Auf zur Eule – Besuch bei Hooters in Karlsruhe

Was liegt näher – wenn man mal wieder etwas mit Kollegen unternehmen möchte – als gemeinsam essen zu gehen. Da wir ja aus dem IT Umfeld stammen und daher etwas hipper und praktischer veranlagt sind als so einige andere Branchen, ist amerikanisches Essen in unseren Kreisen nicht gerade unbeliebt.

Nun fröhnen wir dem Fastfood ja bereits regelmäßig bei Burger King und McDonalds und auch das ein oder andere mal beim Diner in Bruchsal – aber so richtig toll ist das nicht. So begab es sich an einem ruhigen Samstag abend, als ich – mit dem iPhone surfend und Dani beim Replizieren des Abendbrots zusehend – einen interessanten Gedanken fasste. Ich wollte schon immer mal zu Hooters. Erfahren habe ich von der Kette irgendwo im Internet und gerüchteweise soll es da ja auch seit einiger Zeit eine Niederlassung im Ruhrgebiet geben .. tya .. schön .. die nächste Dienstreise kommt bestimmt. Doch kurzes Googeln später war der Aha-Effekt dann groß: Vor rund drei Monaten hat Hooters eine Filiale in Karlsruhe (also „gerad ums Eck“) eröffnet.

Schnell war die Idee via eMail an die Kollegen kommuniziert und drei Tage später der Reservierungswunsch für zehn Personen über das entsprechende Formular auf der Homepage abgesendet. Leider folgten dann viele Tage der Stille und vor dem drohenden Scheitern unseres gemeinsamen Mahls in „interessanter“ Umgebung entschied ich mich für einen Telefonanruf. An einem Samstag Mittag verbrachte ich also einige Minuten damit das Restaurant zu erreichen .. irgendwann hatte ich Erfolg. Bereits der Telefonanruf bestätigte irgendwie den Eindruck der Homepage: Die sind dort sehr engagiert und ziemlich nett. Mit den Worten „Ihr kommt also am Mittwoch Abend zu zehnt – wir freuen uns schon auf euch.“ endet das Gespräch .. und ich hatte ein ziemlich breites Grinsen auf dem Gesicht.

Wenige Tage später war es dann soweit: Hooters Tag. Eine kurze Anreise und einen etwas längeren Fußmarsch fanden wir uns vor dem orangenen Firmengebäude ein, welches von außen zwar auffällig aber an sich recht neutral wirkt. Ein Eindruck, der sich nach Öffnen der Tür binnen Sekunden ändern sollte. Gleich drei Mitarbeiterinnen in knalligem orange, eine davon mit Bunnyohren strahlten nur um die Wette und erfragten unseren Begehr. Als Initiator der Aktion musste ich natürlich direkt vortreten und verkündete unsere telefonische Vorabreservierung. Als direkte Konsequenz wurden wir dann zu unseren Tischen geleitet und nahmen ganz neugierig Platz. Bis dahin ein optisch interessanter aber eigentlich ganz „normaler“ Restaurantbesuch. Weniger normal übrigens die Reservierung:

Eine etwas andere Reservierungskarte
Eine etwas andere Reservierungskarte

Nachdem wir uns gerad etwas entkleidet hatten (komisch, es ist recht warm in dem Laden..) wurden wir sehr energisch wachgerüttelt. Ein Hooters Girl trat uns entschlossen mit den Worten entgegen: „Schön das ihr da seit. Seit ihr auch alle gut drauf?“ Klingt banal, aber mit der passenden Stimmlage und in der entsprechenden Lautstärke ein ziemlicher Weckruf 😉 Die freundliche Dame stellte sich uns dann auch namentlich vor, hinterließ auf dem Tisch eine Art Visitenkarte und nahm wenige Minuten später unsere Bestellung entgegen.

In der Zwischenzeit hatte ich ein paar Minuten um mir einen Eindruck über die restlichen Gäste zu verschaffen. Ein Altersschnitt irgendwo zwischen 16 und 40, vorwiegend männliches Publikum (wie überraschend..). Einige fotografierten eifrig .. sich .. die Hooters Girls .. sich und die Hooters Girls .. was halt so da war. Im Hintergrund läuft recht coole Musik und man wird wirklich permanent von der Bedienung (was für eine Untertreibung) umsorgt.

Zwischendurch gibt es dann immer mal Einlagen die hart an der Grenze zwischen Lärmbelästigung (die kleinen BOSE Würfel unter der Decke können schon recht laut), Fremdschämen und hohem Unterhaltungswert angesiedelt sind. Jeder der Hooters kennt lacht mich jetzt wahrscheinlich aus, denn wie man merkt, hatte ich wirklich keine Idee was da auf uns zu kam.

Insgesamt war das Essen übrigens preislich angemessen aber laut Aussage meiner Kollegen nicht hundertprozentig überzeugend. Was dafür umso positiver war, war das Gefühl permanent „umsorgt“ zu werden. Die Hooters Angestellten setzen sich bei Bestellungen mit an den Tisch, über den Verlauf der Bestellung („Die Küche sagt maximal noch5 Minuten“) wird man regelmäßig informiert und wenn man klebrige Hände hat, wird einem sogar ein Erfrischungstuch gereicht. Alles in allem ziemlich ungewöhnlich und durch die quitschige Art auch gar nicht unangenehm oder gar zu aufdringlich.

Wenn man weiss was einen erwartet und vielleicht sogar noch ein klein wenig angeheitert ist, kann man Hooters jedenfalls sehr gut essen und einen nicht ganz alltäglichen Abend erleben!

Abschließend noch ein Scan der sehr personalisierten Rechnung – sowas erhält man ja auch nicht alle Tage.

Flowerpower für 30€
Flowerpower für 30€

Weihnachten kommt näher – Zeit für Deko

Da Weihnachten (und der damit verbundene Weihnachtsurlaub) mit schnellen Schritten näher kommt, galt es die Wohnung schnellstmöglich dieser tollen Zeit anzupassen. Leider ist ja beruflich derzeit sehr viel bei uns los, so dass wir nur schrittweise aber dafür umso entschlossener Vorgehen können 😉

Als erstes haben wir den von zu Hause mitgebrachten übervollen Weihnachtskalender im Flur „montiert“. Zum einen haben wir jetzt viel zu Naschen und zum anderen wirkt der Flur gleich viel „kuschliger“. Nach Ende der Adventszeit sollte an diese Stelle unbedingt ein schöner Kalender.

LECKER
LECKER

Danach ging es mit dem Wohnzimmer weiter. Dieses sollte endlich durch die von Dani schon vor Längerem erstandene Fichte aufgewertet werden. Bereits während nach der Erstmontage fielen mir zwei Dinge auf: Zum einen stand das Bäumchen entweder am Hang oder im starken Wind – denn es ist ziemlich gut „angepasst“ – zum anderen ist es äußerst stachlig. Also Handschuh übergezogen und los ging die Montage der Rice-LED Lichterkette – tolles Ding!

Dani beim Einpacken des Astralbaums
Dani beim Einpacken des Astralbaums
Nein, das Wohnzimmer ist nicht schief.
Nein, das Wohnzimmer ist nicht schief.

Nachdem der Baum aufgestellt und beleuchtet wurde, begannen wir damit ganz eifrig die verschiedensten Dekoelemente zu installieren. Dani legte dabei höchsten Wert auf Symmetrie und versuchte scheinbar das Prinzip des goldenen Schnitts umzusetzen.

Ganz tolle Strohdeko
Ganz tolle Strohdeko
Klein aber fein - und ganz weihnachtlich!
Klein aber fein - und ganz weihnachtlich!

Weiter ging es in der Küche – diese wurde durch eine – vom Nikolaus – gelieferte Gardine aufgewertet und erstrahlt jetzt in harmonischem beige.

Pimp my Küchenfenster
Pimp my Küchenfenster

Abgerundet wurden unsere „Umbaumaßnahmen“ durch das Aufstellen eines Weihnachtsbaum auf dem Balkon. Damit nicht nur die Nachbarn etwas davon haben, steht er vor einer unserer Balkontüren (zum Glück haben wir derer ja drei) und genießen den Anblick daher auch selbst. Liebenswerterweise hat Dani dazu auch eine digitale Zeitschaltuhr gekauft, die natürlich vollkommen meinen Nerv als Tekkie getroffen hat 🙂

Unser erster Outdoorbaum
Unser erster Outdoorbaum

Pause vom Alltag – Ein Vorweihnachtswochenende zu Haus

Zwischen vielen Kundenterminen, herausfordernden Projekten und wichtigen Aufgaben bleibt zum Glück ab und an Zeit für einen „Kurzurlaub“ in unserer Heimat: Der Region um Quedlinburg. Nach einem sehr langen Donnerstagabend begaben wir uns also in Richtung unserer zweiten Heimat (der A5) und setzten Segel gen zu Hause.

Keine 4h, ziemlich viel Regen und 33,5l Diesel später erreichten wir gegen 23:00 Uhr unser Ziel – Home, Sweet Home.

Da Dani an diesem Wochenende durch Ihre Mitgliedschaft im Vokalensemble Kämmertöne ziemlich eingespannt war, nutzte ich die Zeit meinen Eltern beim Renovieren unter die Arme zu greifen. Da mein Job ja eher geistig orientiert ist und weniger mit körperlicher Arbeit zusammenhängt (mit Hinblick auf mein handwerkliches Geschick wahrscheinlich zum Glück meiner Umwelt), ist es ab und an sehr schön mal wieder richtig etwas „zu bewegen“.

Diesmal galt es Wand und Decke mit einem weißen Anstrich zu grundieren – nicht das erste mal. Diesmal gab es sogar ungekannten Luxus in Form eines Einmaloveralls, dessen Reißverschluss auch tatsächlich nur ein mal gehalten hat (wie war das mit dem Geschick?). Alles in allem hab ich aber – glaube ich – gar keine so schlechte Figur abgegeben.

Micha im Arbeitsoutfit
Micha im Arbeitsoutfit

Die Katze fand mein Arbeitstempo (oder meine Erscheinung) jedoch offensichtlich ziemlich ermüdend..

"...Jahre später..."
"...Jahre später..."

Den Rest des Wochenendes verbrachte Dani mit diversen Konzerten, während ich versuchte einige Weihnachtsimpressionen der Adventsstadt einzufangen. Quedlinburg ist sicherlich eine schöne Stadt und die Veranstaltung „Advent in den Höfen“ ein absolutes Highlight – allerdings sollte man dazu Freund vieler Menschen auf engem Raum sein. Da mir diese Gabe nicht zu Teil wurde, bedeutet Advent in den Höfen für mich eher chronische Parkplatzknappheit und das permanente Suchen einer möglichst freien Gasse im nicht endenwollenden Strom von Menschen. Auch wenn das etwas negativ klingen mag, sind die gesammelten Impressionen wirklich schön und fast ein wenig festlich:

Das Herz der Adventsstadt - Quedlinburgs überfüllter Marktplatz
Das Herz der Adventsstadt - Quedlinburgs überfüllter Marktplatz
Luft anhalten...
Luft anhalten...
Katze im Schaufenster - "Ich bin dann mal weg!"
Katze im Schaufenster - "Ich bin dann mal weg!"

Zu guter Letzt noch ein Blick in eine der weniger frequentierten aber damit vielleicht noch schöneren Seitengassen:

Abseits der Hauptwege...
Abseits der Hauptwege...

Und plötzlich wurde es Weihnachten…

Es begab sich um 7:35 Uhr morgens, als ich mit noch ganz kleinen Augen allein am Früstückstisch des Mecure Hotels am CentrO in Oberhausen feststellen musste: Heut ist der 01.12.2009. Nicht nur das ich jetzt endlich einen guten Grund hatte meinen tollen Lindt Weihnachtskalender zu öffnen – nein, auch Heiligabend kommt in großen Schritten auf uns.

So schöne Erinnerungen und Assoziationen damit auch aufkamen: Wir mussten trotzdem das WLAN eines der größten deutschen Industrieunternehmen zum Laufen bringen und daher war das Frühstück schnell beendet und gemeinsam mit Kay ging es erneut gen Duisburg.

Spätestens am Abend dieses Tages schmiedeten Dani und ich aber den Plan: Weihnachtsdeko muss her. Dani war so vorrausschauend, dass natürlich schon die halbe Wohnung redesigned wurde und für mich daher nur noch (männergerechte) Kleinigkeiten übrig blieben.

Wir einigten uns also darauf gemeinsam einen Adventskranz zu basteln. Okay, sowas hab ich früher schonmal gemacht .. aber irgendwie verzichtete Dani auf die mir sonst so vertraute Steckmasse. Während sie also eifrig knörte und knickte und etwas fluchte, war ich damit beschäftigt auf dem iPhone Anleitungen zum Flechten eines Kranzes ohne Rohling zu suchen .. das macht nur irgendwie niemand 😉 Keine 45 Minuten später gelang es Dani dann aber doch ein kreisähnliches Gebilde aus dem Grün zu formen und gemeinsam dekorierten wir dieses mit allerlei DekoGeschenken, Zimtstangen und Orangenscheiben. Das Epizentrum unserer Weihnachtsinstallation bildet eine massive rote Weihnachtsbaumkugel, welche auf Stroh gelagert ist. Ich muss an dieser Stelle betonen, dass uns unser erster gemeinsamer Adventskrantz meiner Meinung nach exorbitant gut gelungen ist und das Ambiente unserer eher kargen Hütte um ein vielfaches aufwertet!

"Wir brauchen keinen Rohling"
"Wir brauchen keinen Rohling"
Das Meisterwerk in Vollendnung
Das Meisterwerk in Vollendnung

Vor wenigen Minuten durfte ich dann übrigens auch erneut über den – vom Chef gestellten – Adventskalender herfallen, welcher der Vollständigkeit halber hier nicht vergessen werden soll!

AntiDiät Kalender vor Arbeitsplatz
AntiDiät Kalender vor Arbeitsplatz

Motorsport für Anfänger: Kartfahren

Ab und an soll man mit seinen Arbeitskollegen ja auch mal etwas tun, was nicht unbedingt beruflich bedingt ist. Da wir unsere Kollegen auch Freunde nennen, bietet sich das natürlich umso mehr an 😉 Earl sei Dank fiel die Wahl diesmal auf einen adrenalinangereicherten Sport: Das Kartfahren. Ich hab mich schon lange gefragt, wie das wohl so ist und glücklicherweise war auch Dani sehr furchtlos (wie immer) und optimistisch gestimmt.

Earl selektierte also eine naheliegende Kartbahn in Keltern (Klick) und wählte ein interessantes Produkt: 10 Minuten Training, 10 Minuten Qualifying und 30 Runden Rennen. Dies schien optimal, da bis auf Earl selbt noch keiner der Teilnehmer in einem Kart gesessen hatte.

Rund zwei Wochen nach der Planung begaben wir uns also mit zwei Autos und fünf Geschwindigkeitssüchtingen in Richtung Karthalle. Nach 40 Minuten Fahrt erreichten wir uns Ziel und hatten zunächst rund 15 Minuten Zeit anderen Fahrern auf der Bahn zuzuschauen und uns einen Eindruck über die Situation zu verschaffen. Danach erhielten wir dann kostenfreie Leihsturmhauben und wählten einigermaßen passende Helme. Ich griff mal ganz mutig zu einer M, die meinen Kopf einigermaßen sicher umschloss.

Augenblicke später saßen wir in angeblich 9PS starken Erdgaskarts und rollten auf die Strecke. Ich war zunächst ziemlich erschrocken ob der schweren Lenkung aber bereits nach einer Runde fing das ganze an ziemlich Spaß zu machen. Runde für Runde näherte ich mich meinen Kontrahenten, konnte einige überholen und zunehmend mehr Platz zwischen uns bringen. Das Schöne dabei war, dass wir allein auf der Strecke waren (quasi eine exklusive Reservierung) und daher unser Vermögen oder Unvermögen mit niemandem teilen mussten.

Nach zehn Minuten wurden wir in die Box gewunken und wir erhielten einen ersten Blick auf die Resultate. Gemäß des kleinen Statusdisplays war ich der zweitschnellte und erntete dafür direkt Respekt von unserem Rennverantwortlichen Earl. Ein wenig Fachsimpeln („Wie nimmst du die vierte Kurve?“) und einige Minuten später ging es dann zum Qualifying.

Dieses war zumindest für mich das Highlight des Tages, denn Meister Earl und ich lieferten uns über ca. 10 Runden ein (für mich) packendes Duell. Zwar gelang es meinem CCNP-zertifizierten Kollegen ab und an auf meine Höhe aufzuschließen, ich konnte die Lücke dann aber (ein wenig unsportlich) schließen. Am Ende des Qualifyings bestätigt sich das Ergebnis vom Training – bis auf die Tatsache das Earl ein klein wenig angefressen ob das vereitelten Überholversuchs war.

Ergebnis des Qualifyings
Ergebnis des Qualifyings

Mit dem Qualifying ging leider der spannende Teil des Events zu Ende. Da aus Platzgründen in einer Reihe gestartet wurde, bestand das Rennen aus einem reinen Hintereinanderherfahren. Der Earl gewann immer mehr Abstand, ließ mich irgendwann kurz überholen (sehr sportlich) um mich dann sofort wieder zu deklassieren. Die letzten 20 Runden sah ich dann weder jemanden vor nach hinter mir .. ziemlich öde. Dani und Kay duellierten sich wohl aber fast die gesamte Zeit über, was deutlich spannender klang 😉

Details zum Rennen
Details zum Rennen

Beim nächsten Mal wollen wir es dann mit einem All You Can Drive Event versuchen. Mehrere 10 Minuten Turns erlauben hoffentlich mehr spannende Duelle, wenn gleich wir die Strecke dann wohl nicht für uns haben.

Am nächsten Morgen tat uns übrigens so ziemlich alles weh .. Spaß gemacht hat es trotzdem 🙂

Besuch bei Wicked im Palladium Theater Stuttgart

Am 09.09.2009 (interessantes Datum, wir hätten heiraten sollen..) spielte uns ein glücklicher Zufall extrem gute Konditionen für Musical Tickets der Stage Entertainment Reihe zu. Da wir momentan eh etwas kulturellen Nachholebedarf haben, entschlossen wir uns nach kurzer Diskussion hier unbedingt zuzugreifen.

Leider gab es für unseren favorisierten Zeitraum keine Karten mehr für den König der Löwen, weshalb ich etwas praktisch dachte. Was läuft in Stuttgart? „We will rock you“ und „Wicked – Die Hexen von Oz“ — „Schatz, was hälst du eigentlich von Wicked?“ Schatz war dann auch ganz schnell einverstanden und die Tickets der Preiskategorie eins grinsten uns förmlich an. Ein paar Klicks später freute sich die Mastercard auch mal wieder aus dem Dunkel des schwarzen Leders zu dürfen und die Bestätigungsmail trudelte ein. Als Datum wählten wir einen unverfänglichen Sonntag im November (weit wenug weg von Danis Konzert- und ProbenWEs) und bedingt durch die Terminierung am Sonntag weitestgehend sicher vor eventuellen Kundenterminen. Einziger Wehrmutstropfen: Es gab nur Gutscheine für Karten und keine verbindliche Platzreservierung..aber was soll’s – PK1 ist sicher überall toll.

Die Zeit verging und flog an uns vorbei und plötzlich wurde uns klar: 1. Wicked steht vor der Tür und 2. Es wird uns helfen die letzten Stunden vor der Abholung des TTs zu überbrücken – Gott sei Dank!

Am Tag des Geschehens wollten wir eigentlich in die Sauna und dann ins Musical, entschieden uns aber spontan dazu die herbstlichen Wälder zu genießen und erst gegen Nachmittag nach Stuttgart zu fahren. Schnellen Fußes (okay, so schnell ist der BMW nicht) ging es also gegen 14:15 Uhr in Richtung Stuttgart. Am Palladium fand sich schnell ein zentraler Parkplatz direkt im P2 (nähst mögliche Gelegenheit) und wir begaben uns direkt zum Kartenschalter.

„Ist Adrian jetzt der Nachname oder der Vorname?“ …. „Ahh…Bitteschön“. Nanu.. ich dachte wir haben Gutscheine und Platzwahl? Micha stellte sich schon gedanklich auf leichte Streitgespräche und harte Verhandlungen ein. Dani unterbrach meinen Denkprozess dann je mit einem „Ich glaub die Karten sind ganz gut.“ Kurzer Blick besagte „Reihe 1, Platz 7 und 8“ .. hui. Plötzlich war die Stimmung richtig gut und wir sehr euphorisch.

Bei ARD und ZDF ..
Bei ARD und ZDF ..

Die verbleibende Wartezeit bis zum Beginn der Vorstellung gedachten wir dann mit einem Besuch in Stuttgart City zu überbrücken. Also fix ein Vierer-Ticket mit der Mastercard gelöhnt und ab ging es in Richtung Möhringen und von dort aus gen Schlossplatz. Keine 30 Minuten später erreichten wir unser Ziel mit vielen alten Erinnerungen (ach ja, die Studentenzeit) und begabe uns sogleich in die Königsgallerie. Dort gab es leckere (aber dünne) Waffeln, die noch viel Room for Improvement ließen.

Also ab zu Starbucks und die letzten Plätze belegen. Es gelang uns ein paar kuschlige Sofaplätze zu ergattern, auf welchen wir gemeinsam mit unseren heißen Schokoladen die letzten Minuten bis zur Beginn der Veranstaltung überbrückten.

Entspannung vor der Show

Nachdem wir also ausgiebig unseren Teil zum Erhalt / zum Wideraufbau der Wirtschaft geleistet hatten, begaben wir uns zurück zur mit vielen Erinnerungen verknüpften U-Bahn Haltestellte „Schlossplatz“. Von dieser aus ging es vorbei am heimischen Bopser rauf nach Möhringen und von dort aus nach 14 Minuten Wartezeit zum Salzäcker. Blöd übrigens, dass gerad an diesem Tag die SSB Seite offline war und daher auch das passende iPhone App sich ziemlich dumm gestellt hat. Wirklich ärgerlich, wenn man ein Techie ist und dann doch so im Regen steht..

Gegen 18:40 Uhr erreichten wir das SI-Zentrum und nutzten die verbleibenden Minuten um uns das Palladium näher anzuschauen. Insgesamt ein tolles Gebäude mit mehreren stylischen Locations..da müssen wir sicher mal wieder hin! Schneller als wir dachten begann dann auch schon der Einlass und nach kurzem Warten wurde uns der Weg zu unseren Plätzen mit einem „Dort vorn, die Treppe runter, dann rechts, viel Spaß!“ gedeutet. Mit jedem Schritt gen Pforte stieg die Spannung und als wir den Saal endlich erreichten, wir die Begeisterung groß. Vorbei an vielen vielen Sitzreihen begaben wir uns direkt zur Bühne um begeistert festzustellen, dass diese selbst im Sitzen knapp unter Augenhöhe war. Nun waren die letzten Sorgen bzw. Zweifel vergessen und wir hatten genügend Zeit den Orchestergraben direkt von oben zu bestaunen. Teile des Orchesters fingen dann an sich mit dem Godzilla Soundtrack „warum zu spielen“ .. ziemlich cool.

Während Dani nochmal auf Toilette war, versuchte ich mir fix die Story ganz grob bei Wiki anzulesen..keine optimale Idee. Jedem der in eine ähnliche Situation kommt sei gesagt: Hinsetzen, auf sich zukommen lassen und genießen..man kommt dann schon klar 😉

Gleich zu Beginn der Vorstellung hatte ich mehrmals eine sehr intensive Gänsehaut. Die Darsteller (während des Openings drei Affen) spielten nur ca 1,5m von uns entfernt und so konnte man Mimik, Gestik und die Verkleidung bis ins kleinste Detail erkennen – Wahnsinn! Die gesamte Vorstellung über störte kein Kopf, keine Enge, einfach kein anderer Mensch. Man hatte tatsächlich das Gefühl, man dürfte eine Privatvorstellung erleben.

An diesem Punkt musste ich an meinen letzten Musical Besuch (Die drei Musketiere) vor vier Jahren denken. Damals mit Golf und in der letzten Reihe .. diesmal einen Abend vor der Abholung des TTs und ganz vorn – manchmal bin ich mir nicht nur sicher sondern vollkommen überzeugt, das die berufliche Entwicklung gut verläuft.

TBC: Demnächst die Pause, der Cocktail und das Apcoa Parking.

H1N1: Ich wurde geimpft

Nach rund 20 Jahren Abstinenz von den Spritzen, habe ich mich entschlossen der Schweinegrippe entschlossen entgegen zu treten.

Also erfolgte heut morgen ein kurzer Besuch beim ganz neuen Hausarzt mit der gänzlich unbenutzten brandneuen Krankenkarte.

08:11: Impfung erfolgt – Ja isser denn schon drin?

08:27: Arbeitstag fängt an..eingebildete leichte Kopfschmerzen (schon seit Tagen…)

09:24: Oberarm fängt an weh zu tun (keine Einbildung)

12:22: Oberarm optisch unauffällig, keine Schmerzen mehr. Noch kein Ringelschwanz gewachsen, Ohren normal, Nase normal

16:21: Ganz fleißig gearbeitet und etwas Kicker gespielt. Arm nicht dick, immernoch kein Ringelschwanz (nein, auch kein bisschen kringelig), Oberarm schmerzt etwas

18:28: Arbeitstag erstmal beendet. Kollegenabholung dann gegen 21:00. 84 Folien gemacht, Arm schmerzt.

20:00: Meine Füßen werden schwerer..nicht gut.

22:20: Mir ist Eiskalt, ich fühl mich wie >80 und bin doch schon etwas genervt künstlich krank zu sein..

Nächster Tag 07:26: Nacht ist beendet, Frieren ist vorbei..aber mein Kopf noch ein wenig „matschig“