5400zl und Redundante Stromversorgung

Ein interessantes Problem, auf das man immer wieder trifft, ist die redundante Spannungsversorgung von 54er und 82er Switches der ProVision-Serie von ProCurve.

Nicht nur das die Slots für die Powersupplies ein wenig verwirrend benannt sind, nein – sie sind an der Rückseite der Geräte auch gar nicht beschriftet. Um dem Raten nach der oft gestellten Frage „Was passiert, wenn ich jetzt den Stecker ziehe?“ ein Ende zu bereiten, hier ein paar wichtige lab-proofen Erkenntnisse:

  • Sind zwei redundante Netzteile vorhanden, versorgen diese immer die oberen sechs Module (A-F).
    Fällt also eines der beiden Netzteile aus, werden immer die ersten Module mit Spannung versorgt, unabhängig vom Standort (Slot) des betroffenen sowie verbleibenden Netzteils.
  • Wird die Spannungsversorgung für ein ausgefallenes Netzteil wieder hergestellt, werden die ausgefallenen Module nicht wieder automatisch mit Spannung versorgt. Hierzu ist es notwendig, entweder den Switch neu zu booten oder soweit physikalisch möglich die betroffenen Module herauszuziehen und wieder einzusetzen. Dabei sollte die Zeit zwischen dem Herausziehen eines Moduls und dem Wiedereinsetzen keinesfalls zu klein gewählt werden; dies gilt insbesondere für die Verwendung von Transceivern. Wird dies nicht berücksichtigt, kann der Switch unter Umständen abstürzen.
  • Sind drei oder mehr Power Supplies vorhanden, sollte auch beim Ausfall eines beliebigen Netzteils kein Modulausfall auftreten.