöglichte. Bedingt durch seine äußerst kompakte Bauart, konnten wir es dabei in der Vergangenheit sowohl über das Seil-System unserer Beleuchtung im Flur als auch unauffällig auf Fußbodenleisten verlegen. Dies wird in Zukunft leider nicht mehr funktionieren, da wir den Flur „überqueren“ müssen. Zum Videostreaming und zur idealen Ausnutzung der Internetanbindung erwarte ich in diesem Kontext, dass wir mindestens 125 Mbit/s über die – wie auch immer geartete – Verbindung kriegen müssen. Neben meinem prinzipiellen Misstrauen gegenüber Wireless-LAN (ich mag es einfach nicht, wenn das Streaming stockt, sobald die Mikrowelle an ist) machen uns in diesem Zusammenhang die omnipräsenten Schallschutzelemente nebst entsprechender Türen Sorgen. Im Wesentlichen gibt es also aus meiner Sicht zwei Optionen, wenn man denn auch gleich auf moderne Lösungen setzen möchte: Entweder zwei 802.11ac fähige WLAN-Router / Access Points mit Dualband-Fähigkeit (das derzeit beste Preis/Leistungsverhältnis dürfte aus meiner Sicht hier der Netgear R6300 bieten) oder eine PowerLAN-Lösung (präferiert AVM Fritz!Powerline 500E). Ob wir den Weg der Funkstrecke im 5 GHz Band gehen oder uns doch an der Stromvariante versuchen, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klar. Offen ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob wir mit unserem bestehenden (einzelnen) 802.11n Access Point überhaupt eine vernünftige Funkabdeckung in der gesamten Wohnung gewährleisten können. Schade, dass der ekahau Heat Mapper keine Simulations-Funktion besitzt 😉

Tor 1 oder Tor 2 .. ob ihr alle richtig steht, seht ihr wenn Speed über die Leitung geht (ganz schlimmer Versuch, ich weiß)
Tor 1 oder Tor 2 .. ob ihr alle richtig steht, seht ihr wenn Speed über die Leitung geht (ganz schlimmer Versuch, ich weiß)

Ansonsten haben wir bereits bedenklich schnell die 20-Tage-bis-zum-Umzug-Grenze durchbrochen .. leider ohne signifikante Fortschritte im Bereich des Tischs zu machen. Als kurzfristige Maßnahme haben wir uns zunächst die Kontaktdaten zu dem von unserem Vermieter präferierte Steinmetz geben lassen .. vielleicht können wir ja hier etwas erreichen. Auch das Thema Gardinen in Übergröße befindet sich noch in der Schwebe, scheint jedoch lösbar. Um an dieser Stelle mit etwas Positivem zu schließen: Laut letztem Informationsstand soll zumindest unser Highboard pünktlich in KW10 (also ähnlich zur Couch) geliefert werden.. die Chancen für ein zeitnahes Housewarming steigen 🙂