Der Herbst…

Tja .. hier ist in letzter Zeit wenig los .. also könnte man denken in unserem Leben ist entweder gar nichts mehr los oder extrem viel.

Entgegen dieser These liegt die Wahrheit jedoch irgendwo dazwischen. Die Work-Life-Balance ist mehr als angenehm, der Job macht Spaß und trotzdem gibt es momentan viele Dinge die wirklich sehr zeitintensiv sind. Für mich ganz persönlich steht dabei aktuell die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs an erster Stelle. Auf Grund von Umständen die an dieser Stelle nicht näher erläutert werden sollen, raubt mir die Thematik jedenfalls früher oder später noch den letzten Nerv .. dafür sollte das angepeilte Ziel für alle Strapazen – und seien sie noch so hart – entschädigen.

Zwischendurch blieb glücklicherweise die Zeit für einen kurzen Herbsturlaub bzw. ein verlängertes Herbstwochenende in der Heimat, dass wir bei zwei Tagen mit genialem Wetter und 2 Tagen mit strömendem Regen ausgiebig genießen konnten. Dabei gab es sowohl kulturelle Highlights (Burg Falkenstein, Teufelsmauer) als auch sportliche Events (Rudern..), die einen angenehmen Kontrast zur Büroarbeit darstellten.

Burg Falkenstein in der Herbstsonne
Das Burgfräulein bei einer Rast auf dem Weg nach oben
Die Teufelsmauer bei spätsommerlichen >20°C

Auch ein Besuch der Talsperre Wendefurth nebst Ruderboot- (und Wassertreter)verleih sei dem ambitionierten Kurzurlauber im Harz durchaus angeraten.

Micha, the Motor
Dani war natürlich auch fleissig

Nach diesem kurzen und naturintensiven Urlaub ging es zurück in den Taunus. Allerdings nahmen wir uns fest vor die Gegend um unsere neue „Basis“ herum endlich besser kennenzulernen und zugleich die lauen Abende auszunutzen, bevor man jeden Abend erst im Dunklen nach Hause kommt.

Die Prämisse lautete also: An jedem Tag, an dem kein Sport getrieben wird, gehen wir Geocachen. Auf diese Art haben wir in den letzten zwei Wochen unsere Statistik um rund 35 Caches aufgewertet und dabei allerlei tolle Eindrücke sammeln können. Leider musste ich auch feststellen, dass das iPhone mit der herbstlichen Farbvielfalt der Bäume nicht wirklich viel anfangen kann .. wir sollten wohl ab und an doch wieder die Kompaktkamera mitnehmen.

Dani lernt neue Freunde kennen
Meeresfeeling mitten im Taunus (Quellenpark Krontal)
Weitere Kuriositäten mitten im Taunus (die Tafeln, nicht Dani..)
Kann man so sehen .. muss man aber nicht

Am gestrigen Samstag entschlossen wir uns dann zu einer Kombination aus Gedächtnistraining (Memory) und Sport (Geocaching): Dem Geo-Memory. Dabei legt man mitten im hügligen Gebirge rund 12km zurück, trifft dabei jede Menge Pilzsucher und läuft sich ein paar Blasen .. hat aber trotzdem jede Menge Spaß und wieder eine neue Ecke vom Taunus gesehen.

Verlauf der Wanderung[gpxelevation=show;gpxspeedchart=hide]

Sieht sinnlos aus? Das folgende Bild sollte helfen:

Auf und nieder immer wieder

Insgesamt haben wir momentan also die Chance den bisher wirklich tollen Herbst ausgiebig zu genießen .. nur die Zeit zum Berichten fehlt an dieser Stelle.

Folgend noch ein paar bildliche Impressionen in kompakter Form:

Taunusexploration Part 2

Rund einen Monat nach unserer anstrengenden aber schönen Wanderung durch den Taunus, zog es uns gestern erneut ins Gebirge. Im Rahmen unseres 675sten Geocaches beschlossen wir  erneut unsere Füße im Auftrag der Schatzsuche zu quälen und dabei natürlich auch die „neue Heimat“ etwas besser kennen zu lernen.

Bei allerschönstem Herbstwetter (kaum windig, 20°C, geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit) begaben wir uns also erneut zum Parkplatz Hohemark (in Oberursel), beluden den Sherpa und machten uns mit großen Schritten auf in Richtung Taunus.

Sherpa Micha - Auf den ersten Metern noch ziemlich fit

Unsere Runde sollte uns diesmal weniger zu den touristischen Highlights (wie dem großen und kleinen Feldberg) sondern eher zu den verborgenen Schätzen des Taunus‘ führen. Leider stellte sich heraus, dass selbige nicht ganz so beeindruckend sind und vor allem die Wege waren doch weit weniger abwechslungsreich als das letzte mal.

So kam es bei Kilometer 9, 14 und 21 doch zu starken Motivationsschwierigkeiten und der innere Kampf: „Bushaltestelle gegen Weiterlaufen“ musste das ein oder andere mal ausgefochten werden. Doch mutig wie wir sind bezwangen wir diesmal die insgesamt 27km lange Runde.

Dabei wurden wir u.a. mit tollen Impressionen an der Saalburg belohnt, welche für sich allein schon recht sehenswert ist (aber auch gut mit dem Auto erreicht werden kann):

Kurz vor der Saalburg - Die Jupitersäule
Kilometer 8: Dani ist noch völlig fit

Weiter ging es dann auf einsamen Pfaden und quer durch die Wälder zum Herzberg, wo wir uns die erste längere Pause und ein Eis gönnten. Überraschend übrigens wie gut diese von Meridian empfohlene aber doch ziemlich im Nirgendwo befindliche Gaststätte besucht ist. Gleichzeitig markierte diese Rast übrigens den Gipfel unserer zweiten Taunustour..fortan ging es nur noch „ebenerdig“ bzw talwärts weiter.

Am Herzberg (nach 11km) traten bereits leichte Ermüdungserscheinungen auf

Nachdem wir am Herzberg die Motivation wieder auf einen Gipfelpunkt getrieben hatten, folgte ein eher langweiliger Part der Reise. Schritt um Schritt trugen uns unsere immer müder werdenden Füße vorwärts und vorbei am Sandplacken und Fuchstanz ging es zur Weißen Mauer, wie sich dem Auge endlich mal wieder ein beeindruckender Anblick bot:

Die Weiße Mauer und im Hintergrund der Herzberg (den wir ca 8km zuvor besucht hatten)
Stolze Bergsteigerin vor toller Kulisse

An der Weißen Mauer angekommen, lag der anstrengenste Part der Wanderung übrigens hinter uns. Nach leichten organisatorischen Diskussionen ob des besten Weges zur nächsten Station mussten uns unsere Füße jetzt nur ca. 8km in Richtung Tal tragen – was sich als gar nicht so leicht herausstellte. Offensichtlich hatte ich die falschen Socken gewählt, denn irgendwann schmerzte jeder Schritt und auch ein Blasenpflaster aus Danis „kompakter“ Hausapotheke vermochte keine Linderung herbeizuführen.

Letzte Rettung am Wegesrand? Lieber nicht...

Nach rund 5h reiner Laufzeit erreichten wir das Ziel unserer Wanderung: Den gesuchten Geocache. Glücklick und recht stolz verewigten wir uns standesgemäß im sogenannten Logbuch.

Kompakter Beweis im Gipfelbuch

Nachdem unsere Tour um 10:15 Uhr begann erreichten wir den Parkplatz übrigens erneut um 17:40 Uhr. Die reine Laufzeit betrug knapp unter sechs Stunden – das Beobachten der Natur und das Lösen der verschiedenen Aufgaben im Rahmen des Caches haben also ebenso wie die Pausen ein wenig ihren Tribut gefordert.

Folgend noch der elektronische Beweis unserer Taten. Jedem Nachahmer sei gesagt: Die Füße brannten uns danach wirklich höllisch – Spaß gemacht hat es trotzdem und besonders angetan waren wir von der ausgesprochenen Freundlichkeit der uns immer wieder entgegenkommenden Wanderer und Mountainbikefahrer.

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Bezwingung des Großen Feldbergs

Eine harte Arbeitswoche, ein entspannter Freitag Abend und tolles Wetter am Samstag – was liegt da näher als ein entspanntes Wochenende.

Anonymer seriöser Consultant: "Eisberg voraus!"

Danis Definition eines relaxten Wochenendes sah jedoch die Besteigung des Großen Feldbergs (sowie des Kleinen Feldbergs und des Altkönigs) im Rahmen eines lediglich 21km langen Geocaches vor.

Keine 21km Anreise, auch keine 21 km Bahnfahrt .. nein, tatsächlich 21km wandern ganz zu Fuß und ohne Hilfsmittel. Eine Ausnahme gab es: Der 4kg schwere Rucksack, der mir mit viel Vertrauen übergeben wurde. Natürlich durften neben zwei Wasserflaschen, der halben Hausapotheke, einer Notration für das einmonatige Überleben in der Wildnis auch dicke Klamotten nicht fehlen. Wer konnte schon wissen, wie das Wetter in rund 1000m Höhe ist.

Voll bepackt ging es los in die Natur – den Blick immer nach vorn und damit nach oben gerichtet.

Bis zum Horizont - und 18km weiter!

Eifrig kämpften wir uns also Berg auf und nahmen Kilometer um Kilometer. Dabei nahm die Anzahl der mit uns Wandernden immer mal zu und wieder ab – ihren Höhepunkt erreicht sie aber definitiv am Großen Feldberg. Dort angekommen gönnten wir uns zwei Eis (vom letzten Bargeld) und genossen (wie viele andere Biker auch) die herrliche Aussicht. Gut, hier kann man übrigens auch mit dem Fahrzeug bis ganz nach oben fahren 😉

Blick vom Feldberg ins Tal

Nachdem wir am Feldberg noch nicht einmal 40% unserer Wegstrecke für diesen Tag erreicht hatten, ging es schnellen Fußes weiter – wir wollten ja keinen Nachtcache aus der Wanderung machen. Wenige Minuten später erreichten wir den unspektakulären kleinen Feldberg um danach den nächsten Anstieg zum felsigen Altkönig zu meistern.

Hier sah die Natur dann doch etwas anders als im Tal aus und wir erfreuten uns der wirklich idyllischen Graslandschaft, welche durch die warme Sonne in ein herrliches Licht gesetzt wurde.

Sanfte Hügel, das Tal im Hintergrund und sich wiegendes Gras im Vordergrund

Nach rund 16km erreichten wir den Altkönig und konnten trotz dunstiger Luft einen tollen Blick auf Frankfurt erhaschen. Aus diesem Blickwinkel habe ich die Metropole bisher auch noch nicht gesehen 😉

Da irgendwo arbeite ich...

Danach folgten dann nur noch 6km fast reinen Abstiegs – auch nicht wirklich entspannend. Zwischendurch dann immer mal etwas Quängelei ob der mittlerweile wirklich schmerzenden Füße und Kilometer um Kilometer nahm die Bevölkerungsdichte dann auch wieder merklich zu. Irgendwann dezimierten wir dann auch Nahrungsmittelvorräte etwas .. man war schließlich optimistisch die Zivilisation wieder zu erreichen…

Eine stolze Dani beim Auftanken

Den Cache fanden wir dann übrigens auch, die Suche danach wurde jedoch eher zur Kür dann zur Pflicht.

Anbei noch eine Aufzeichnung des Höhenprofils, damit auch niemand auf die Idee kommt das ganze wäre allzu entspannt gewesen 😉 Aus den 21km wurden am Ende übrigens sogar 23km .. aber den Unterschied habe ich dann nicht mehr wirklich gespürt.

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Und noch ein paar Impressionen dieses spannenden aber doch sehr anstrengenden Erlebnisses…

Winterwochenende – Oder: Ich brauch Urlaub vom Urlaub

Da die ersten sich ja schon beschweren, dass hier seit Tagen Funkstille herrscht, an dieser Stelle vielleicht ein kurzes Update zur Lage der Nation:

  1. Seit letzten Donnerstag ist der Urlaub (vorerst) vorbei, ich muss also wieder arbeiten (was Zeit kostet)
  2. Wir haben endlich auch Schnee – also gibt es spanndere Beschäftigungen als Schreiben 😉
Ein ungewohntes Bild: Schnee in Weingarten

Doch – wie so oft – der Reihe nach:

Am Freitag fing noch alles ganz gemütlich an. Zweiter Arbeitstag, erster Tag vor dem Wochenende, seit morgens leichter Schneefall (endlich). Der Tag verlief dann soweit ganz gemütlich und normal, bis plötzlich ganz spontan eine spannende Idee geboren wurde: Mehr als 10cm Neuschnee würden sich doch perfekt für ein paar Nachtcaches eignen. Da unser Abenteuerkollege Earl dieses Wochenende ausnahmsweise auch mal in Bruchsal verbringen sollte, schien der Plan für das Wochenende gefunden: Schätzesuchen mitten in der Nacht.

Okay, nun haben die Cache-Verstecker in der Region Karlsruhe eine eigenartige Vorliebe: Sie mögen es ganz besonders Nachtcaches zu erstellen, die den Einsatz einer UV-Lampe erfordern. Selbige hatten wir nicht und eine zu besorgen, sollte ein Abenteuer für sich werden – doch dazu später mehr.

Nach dem Arbeitstag und einem Besuch beim Enforcer (einer Art Militärausstatter mit allem, was man für einen Outdoor-Einsatz braucht) ging es nach Haus – umziehen, essen, das Übliche halt.

Dabei fiel zunächst der Blick in einen vollen Briefkasten auf:

Urlaubsvorbereitung

Ausserdem war da noch ein ziemlich eigenartiges Couvert…

Post aus der Vergangenheit

Nein, zum Glück meldet keine „Verflossene“ Allimentenansprüche an, es handelt sich dabei vielmehr um das Zeugnis meines BA-Studiums 😉

Eine knappe Stunde später ging es dann aber tatsächlich an das erste Nachtabenteuer seit Langem. Dick eingepackt machten wir uns auf den Weg zu Earl und waren dabei erstmals mit den badischen Straßenverhältnisse bei Schnee konfrontiert. Absolut null geräumte Straßen, ca 10cm Neuschnee auf den Straßen oder dem, was man davon noch erkennen konnte und vor allem wahnsinnig viele verschreckte Autofahrer. Auf den Nebenstraßen hatten wir also Spaß, die Bundesstraßen waren ein absoluter Krampf (wer sagt, dass man bei Schnee unter 30km/h fahren muss?).

Irgendwann kamen wir aber an 🙂

Let's get ready to ruuuumbleee!

Naturgemäß gibt’s vom Cachen in der Nacht keine Fotos. Die Kurzzusammenfassung lautet wie folgt: Ein Cache problemlos und mit sehr vielen Reflektoren, einer etwas schwieriger und einen UV-Cache ohne UV-Equipment gar nicht gefunden (wer immer meinte, man würde diese UV-Tinte bei genauem Hinsehen auch mit normaler Lampe entdecken können: dem ist nicht so). Insgesamt aber wirklich tolles Wetter zum Wühlen in der Nacht, da es durch den Schnee auch ohne Lampe wahnsinnig hell ist. Alles in allem waren wir von 19:30 bis 01:45 Uhr unterwegs und haben dabei ca. 5km zu Fuß zurückgelegt.

Der Morgen danach und eine Mission: UV-Licht muss her. Also überlegt wofür man UV-Licht benötigt (Geldscheinprüfen, „Zaubertinte“ und so) und dann „kurz“ alles abtelefoniert, was in Frage kommt. Saturn, anderer Saturn, Media Markt, alle möglichen Schreibwarengeschäfte, Spielwarenläden und Büroausstatter später war die Lage dann ziemlich aussichtslos: Es gibt nix. Da wir ja aber Kämpfer sind, trotzdem raus ins Auto und ab nach Karlsruhe: Geht nicht, gibt’s nicht!

"Roter Frosttiger"

Um auch hier etwas zu kürzen: Nach nur 3h Suche und vielen ungläubigen Gesichtern wurden wir im Toys R Us tatsächlich fündig.

Etwas zweckentfremdet..

Nach ewiger Suche kommt einem sogar überteuertes Kinderspielzeug wie der heilige Gral vor. Gut, dass für den Preis von 9,99€ nicht mal Batterien aber dafür ein toller Detektivausweis dabei sind stört nicht weiter – Hauptsache es macht Licht mit einer Wellenlänge von ca 370nm.

Zu Hause angekommen konnten wir dann auch die Funktionsfähigkeit der Profiausrüstung testen. Bei Tageslicht kann man UV-Tinte bis in ca. 40cm Abstand lesen, bei völliger Dunkelheit ist auch 1m kein Problem.

Detektiv Micha hatte Erfolg

Am Samstag Abend ging es dann nach einem stärkenden Abendbrot etwas früher ins Feld: Diesmal zogen wir schon 18:30 Uhr los. Größenwahnsinnig wie wir waren, entschieden wir uns einen Cache mit der Terrain-Wertung 4 (von 5 möglichen) anzugehen: Waten im seichten Wasser und Kraxeln eingeschlossen. Geplant waren ca. 2,5km quer durch den Wald und damit abseits der Wege. Die Realität waren dann kaum mehr sichtbare Reflektoren, alle 50m eine ca. 20 Minuten dauernde Suche in alle Richtungen und in 4h eine zurückgelegte Wegstrecke von ca. 1km. Irgendwann gaben wir dann ein wenig erfroren (das Rumstehen beim Suchen nervt dann doch) auf und flüchteten in den nächsten McDonalds nach Pforzheim.

Gegen 00:30 Uhr nachts ging es erneut ins Zielgebiet, denn mit einer Niederlage am Abend kann man ja nicht aufhören. Diesmal hatten wir Erfolg und weil der Tag ja noch so jung war, steuerten wir den Cache an, bei welchem wir Freitag Nacht versagt hatten. Dank Highpower UV-Leuchte klappte diesmal alles sehr gut und nach nur ca. 3km Fußmarsch in eine Richtung erreichten wir auch schon das Ziel. Interessant, dass der Schatz mitten an einer Fütterungsstelle für Wildschweine liegt, aber das macht ja nix (nein, nein..nervös wurde ganz bestimmt niemand).

Auf unserem Rückweg zum Auto waren wir spätestens wieder richtig wach, als mehrere mehr oder minder große Wildschweine mitten im Wald unseren Weg kreuzten.

Im Bett lagen wir in dieser schönen Nacht dann übrigens „schon“ um 04:15 Uhr morgens, ziemlich geschafft nach ca. 9km Wanderung durch Tiefschnee und bei frischen -5°C. Spannend war’s jedenfalls 😉

So, damit endet der kurze Bericht vom Wochenende – das nächste Update folgt bald 🙂

Guten Morgen, 2010

Diesen Eintrag möchte ich mal nicht nach dem Muster an Datum <XYZ> taten wir <MNO> verfassen, sondern stilistisch Neuland beschreiten.

Also: Wir haben das neue Jahrzehnt so begrüßt, wie wir das alte verabschiedet haben: In der Natur 🙂

Während wir am 31.12.2009 bei frühlingshaften 9,5°C nur in Pullover und neuer Jack Wolfskin Mütze die Schätze in der Gegend um Karlsruhe sunicher machten, bedurfte es am Neujahresmorgen doch etwas wärmerer Kleidung.

Neue Mütze: Diesmal ohne Bommel aber dafür farblich passend

Dazwischen lag logischerweise noch der Jahreswechsel, den wir ganz in Ruhe verbracht haben. Einzig um Mitternacht begaben wir uns auf den Wartturm in Weingarten um gemeinsam mit dem (gefühlt) gesamten restlichen Dorf die letzten Sekunden zu zählen. Danach bekamen wir ein ziemlich ausschweifendes Feuerwerk von vorn und von hinten, von unten als auch von oben geboten. Gegen 00:30 Uhr traten wir den Heimweg an und schauten anschließend Dinner for One (als Konserve).

Aussicht vom Wartturm Richtung Karlsruhe
"Ahhhhh"

Nach einer gar nicht mal so langen Nacht beschäftige ich mich am nächsten Morgen mit dem Thema GCVote. GCVote ist ein relativ neues Projekt, bei dem Geocacher die von ihnen gefunden Schätze ganz kurz und schmerzhaft mit 1 bis 5 Sternen bewerten und damit eine Art „Attraktivitätsskala“ etablieren. Momentan ist das Ganze noch sehr im Wachstum und ich hatte gar nicht damit gerechnet, interessante Daten vorzufinden.

Zu meiner großen Verwunderung gibt es jedoch in der Gegend um Karlsruhe bei den 790 Caches die ich ausgewertet hab nahezu 4000 Stimmen – also doch eine interessante Datenbasis. Recht schnell weckte dann ein Multi meine Aufmerksamkeit. 17 Bewertungen, Durchschnittsnote: 5,0. Um niemandem den Spaß zu nehmen, werde ich den Namen dieser tollen Herausforderung an dieser Stelle nicht nennen.

Nun galt es Dani noch dazu zu überreden mal einfach so 8km zu laufen – wie wir es schon die letzten drei Tage getan haben 😉 Zum Glück war sie sehr kooperativ und so setzten wir uns wenige Augenblicke später dick eingepackt in Bewegung.

Am Ort des Geschehens angekommen, gab es erstmal ein paar nützliche Weisheiten für das neue Jahr:

Waldparkplatz mit interessanter Lektüre

Nachdem wir uns aus dem Auto und in unsere Jacken geschält hatten, ging es also schnellen Schrittes auf die Pfade dieses Hightech Caches mit dem Thema: Jag den Ausserirdischen, der hier mal gelandet ist. Recht früh durften wir dazu ein „Energiemodul“ an uns nehmen, welches verschiedene Stationen der Schatzsuche mit Spannung und Intelligenz versorgte.

Micha mit dem Energiemodul - sehr modisch
Dani an einer der toll ausgearbeiteten Zwischenstationen

Station um Station kamen wir dem Ausserirdischen näher und der Cache steigert sich in seiner Qualität immer mehr. So wurde aus einem eigentlich recht entlegenen Wald ein spannendes Szenario für eine Suche über 15 Stationen, die uns mehr als 3h beschäftigen sollte und am Ende fast 10km umfasste. Dabei gab es auch die ein oder andere Klettereinlage, die dafür sorgte, dass unsere Klamotten seit dem kaum mehr zum Autofahren taugten. Zwischenzeitlich hatte ich wirklich Sorge, ob das Alcantara nach der Rückfahrt immernoch schwarz sein würde 😉

Das Energiemodul erweckt eine der letzten Stationen zum Leben

Gegen 16:00 Uhr und damit kurz vor Einbruch der Dunkelheit schrieben wir glücklich unseren 537. Logeintrag.

Ein weiterer kreativer Logeintrag von Dani

An dieser Stelle möchte ich allen Lesern ein frohes neues Jahr wünschen – darüber hinaus viel Spaß, viele unvergessliche Momente und viel Kraft für neue Herausforderungen!

Geocachen im Winter [UPDATE]

Was macht man bei „winterlich kalten“ 4,5°C, grauem Himmel, Nieselregen und Urlaub? Genau – man sucht sich die richtigen Klamotten und entschwindet in die (mehr oder weniger) wilde Natur.

Hochseefischer vorraus

Für uns ging es in das für uns bisher unbekannte aber recht nahe Eggenstein-Leopoldshafen. Dort befindet sich ein kleiner Vogelpark, in welchem wir sieben Fragen beantworten musten.

Unter ständigem feuchtem Einfluss von oben durchquerten wir das Gelände mehrmals, waren aber letztendlich doch in der Lage alle geforderten Infos zu finden bzw. teilweise zu rekonstruieren. Als studierte Informatiker hilft da natürlich das oft trainiert Reverse Engineering 😉

Dani beim Rätseln

Leichte Schwierigkeiten ergaben sich durch das Versagen des physikalischen Trägermediums der gesammelten Informationen.

Dieser Lappen ist kein Handtuch

Durch intensive Teamwork konnten wir diesen Cache insgesamt sogar recht zügig abschließen und unser einem nahegelegenen Multi zuwenden. Diesen konnten wir dann leider nicht beenden, da die einbrechende Dunkelheit uns so langsam zur Rückkehr zum Cachermobil zwang. Trotzdem sind ein paar tolle Impressionen entstanden und wir werden sicher wiederkommen!

Blick auf einen Seitenarm des Rheins - mit Nebel
Mast und Schotbruch

Nur einen Tag später begaben wir uns erneut an den Ort des Geschehens – diesmal haben wir jedoch eine Kleinigkeit geändert: Es gab noch mehr Regen und noch mehr Nebel (dafür war es mit 9°C auch noch milder).

Hochmotiviert gelang uns den ersten Multi abzuschließen und direkt dem nächsten nachzujagen. Dank vergleichsweise geringer Pegelstände konnten wir dabei eine 8km Strecke auf 5km verkürzen und bahnten uns unseren Weg in den Rheinauen, zwischen viel Gestrüpp, Schlamm und lustigen Wasserläufen.

Tolle Herbststimmung - kurz vor Neujahr

Abschließend noch ein Blick auf eine der beiden Zugbrücken in der Nähe von Eggenstein:

Auch heute wieder mit dabei: Dani - leicht durchnässt aber hochmotiviert

Geocaching: Der halbe Tausender ist erreicht

Nach mehreren Jahren des Suchens, mehrmals unterbrochen durch Nichtigkeiten wie Umzüge, Prüfungen und andere Zwischenfälle, haben wir heute endlich den 500. Cache heben können.

Die Wahl fiel dabei auf die Weinberg Rally, welche gut zu unserer neuen Heimat passt und uns auch nach 5 Monaten Wohnhaft im Badischen neue Facetten dieser tollen Gegend aufgezeigt hat.

Dem geneigten Leser fällt vermutlich auf, dass der Cache als Fahrradtour geplant war .. aber das wäre ja langweilig 😉 Also haben wir ca 14km der Strecke zu Fuß zurück gelegt und für den Rest das Cachermobil bemüht .. eine weitere interessante Erfahrung.

Vom Final des Caches aus konnten wir dann sogar unser Haus sehen, in welches wir bei einsetzender Dunkelheit und rapide fallenden Temperaturen schnellstmöglich zurück gekehrt sind.

Blick über Weingarten
Blick über Weingarten

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