Das neue Immerdrauf: SAL1680Z

Wie ich hier ja bereits vor Kurzem berichtete habe, bin ich auf der Suche nach einem neuen Objektiv für den „alltäglichen“ Einsatz an unserer Sony Alpha 65. Alltäglich beschränkt sich hierbei natürlich auf die Anlässe, bei denen die Kamera auch tatsächlich zum Einsatz kommt – und als Hobby-Fotograf bzw. Amateur sind das gar nicht sooo viele 😉

Glücklicherweise lässt sich auch bei der Objektivsuche das gleiche Lösungsschema anwenden, dass bei nahezu allen Anschaffungsprozessen mit unklarem Ausgang funktioniert: Frage die Internetseiten bzw. Foren dieser Welt und du wirst ganz sicher verzweifeln 😉 Obgleich es hier eine schier endlose Flut an Informationen, Eindrücken und Berichten gibt, führt das im Prinzip völlig unklare Maß an Subjektivität und Vergleichbarkeit zu einer – je länger man gräbt, desto schlimmer – sehr fragilen Faktenlage.

SAL 1680Z - keine Sorge, etwaiger Staub ist nur auf dem Filter
SAL 1680Z nebst Köcher – keine Sorge, etwaiger Staub befindet sich nur auf dem Filter

Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass sich die meisten Sony-Anwender im Internet im Bereich des „Immerdraufs“, also des Objektivs mit einer variablen Brennweite irgendwo zwischen 16mm und sagen wir 135mm mit der Vorgabe „sollte grundsätzlich bezahlbar sein“ für das Sony SAL16-105, das Sony SAL18-135 sowie das Sony SAL16-80Z relativ einheitlich begeistern können. Gemein haben alle drei Linsen, dass sie von der eingebauten Objektivkorrektur der neueren / größeren Sony Alphas profitieren können und zudem recht wertstabil sind. Meine Präferenz lautete daher generell SAL18135 DT, da ich als bisheriger Nutzer eines 18-200mm von Sigma an eine entsprechend variable Brennweite gewöhnt war und diese (suboptimalerweise) auch explizit für die Bildgestaltung einsetze.

Durch eine glückliche Begebenheite hatte ich dann jedoch kurzfristig die Chance an ein gebrauchtes, aber optisch und technisch einwandfreies SAL 1680Z (d.h. ein Objektiv der Carl Zeiss Linie) zu kommen, dass gemeinhin als sehr leistungsfähig, aber grundsätzlich eher „kostenintensiv“ bekannt ist. So fokussierte ich meine Informationsbeschaffung auf eben jenes Modell und fand erneut ambivalente Eindrücke. Die einen schwärmten von der guten Abbildungsleistung und einem „Mercedes SL Objektiv“, während die anderen die Optik als überbewertet bezeichneten und auf eine Vignettierung am oberen Brennweitenende sowie ein mechanisches Klappern verwiesen.

Yam yam, Futter voraus (nur oberflächlich bearbeitet, klar ginge hier noch mehr)
Yam yam, Futter voraus (nur oberflächlich bearbeitet, klar ginge hier noch mehr)

Um es kurz zu machen: Wir entschieden uns zu „Mut zur Lücke“ (Wiederverkauf wäre ja auch kein Beinbruch) und weniger als 24h nachdem ich das Geld via PayPal auf die Reise geschickt hatte, vermeldete die Packstation auch schon den Eingang der Sendung. Zeitgleich traf von Amazon (Prime sei Dank) auch gleich noch der passende UV-Filter ein, denn die neue Linse sollte dieses Mal einigeraßen anständig geschützt werden.

Geliefert wurde absolut mustergültig und – für ein mehrere Jahre altes Objektiv – in einem unerwartet perfekten Zustand: Karton, Rechnung, Deckel, Objektivköcher – alles da und alles in sehr gutem Zustand. Fix war alles ausgepackt und ebenso rasch rastete die unerwartet schwere Optik an der Alpha 65 ein. Wow, der Gewichtsvorteil gegenüber der alten Alpha 300 war wieder kompensiert, so dass die Kombination aus Body und Kamera nun um die 1kg auf die Waage bringt und die untrainierte Hand spontan schon ziemlich fordert. Ansonsten spielen die mechanische Verarbeitung und die Haptik natürlich in einer anderen Liga als die des Sigma 18200 oder des Kitobjektivs: Der Zoom bewegt sich richtig schön satt und präzise, die gesamte Mechanik zeigt kein Spiel. Im Vergleich zum bisher eingesetzten Sigma fällt besonders der fehlende „Lock“-Button auf, der eine ungewollte Verstellung der Brennweite verhindert. Glücklicherweise ist unser Exemplar des SAL 1680Z nicht vom sogeannten „Lens Creeping“ betroffen (also dem ungewollten Verstellen der Brennweite, wenn das Objektiv z.B. direkt nach unten gerichtet wird) – ein riesen Fortschritt gegenüber dem bisherigen Reisezoom (aber auch etwas ungewohnt, schließlich fehlt eine Bewegung).

Schöne Farben, ansprechendes Bokeh - mir gefällt es :-)
Schöne Farben, ansprechendes Bokeh – mir gefällt es 🙂

In der Tat bin ich nach mehreren Praxiseinsätzen immernoch überrascht, wie sicher und stabil die eingestellte Brennweiten gehalten werden, auch wenn ich die Kamera nebst Objektiv am Gurt trage und die Linse daher direkt gen Boden zeigt. Der „Lock“-Knopf ist hier definitiv ein verzichtbares „Feature“ (Ausnahme: beim Fotografieren im 90° Winkel nach oben verlangt die Schwerkraft dann doch ihren Tribut).

Einige Anwender berichten von vereinzelten, klappernden Exemplares der 1680Z. Dies kann ich bei meinem Exemplar nur bedingt bestätigen (glücklicherweise), dennoch ist ein gewisses Spiel bzw. eine Bewegung der mechanischen Teile im Tumbus bei minimaler Brennweite wahrnehmbar. Dies äußert sich vor allem dadurch, dass man das Gefühl einer gewissen, minimalen Bewegung in der Kamera bzw. im Objektiv hat, wenn man die Hand beim Gehen an diese legt. Nicht schlimm, aber ein wenig ungewohnt. Der Effekt ist dennoch derart minimal, dass ich ihn erst nach mehreren Einsätzen bemerkt hab.

 

A bisserl was Lustiges aus dem Hessenpark - auch hier sehr feine Details im Gesicht erkennbar ;-)
A bisserl was Lustiges aus dem Hessenpark – auch hier sehr feine Details im Gesicht erkennbar 😉

Was die Qualität und Abbildungsleistung des Objektivs angeht, kann ich als Laie ehrlich gesagt nur wenig qualifizierte Aussagen treffen. Meine ersten Indoor-Testaufnahmen bei vergleichsweise schlechtem Licht (und ohne Stativ) haben keine signifikante Differenzierung zur Kitlinse erkennen lassen. Spätestens jedoch bei besserem Licht bzw. bei Tageslichtaufnahmen in der Natur erzeugt das 1680Z dann doch Aufnahmen mit einem bis dahin ungekannten Detailgrad. Was hier an feinen Strukturen, Details und Schärfe auf den resultierenden Bildern zu erkennen ist, ist schon faszinierend.

Spontan-Portrait - ohne JPEG-Komprimierung auch mit noch mehr Details
Spontan-Portrait – ohne JPEG-Komprimierung auch mit noch mehr Details

Bezüglich der Brennweite im Alltag steht der wirkliche „Real World“-Test für mich noch aus .. der Urlaub kommt schließlich noch. Hier muss sich zeigen, ob ich mit den 80mm Maximalbrennweite zumindest den Großteil der Alltagssituationen abbilden kann und (für meine Verhältnisse) ansprechende Bilder dabei heraus kommen. Für kommende Events (vor allem in 2014) steht jedoch ein SAL55-300 (einfach etwas kompakter als das für mich zu große und schwere Tamron 70-300 USD) oben auf der Wunschliste. Auch ein Makroobjektiv wäre perspektivisch durchaus mal eine tolle Investition, denn mein Hang dazu kleine Objekte groß abzubilden, kommt den Fähigkeiten unseres neuen Spielzeugs aus der Zeiss-Linse naturgemäß nur bedingt entgegen (hier schlägt wohl auch der nicht allzu schnelle Autofokus zu). Mal schauen, welche Fotogelegenheiten sich demnächst noch ergeben werden 🙂

In eigener Sache: Redesign 2013

Dem ein oder anderen ist es sicher schon aufgefallen: SlashHo.me erstrahlt in neuem Glanz. Nach mehreren Jahren (ich vermute mal rund zwei bis drei Jahre waren wir mit dem bisherigen Outfit „chocotheme“ von CSS mayo unterwegs), wurde es endlich Zeit für etwas Neues.

Der Wunsch rein optisch zu renovieren bestand schon recht lang, doch mit den Anforderungen „klassisches“ Blog-Design (ich brauch keine Featured Posts, keine Imageslider und auch sonst die meisten Spielereien nicht), eine Seitenleiste (die finde ich doch ganz praktisch) und vor allem Responsiveness (d.h. adaptiv für unterschiedlichste Auflösungen und Displaygrößen) fallen doch recht viele WordPress-Vorlagen durch das Suchraster. So verbrachte ich über Monate hinweg – immer mal wieder – schon die ein oder andere Stunde damit, ein (für meine subjektive Wahrnehmung) ansprechendes Template zu finden.

Wie so oft ist mir der „Durchbruch“ jetzt mit Hilfe von Dani gelungen und dieses Mal stammt das gewählte Design auch ganz langweilig aus der internen Suche von WordPress. Ich hoffe nun eine Vorlage gefunden zu haben, die von den Entwicklern auch weiter gepflegt wird und daher hoffentlich das ein oder andere Update erfährt (war bei der bisher eingesetzten Lösung leider nicht der Fall).

Ansonsten hoffe ich mit dem leicht maritimen Hintergrund im Landhausstil (falls man sehr hell gestrichene Bretter in der Endlosschleife so nennen mag) und den dezenten Grün/-Türkistönen einen gefälligen Stil- und Farbmix gefunden zu haben. Entgegen der eigentlichen Vorlage habe ich den oberen Banner etwas verkleinert und die vermutlich so gut wie nie verwendeten Buttons (Über mich, Impressum etc.) mit einem dezenten CSS3-Gradient-Effekt versehen (da gibt es tolle Generatoren für: Klick). Auch bei den Darstellungsoptionen der Bilderkästen und -unterschriften habe ich die Vorgaben des Stripes & Blue genannten Designs leicht verändert – hoffentlich zum Positiven 😉

Und hier geschieht die Magie ;-) (so nebenbei bemerkt)
Und hier geschieht die Magie 😉 (so nebenbei bemerkt)

Mit diesem sommerlichen Outfit starten wir nun also in die schönsten Tage des Jahres .. und wie dem geneigten Leser sicher schon aufgefallen ist, tun wir dies mit der lange überfälligen Vervollständigung des Reiseberichts 2012, bevor es in den nächsten Wochen an dieser Stelle auch neue Eindrücke aus diesem Jahr geben sollte. Wie immer wünsche ich viel Spaß beim Lesen 🙂

P.S.: Entgegen der bisher eingesetzten Vorlage sind wir nun natürlich nicht mehr saisonal-unabhängig. Folglich kann das nun gewählte Design in dieser Form die Zeiten diesmal nicht unverändert überdauern 😉