Porsche 911 Carrera – Ein ErFAHRungsbericht

Es gibt eine Frage, die ich im Zusammenhang mit unserem Porsche immer wieder höre: Wie fährt sich so ein 911er denn eigentlich? Gemeinhin hat man die Tendenz zu antworten: Naja, wie wohl? Wie jedes andere Auto (mit Automatik) auch. Okay, den Zündschlüssel steckst du links rein, Fuß auf das große linke Pedal, dann drehst du den Schlüssel nach rechts, anschließend wird es kurz laut, dann ziehst du den Wählhebel der Automatik zu dir hin bis in Stufe D und – Achtung – dann musst du vielleicht kurz etwas mehr Gas geben als gewohnt, da sich die Parkbremse erst bei kurzem Krafteinfluss löst. Danach schwimmst du einfach im Verkehr mit – so wie mit jedem anderen Auto auch.

Sieht (noch) ganz friedlich aus, oder?
Sieht (noch) ganz friedlich aus, oder?

Ja, dass ist die Wahrheit. Die Wahrheit, wenn man Autofahren als emotionslose Fortbewegung von A nach B begreift – als Vorgang des Transports. Für derart rationale Tätigkeiten wurden Autos vermutlich einmal ersonnen. Doch wer danach fragt, wie sich ein Porsche fährt, den interessiert vielleicht nicht nur für das Rational-Vernünftige. Und genau diesen Menschen sage ich – und das ist mir auch erst ganz langsam bewusst geworden – ein 911er fährt sich ganz bestimmt nicht wie jeder andere PKW auch. Der 911er ist ein Abenteuer – ein Erlebnis für die Sinne, eine Prüfung der eigenen Gelassenheit und Vernunft und am Ende des Tages damit auch eins: Eine faszinierende Legende.

Heckansicht mit einer wilden Kombination aus Tradition & Moderne
Heckansicht mit einer wilden Kombination aus Tradition & Moderne

Das beginnt bereits lange bevor der Wählhebel die „D“-Stellung erreicht und die Aluminium-Flunder in den automobilen Einheitsbrei der Pendlerschaft gen Arbeitsstätte eintaucht. Schon auf dem Weg zum Porsche bahnt sich Vorfreude an – zumindest dann, wenn man das Fahrzeug noch als solches wahrnimmt und nicht schon alle Sinne abgestumpft sind. Klar, irgendwann wird vermutlich jeder 911er, jeder Ferrari, jeder Bugatti, jede Villa und jedes teure Essen zur Gewohnheit – aber der Weg dahin ist hoffentlich lang. Man geht also auf den Wagen zu und kurz bevor man ihn erreicht, beginnt die Suche nach der Form des eleganten Schlüssels, dessen Design der Fahrzeugsilhouette nachempfunden wurde. Die Finger tasten sich an den lackierten Wangen des Öffners entlang und mit einem frechen Blinken signalisiert der Elfer: Willkommen zu Hause.

Handschmeichler mit Erinnerungsstück. Die Bremsscheibe begleitet mich schon ganz schön lang
Handschmeichler mit Erinnerungsstück. Die Bremsscheibe begleitet mich schon ganz schön lang

Spätestens mit dem Signal der Leuchten ist die gesamte Wahrnehmung auf das Fahrzeug fokussiert. Sein langer Bug, die charakteristischen Kotflügel (ich rede insbesondere von diesen markanten „Hügeln“ links und rechts der Motorhaube), die riesigen 20″ Felgen, die unverwechselbare Seitenlinie, der charakterstarke Heckdeckel – der Elfer hält viele Details bereit, die das Auge zu beschäftigen wissen.

Nach einem kurzen Zug am Türgriff öffnet sich der Innenraum, dessen Zutritt eine relativ deutliche Bewegung gen Boden erfordert. Kaum sitzt man im Sportsitz und hat die Tür mit einem satten Plopp geschlossen, setzt sich der Strom an Eindrücken fort. Der Schlüssel rastet merklich wahrnehmbar in das Zündschloss ein, woraufhin der Sitz beginnt einige Zentimeter nach vorn (in die abgespeicherte Position) zu fahren, das Radio beginnt zu spielen, die Soundanlage liefert einen satten Klang, im Display des Kombinstruments blendet langsam (von links nach rechts) den Schriftzug „Carrera S“, begleitet von einer stilisierten Darstellung der Fahrzeugsilhouette ein. Noch bevor man überhaupt den Motor gestartet hat, nimmt man den Geruch des Leders wahr, welches überall im Innenraum verbaut ist, spürt die bequemen, aber sehr konturierten Sportsitze (okay, dann 18-fach elektrischer Verstellung kann man den deutlich wahrnehmbaren Gegendruck an den Schultern auch bewusst minimieren) und sucht erneut den Kontakt zum haptisch nahezu perfekten Schlüssel. Eine kurze Drehung nach rechts und das Lenkrad fährt in Position (sprich es senkt sich ab); die Spiegel klappen sich aus – jetzt kann es losgehen. Je nach Laune vielleicht noch ein kurzer Griff bzw. Taster nach rechts zur „Sport-Taste“, die den Sound des Boxers etwas markanter wahrnehmbar macht, die Sportabgasanlage aktiviert, die Gaspedalkennlinie schärft und die Start/Stopp-Automatik abschaltet.

Charakterwahl via Sport-Taste. Hoffentlich ist die Beschriftung langlebig..
Charakterwahl via Sport-Taste. Hoffentlich ist die Beschriftung langlebig..

Fuß auf die Bremse, linke Hand an den Schlüssel, kurze Stille, Drehung und dann: Adrenalinkick. Sechs Zylinder, parallel zur Fahrbahn gelagert, 3,8 Liter Hubraum und 400 PS melden sich zum Dienst. Zur Begrüßung dreht das Triebwerk kurz hoch und allerspätestens in diesem Moment weiß auch der letzte „Ein Auto muss mich nur von A nach B Bringen“-Rationalist, dass ein 911er kein normales Auto ist – obgleich man ihn so fahren kann. Wenn man will. Wenn man ignorant genug ist. Wenn man das Autofahren wieder auf den reinen Akt der Fortbewegung reduziert. In diesem Moment weiß man, dass die im Prospekt genannten Attribute „reif“, „geradlinig“ und „verwurzelt“ zwar definitiv vorhanden sind, sie jedoch nicht die Überhand über die außerdem genannten Eigenschaften „entschlossen“, „stürmisch“, „frei“ und den dominierenden Begriff „Stärke“ haben. Der 911er ist ein ambivalentes Fahrzeug, gereift über sieben Generationen und diverse Facelifts, adaptiert an die Moderne und neue Märkte, aber dennoch faszinierend und definitiv ein Sportwagen im eigentlichen Sinne.

Ist man mit dem Porsche erstmal auf der Straße, werden die Eindrücke nicht eben weniger. Die Lenkung geht relativ schwer, wirkt dabei jedoch unglaublich präzise. Die Karosse ist recht breit, lässt sich aber durch die deutlich wahrnehmbare Falz auf den Kotflügeln sehr gut überschauen. Der Rückspiegel bietet eine unbeschwerte Sicht nach hinten, durch das getönte Glasdach scheint Sonne in den Innenraum, der Bordcomputer meldet 2,2 Bar Reifendruck vorn und 2,8 Bar hinten, der Öldruck beträgt 2,3 Bar, die Öltemperatur 95°C: Die Welt ist in Ordnung. Sie ist kein Ort der Ruhe, kein Ort der Entspannung, kein Ort der Gemütlichkeit .. aber sie ist schön.

Sobald man mit dem 911er unterwegs ist, scheint die gesamte Interaktion mit dem Straßenverkehr viel intensiver zu sein, als in anderen Fahrzeugen. Die einen machen Platz, die anderen drängeln und versuchen sich auszuprobieren, die dritten schauen einfach nur .. nur Gewohnheit scheint es relativ selten zu geben. Dabei fährt sich der Elfer – insbesondere bei deaktiviertem Sportmodus – extrem entspannt, schaltet früh hoch und gleitet auf der Autobahn sogar ziemlich oft bei Leerlaufdrehzahl einfach mit (das sogenannte „Segeln“). Schaltet man die Sportabgasanlage nicht an, nimmt man bei moderaten Geschwindigkeiten Wind- und Abrollgeräusche wesentlich präsenter wahr, als das dünne Brummen des Motors (akustisch auffällig sind maximal die deutlich wahrnehmbaren Geräusche, die entstehen, wenn sich auch nur ein kleines Steinchen in einen der Radkästen verirrt. Das klar wahrnehmbare Prasseln ist definitiv nichts, was man aus anderen Fahrzeugen gewohnt ist). Je nach Laune kann man dabei manuell schalten (ich habe bisher vergessen auf die geniale Haptik des Sportlenkrads und der großen Schaltpaddles hinzuweisen) oder sich einfach an der perfekten Intuition des PDK genannten Doppelkupplungsgetriebes erfreuen.

Im Bild zu sehen: Das besagte SportDesign-Lenkrad inkl. Schaltwippen
Im Bild zu sehen: Das besagte SportDesign-Lenkrad inkl. Schaltwippen

Aber wehe, wenn der Adrenalinpegel steigt, wenn der Porsche den Eindruck hat: Jetzt bitte Alarm. Dann dreht der freiatmende Sauger lässig über die 5000, 6000 und 7000 Umdrehungen pro Minute, um bei 7.800 Umdrehungen unter wildem Kreischen den nächsthöheren Gang einzulegen. Ganz ehrlich, der Elfer ist dabei nicht wesentlich schneller als sagen wir ein TTRS, aber er absolviert die gleiche Übung mit soviel mehr Drama. Alles fühlt sich leichtfüßig, spontan und energiegeladen an, was man z.B. spürt, wenn das Doppelkupplungsgetriebe binnen eines Wimpernschlags und auf minimalen Impuls des Gaspedals hin mehrere Gänge zurückschaltet und das Organ des Sportlers sofort mehrere Oktaven höher kreischt. Die Geschwindigkeit dieser Transformation von „Ich kann, aber muss nicht“ zu „Attacke“ ist unglaublich. Man fährt nicht von A nach B, man sitzt nicht hinter dem Steuer um anzukommen, sondern man zelebriert automobile Ingenieurskunst am lebenden Objekt. Kann man nicht beschreiben, muss man erlebt haben. Das subjektive Empfinden von Geschwindigkeit und Kraft lässt sich sogar noch intensivieren, wenn man die Sport-Taste drückt und mit ihr auch die Sportabgasanlage aktiviert wird (man kann sie übrigens auch unabhängig vom Sport-Modus ein- bzw. ausschalten). Jetzt Sprotzelt und Brabbelt der Boxer-Motor derart klar wahrnehmbar im Innenraum, dass man sich ein Grinsen von Ohr zu Ohr kaum verkneifen kann. Kaum geht man bei diesem Betriebsmodus vom Gas, emittiert der Boxer den Sound künstlich erzeugter Fehlzündungen, die jedoch sofort unterbrochen werden, sobald man wieder etwas mehr Leistung abruft. Das vergleichsweise Ungewohnte hierbei ist der Lastbereich: Selbst bei 50km/h vom Gas zu gehen, führt zu der beschriebenen Akustikkulisse – alles andere als alltäglich. Das die Umwelt hier entsprechend partizipiert und sich der ein oder andere Passant ab und an umschaut, sei nur am Rande erwähnt 😉 Sehr emotionsgeladen sind im Sportmodus übrigens auch Zurückschaltvorgänge, wie sie beim Zurollen auf eine Ampel ja durchaus häufig vorkommen. Die Höhe der Drehzahl verhält sich in diesem Fall direkt proportional zum Puls des Fahrers – inklusive Gänsehautgefahr bei heiserem Kreischen.

Spiel mit mir! Jetzt!!
Spiel mit mir! Jetzt!!

Das Erlebnis Porsche-Fahren endet meist nach dem Parkvorgang, der – genau wie das Losfahren bzw. Rangieren allgemein – durchaus kraftintensiv sein kann. Mit automatisch absenkenden Spiegeln und einer Rückfahrkamera inkl. dynamischen Leitlinien ausgestattet gibt es zwar diverse Hilfsmittel, die korrekte Nutzung selbiger obliegt aber (zum Glück) immer noch dem Fahrer. Steigt man dann aus, wird man neben dem Surren der anklappenden Spiegel vom markanten Geruch kleiner Gummiteilchen verabschiedet, die freudig mit der Abgasanlage kuscheln – begleitet von einem romantischen Knistern. Das Ende der Fahrt markiert dabei meist nicht das Ende des Tages mit dem Elfer – viel zu oft erwischt man sich dabei, wie man beim Vorbeigehen einen Blick auf ihn wirft oder gar gezielte Umwege geht, um diesen Vorgang überhaupt erst zu ermöglichen.

Ganz toll
Fishing for Compliments

Zusammenfassend fährt sich ein 911 Carrera also in der Tat wie jedes andere Auto auch und kann daher auch von nahezu jedem Menschen problemlos bewegt werden. Dies ist aber noch nicht mal die halbe Wahrheit, sondern in der Realität ein wesentlich kleinerer Anteil am Gesamterlebnis Porsche. Ein Erlebnis, dass manchmal schon vor dem Aufstehen im Kopf beginnt, mit jedem Schritt zum Auto intensiver wird, auf jedem gefahrenen Kilometer reich an Impressionen ist und noch nach dem Ende der Fahrt anhält. Es ist ein teurer, nicht selbstverständlicher und vermutlich auch entbehrungsreicher Spaß, der jedoch jeden mit „Benzin im Blut“ berühren und nicht wieder loslassen wird.

Abendstimmung zum Abschluss. einen Neunelfer muss man wirken lassen.
Abendstimmung zum Abschluss. einen Neunelfer muss man wirken lassen.

Ich vermute dieser kurze Bericht entspricht nicht dem üblichen Schema zur Beschreibung der Eindrücke, die man in den ersten Wochen mit einem Neuwagen erlebt hat. Er vermittelt jedoch dennoch – und hoffentlich sogar viel besser als jede „nüchterne“ Schilderung es gekonnt hätte – einen Eindruck dessen, auf was man sich mit einem 911er (oder vermutlich auf jedem anderen Zweitürer aus Zuffenhausen) freuen kann. Faszination. Leidenschaft. Spaß. Und die ein oder andere mentale Herausforderung 😉

Da Bilder bekanntermaßen viel mehr sagen als Worte, habe ich -quasi als Novum für diesen Blog – das erste Mal die GoPro mit ins Fahrzeug genommen. Folgend ein kurzer Teaser (1 min) und ein rund 9 Minuten langer Clip für alle, die etwas mehr Sportabgasanlagen-Sound wollen 😉 Ich warne jedoch bewusst davor, dass ich mit dem Medium Film noch nicht allzu vertraut bin und zudem unsere Kamera dringend ersetzt bzw. durch ein neueres Modell ergänzt werden muss. Dennoch wünsche ich viel Spaß (ich empfehle die Videos entweder via Klick auf den YouTube-Button unten rechts in größerer Darstellung zu betrachten oder gleich den Vollbild-Modus durch einen Klick auf die Schaltfläche ganz rechts zu aktivieren)!

Zum Warmwerden:

Wenn’s ein bisschen mehr sein darf:

Erlebnis Abholung. Vom außergewöhnlichen Beginn einer intensiven Freundschaft

Basierend auf meinen Erfahrungen gibt es nacheinander die Phasen des Euphorischen, des Abwägens, des Entschlossenen, des Zweifelnden und irgendwann nur jene der nervösen, aufgekratzten Vorfreude. Wenn nach Wochen bzw. Monaten des Wartens der Moment der Transformation von Investition in Gegenwert bevorsteht, fühlt sich das in der Regel ziemlich verrückt an. Wenn der Gegenwert auf die drei Ziffern 9 1 1 hört, sich 1295mm über den Asphalt duckt, dabei von einem Sechszylinder-Boxermotor im Heck angetrieben wird und in Stuttgart Zuffenhausen gefertigt wurde, ist es mit jeglicher Geduld kurz vor Ablauf des mentalen Countdowns gänzlich vorbei.

Teaser: Um dieses Fahrzeug geht es im folgenden Beitrag ;-)
Teaser: Um dieses Fahrzeug geht es im folgenden Beitrag 😉

Spätestens nach Übergabe der finalen Unterlagen kurz vor der Zulassung gibt es eigentlich nur noch einen Gedanken: Haben wollen! Jetzt! Sofort! Man beginnt sich die Abholung minutiös vorzustellen, sie geistig durchzugehen. Hab ich Fragen zum Fahrzeug? Wie gelangt man von der Auslieferungshalle eigentlich auf die öffentliche Straße (Google Earth hilft)? Wird der Wagen vollgetankt sein? Was ziehen wir an? Ist es schicklich den Moment der Übergabe fotografisch festzuhalten? Was machen wir nach der Abholung? Alles gar nicht so einfach .. und dabei geht am Ende alles so schnell.

Nachdem wir mit den Abholungen des ersten TTs, des ersten Minis, des Boxsters, des 5ers, des zweiten Minis und des zweiten TTs schon einige Erfahrungen gesammelt hatten – einige davon aufwändiger inszeniert, andere weniger spektakulär – hatten wir dieses Mal eigentlich (später mehr dazu) ein ganz gediegenes Event favorisiert: Regulär zur Arbeit gehen, mit eigenem Auto anreisen, Fahrzeug übernehmen, auf direktem Weg nach Hause fahren, danach vielleicht noch Essen gehen und ansonsten eher auf das verlängerte Wochenende warten. Irgendjemand oder irgendetwas schien aber der Meinung gewesen zu sein, dass so eine 0815-Abholung für uns einfach nicht das Richtige ist. Doch der Reihe nach.

Der Beginn unserer Beziehung mit dem 911 Carrera verlief noch völlig unauffällig. Wir erreichten das Porsche Zentrum unserer Wahl ohne Zwischenfälle, das Fahrzeug stand pünktlich und mit korrektem Wunschkennzeichen zugelassen bereit und die Stimmung war gut. Noch vor dem ersten Gang zum Elfer wurden die letzten Unterschriften geleistet und wir erhielten eine von den Mitarbeitern des Hauses signierte Flasche Champus gemeinsam mit zwei Schlüsseln – wie gesagt, unspektakulär. Der Moment unseren Porsche mit seinem Kennzeichen zu sehen, übergabebereit und prominent im Abholbereich geparkt, war dennoch sehr speziell.

Das ist er also, unser Carrera .. ziemlich atemberaubend
Das ist er also, unser Carrera .. ziemlich atemberaubend

Die optische Komposition aus uniweiß (kein Metallic), lackiertem Heckunterteil, lackierten Außenspiegelunterschalen, schwarzen Scheinwerfereinsätzen, schwarz lackierten Felgen, getönten Scheiben und schwarzem Dach (Schiebe-/Hubdach aus Glas) in Kombination mit dem SportDesign Paket inkl. Entenbürzel ist doch recht extrovertiert. Insbesondere frisch aufbereitet, ohne einen winzigen Kratzer, ohne die kleinsten Spuren von Bremsstaub, ohne Hologramme im Lack und ohne auch nur ein Fleckchen Insektenreste auf der gesamten Karosserie wirkte das Fahrzeug enorm beeindruckend. Toll.

Außergewöhnlicher Flügel, außergewöhnliches Fahrzeug, außergewöhnlicher Tag
Außergewöhnlicher Flügel, außergewöhnliches Fahrzeug, außergewöhnlicher Tag

Die Übergabe selbst verlief dann wie erwartet eher unaufgeregt. Als chronisch neugieriger Mensch mit viel Affinität zu Autos und einer gewissen Porsche-Vorgeschichte hatte ich mich gefühlt schon über auch das kleinste Detail des Wagens informiert. Sei es die Möglichkeit durch simultane Betätigung beider Schaltpaddels in den Leerlauf zu schalten oder die Deaktivierung der Neigungserkennung der Diebstahlwarnanlage durch zweimalige Betätigung der Verriegelungstaste – mein Verkäufer hatte wenig Spaß 😉 Also fachsimpelten wir etwas über die anderen Modelle, schauten uns das Lenkrad des Macans etwas näher an und gingen irgendwann zur Ausfahrt aus der Halle über. Vorher stellten wir noch einen optischen Makel im Bereich des Heckdeckels fest, welcher bei der Qualitätskontrolle wohl unterging und per Poliermaschine zeitnah behoben werden sollte.

Vorn: Dani & ich. Hinten: 911er Typ 991
Vorn: Dani & ich. Hinten: 911er Typ 991

Ich muss gestehen, dass dieser Moment schon sehr intensiv war, als ich bei einem Kilometerstand von 16 den im Vergleich zum 987 vollkommen überarbeiteten Schlüssel in das Schloss (links) führte und das 3,8l-Triebwerk mit einer Drehung nach rechts zum Leben erweckte. Wenn man diesen Vorgang nicht gewöhnt ist, fühlt er sich gigantisch an, schreit der Boxer doch wie zur Begrüßung kurz auf, was natürlich durch die Umgebung (sprich innerhalb eines geschlossenen Raums) nochmals verstärkt wird. Den Wahlhebel des Doppelkupplungsgetriebes auf D, Fuß langsam von der Bremse nehmen (nix passiert, da Parkbremse aktiv), ein wenig Druck auf das Gaspedal. Wie viel Druck? Keine Ahnung .. mach halt mal. Und dann geht es los, völlig unaufgeregt und mit einem Grinsen von einem Ohr bis zum anderen raus aus der Halle, enge Rechtskurve und vorbei an Verkäufer und Frau, enge Linkskurve, gleich noch eine davon, kurze Gerade, noch zweimal links und Einparken vor dem Eingang des Porsche Tempels. Okay, so fühlt sich das also an. Alles ganz schön ungewohnt und definitiv sehr viel anders, als in den meisten Fahrzeugen die ich bisher bewegen durfte. Ein letztes Mal Händeschütteln und dann ging es los – Heimreise mit dem Elfer, Dani im Mini direkt hinter mir.

So sahen die ersten Meter aus ;-)
So sahen die ersten Meter aus 😉

Wenig überraschend ist der Verkehr auf den Bundesstraßen des Rhein-Main-Gebiets gegen 17:45 Uhr recht dicht, so dass ich nach den ersten Minuten des Im-Kreis-Grinsens begann mit den vielen Funktionen des Porsche zu spielen .. es war ja doch Einiges verbaut, was ich so bisher noch nie in einem Fahrzeug hatte. Sehr neugierig war ich zum Beispiel auf das Display im Kombiinstrument, welches sehr vielfältige Möglichkeiten bieten sollte. Genau zu diesem Zeitpunkt begann der Tag einen unglücklichen Verlauf zu nehmen. Statt nämlich eine Karte der Umgebung anzuzeigen, blieb es ziemlich schwarz. Augenblicke später präsentierte mir das PCM (also das Radio-/Navigationssystem, für die Porsche-Unerfahrenen) stolz das Porsche-Logo .. okay, es startete einfach mal neu. Dies stellte die Funktion der Karte jedoch nicht her und auch sonst fühlte sich das System ganz und gar nicht gut an – die Reaktionszeiten auf Eingaben waren ewig. Sie waren sogar so lang, dass ich es nicht schaffte, eine Adresse einzugeben, bis das System wieder neustartete. Langsam wurde meine Laune schlechter. Zu allem Überfluss zeigte nun auch die Verkehrszeichenerkennung einen Ausfall und die Drehzahl des Fahrzeugs schwankte auffallend, selbst bei konstanter Fahrt. Okay, muss sich das so anfühlen? Ich hatte auf den restlichen 20 Kilometern nach Haus viel Zeit darüber nachzudenken und mit mir allein zu sein, denn das PCM verabschiedete sich alle 5-7 Minuten in den bereits vertrauten Neustart inkl. Verlust aller Einstellungen. Gar nicht lustig. Kaum zu Hause angekommen rief ich meinen Verkäufer an und berichtete vom Erlebten. Dieser zeigte sich sofort sehr einsichtig und versprach einen Servicetermin am folgenden Tag inkl. sofortiger Bereitstellung eines Ersatzfahrzeugs. Na gut, in Summe kein Vorzeigeerlebnis, aber zumindest auch nicht wirklich tragisch. Tragisch wurde es, als wir direkt im Anschluss zum Abendessen aufbrechen wollten – schließlich wollte auch Dani erste Eindrücke im Elfer sammeln. Wir fuhren auf die Autobahn auf – fühlt sich ganz schön träge an; wir schwammen im Verkehr mit – ganz schön komischer Sound; wir versuchten an der nächsten Ausfahrt abzufahren – Ausfall PSM (das ist das Stabilitätsprogramm), Störung Motorsteuergerät, angepasste Weiterfahrt möglich, starkes Ruckeln bereits beim zarten Versuch Gas zu geben. Zusammenfassend gingen ganz viele Lämpchen im Kombiinstrument an, die man normalerweise nur kurz sehen möchte, wenn man die Zündung einschaltet. Die Warnsignale blieben aber und wechselten sich zudem in schönstem Prosa im sowieso nur bedingt nutzbaren Display ab – ganz und gar nicht erheiternd. Wie ein waidwundes Tier schleppten wir uns also zum nächsten größeren Parkplatz, der genügend Kapazitäten und ein Schnellrestaurant bot. Erneute Kontaktaufnahme mit dem Porsche Zentrum: Bitte Porsche Assistance anrufen, die bringen den Wagen zu uns und organisieren ein Ersatzfahrzeug – 18:54 Uhr konnte man mir wohl sonst nicht mehr helfen.

Kleine bildliche Auflockerung zwischendurch, damit die Laune nicht zu sehr leidet
Kleine bildliche Auflockerung zwischendurch, damit die Laune nicht zu sehr leidet

Also lernte ich bei Kilometerstand 55 und keine 2h nach der Auslieferung die Porsche Assistance kennen – die Stimmung war vorsichtig formuliert schon ziemlich schlecht. Jetzt begann aber erst der frustrierendste Teil des gesamten Tages, für den ich auch 1,5 Wochen später (und vermutlich 1,5 Jahre später) keine netten Worte finden kann. Nur zur Sicherheit: Ich gebe hier nur meine individuellen Erfahrungen mit der Assistance wieder und schildere meine subjektiven Eindrücke über die erlebte Qualität.

Es begann damit, dass mein Fahrzeug bei der Assistance gänzlich unbekannt war – zu neu. Leider musste man deshalb (wie ich erst später erfahren habe) Prüfungen über „andere Kanäle“ durchführen, um sicherzustellen, dass ich bzw. der Wagen auch wirklich noch über eine Garantie verfügt. Nachdem der erste Anruf bei der Assistance kurz vor Fertigstellung der Aufnahme des Vorgangs abgebrochen ist, durfte ich dieses tolle Erlebnis direkt wiederholen. Nüchternes Ergebnis: Abschleppunternehmen wird sich melden und bezüglich des Ersatzfahrzeugs werde ich nochmals kontaktiert werden. Das Abschleppunternehmen brauchte zwar rückblickend 90 Minuten bis zum Eintreffen des Wagens, war aber zumindest bemüht und der Fahrer äußerst freundlich, menschlich sympatisch und zudem sehr sorgsam – das war also richtig klasse. Weniger begeisternd waren meine Rückrufe bei der Assistance, weil auch über 1h nach Meldung des Schadens noch keine Information zum Thema Ersatzmobilität vorlag – „Wir sind mit den Mietwagen gelinde gesagt etwas im Rückstand“. Just in dem Moment, in dem der Abschlepper eintraf, erhielt ich einen Anruf bezüglich des Leihwagens. Man könne mir einen Touareg oder einen BMW5er anbieten und der werde frühestens in 60 Minuten da sein. Okay, Meldung der Störung um 19:00 Uhr; Abschlepper um 21:30 Uhr; Leihwagen um 22:30 Uhr? Meine Stimmung war jetzt wirklich schlecht. Gänzlich konträr hierzu mein Gesprächspartner, der meine Lieblingsaussage der nächsten Tage erstmals einführte: „Wir können nichts dafür und sind da auch nur abhängig“. Auf meine relativ frustrierte Aussage, dass wir statt noch weiter zu warten lieber mit dem Taxi nach Hause fahren werden, erwiderte er: „Gut, ich notiere Sie verzichten freiwillig auf ein Ersatzfahrzeug.“. Meine deutlich formulierte Protestnote, dass ich mitnichten freiwillig verzichte, aber die avisierten Parameter (Zeit und Wagen) gänzlich inakzeptabel finde, wurde erneut mit der Aussage quittiert, dass man in der Akte vermerken würde, dass ich also freiwillig auf ein Fahrzeug verzichte. Hallo? Rede ich mit der Porsche Assistance, nachdem ein Neufahrzeug nach weniger als 30km am ersten Tag meines Besitzes liegengeblieben ist, oder bin ich vielleicht doch mit .. ich weiß nicht .. dem Notrufservice eines weniger kostenintensiven Fahrzeugherstellers verbunden?  Auch das sich im Porsche Zentrum um 19:12 Uhr niemand mehr für die vergeigte Auslieferung interessierte, fand ich wenig begeisternd.

So sieht es aus, wenn ein 911er mit SportDesign-Paket aufgeladen wird. Ganz schön knapp..
So sieht es aus, wenn ein 911er mit SportDesign-Paket aufgeladen wird. Ganz schön knapp..

Ich möchte an dieser Stelle die Ausführungen über die Assistance beenden. Nachdem es vor Kurzem nochmals einen Rückruf zum Thema gab, der mich abermals so richtig wütend gemacht hat („Ich verstehe gar nicht, warum ich Sie nochmal anrufen soll.“; „Wir müssen immer warten, bis der Abschleppwagenfahrer bestätigt, dass das Fahrzeug abgeschleppt werden muss .. erst dann beginnen wir mit der Suche nach einem Leihwagen“) kann ich einfach nur inständig hoffen, mit dem Elfer nie nie niemals liegen zu bleiben. Falls doch, empfiehlt es sich wahrscheinlich weinend weg zu laufen und auf ein Wunder zu hoffen, anstelle sich falscher Hoffnungen auf eine schnelle „Assistenz“ hinzugeben. Den naiven Gedanken für den Fall der Fälle abgesichert und bei einem unvorhergesehen Zwischenfall schnell wieder auf der Straße zu sein, werde ich basierend auf diesem Erlebnis jedenfalls beerdigen müssen.

Um die Situation besser vermitteln zu können, möchte ich die Erlebnisse des Abends nochmals resümieren: Es war also gegen 21:30 Uhr; wir waren knapp vier Stunden nach der Abholung des Fahrzeugs, welches bereits nach ca. 5 Minuten auf der Straße und weniger als 3km die ersten Störungen zeigte und später nach rund 30km auf eigener Achse liegen blieb, wieder zu Haus. Vom Porsche Zentrum fühlte ich mich ehrlich gesagt hängen gelassen, die Porsche Assistance gab wirklich und ausschließlich nur Anlass für weiteren Ärger und noch dazu waren wir jetzt zwar etwas ärmer, aber dafür ohne Auto (zum Glück hatten wir ja noch zwei). Wir fassten das Erlebte noch Kurz in einer E-Mail an den Verkäufer zusammen, sichteten ein paar Fotos und versuchten zu Schlafen – so richtig gut hat das aber zumindest für mich nicht funktioniert.

Das Ende unseres ersten Dates
Das Ende unseres ersten Dates

Am nächsten Tag (Dienstag) hatte ich morgens einen Auswärtstermin und beschloss im Rahmen der Rückfahrt gänzlich unangekündigt im Porsche Zentrum vorbeizufahren. Ich kann ehrlich berichten, dass meine Ansprechpartner dort größtenteils mindestens so frustriert wie ich wirkten, so dass ich durchaus den Eindruck hatte, meine Probleme wurden ernst genommen. Zum Fahrzeug konnte man noch nichts sagen, außer das es derzeit am Tester hängt und sowas (natürlich) noch nie vorgekommen sei. Auch mit der Assistance läuft ansonsten natürlich alles immer bestens, so dass es aus Sicht des PZs absolut schicklich war ab 19:00 Uhr nicht mehr erreichbar gewesen zu sein. Meine – bewusst übertriebene – Darstellung den Kunden nach einem derart negativen Erlebnis mit dem Verweis auf eine 0800er-Nummer in den Abend zu verabschieden, wollte man so natürlich nicht bestätigen. Nun ja, was soll ich sagen .. es tat zwar irgendwie allen alles leid, mein Verkäufer fand die Nichterreichbarkeit ab 19:00 Uhr absolut vertretbar (was okay ist, so weiß ich wenigstens was ich erwarten kann und was ich nicht erwarten kann), eine Lösung war dennoch ad-hoc nicht gefunden. Später im Verlauf des Tages wurde ich telefonisch mit der Diagnose konfrontiert, dass das PCM-System derart defekt gewesen sei, dass es das Bordnetz heruntergezogen habe und dadurch das Motorsteuergerät gestört wurde. Wow .. das klingt schon spannend, oder? Wenn ein Navigationssystem durch eine Fehlfunktion ein Bordnetz elektrisch so stören kann, dass scheinbar alle anderen Systeme davon tangiert werden, beginne ich mir Sorgen zu machen. Nun ja – wie sagte man so schön: Ohne PCM fährt das Fahrzeug super und mit einem neuen PCM wird dann alles gut – dieses sei schon bestellt.

Man beachte die Sondersignale auf dem Dach .. die könnten mir durchaus gefallen
Man beachte die Sondersignale auf dem Dach .. die könnten mir durchaus gefallen

Am Mittwoch Nachmittag wurde ich telefonisch erneut vom PZ kontaktiert und mein Erlebnis Abholung wurde um eine weitere Posse ergänzt: Das PCM sei kurzfristig auf Rückstand gegangen und deshalb sei jetzt keines verfügbar. Schade. Aber man könnte ein Leihgerät verbauen, welches dann nächste Woche (oder wann immer das PCM eintrifft) natürlich nochmals getauscht werden müsste. Diese Notlösung lehnte ich mit dem Verweis auf ein Ersatzfahrzeug ab, was mein Ansprechpartner im Service scheinbar nicht gut hieß. Man blieb zwar professionell, aber des Eindrucks einer intensivierten Abneigung dem Problemkunden gegenüber konnte ich mich nicht erwehren. Was hatte ich falsch gemacht? Ein Premiumfahrzeug gekauft, das nach 30km liegen geblieben ist und dann auf eine vorbildliche Abwicklung bestanden? Dies scheint irritierender Weise kein valider Wunsch zu sein.

Die positive Wendung der Ereignisse begann dann endlich (!) als rund eine Stunde später der Leiter After Sales anrief und mit mir die Übergabe eines Ersatzfahrzeugs in Form eines 911 Carrera 4s besprechen wollte. Er war sehr bemüht, verständnisvoll, freundlich und ging auf die Situation und meine Gefühle angemessen ein. Ca. 90 Minuten später fand die Zustellung des besagten Fahrzeugs statt und plötzlich war die Welt gleich viel schöner. Hallo, Carrera 4s in dunkelblaumetallic mit 20″ Felgen und dunkelbraunem Interieur. Hallo, Sportabgasanlage, PDK, Allradantrieb und 400PS. Der 4S sollte ein hervorragender Ausblick auf unseren Porsche sein, hatte er doch das gleiche Triebwerk und die gleichen Gene. Im Gegensatz zu den 30km mit unserem Carrera 2S nach der Abholung fuhr sich der Ersatzelfer genau so, wie man sich das vorstellt: Präsent, sportlich, akustisch absolut beeindruckend. Ein zeitloses Fahrzeug, optisch fast schon introvertiert und technisch faszinierend – so macht der Mythos 911 Spaß.

911 4S Coupé - es gibt wahrlich schlechtere Übergangslösungen
911 4S Coupé – es gibt wahrlich schlechtere Übergangslösungen

Der Carrera 4S begleitete uns von Mittwoch Abend bis Montag Abend und über fast 1000km. Wir fuhren damit zum Wandern an den Loreley Felsen, zum Einkaufen und zu einem der größten Porsche-Treffen Deutschlands nach Böblingen. Auch wenn wir dabei viel Spaß hatten, konnte ich mich von Zeit zu Zeit nicht der Frage erwehren, warum man nicht gleich derart entschlossen auf diesen traurigen Vorfall reagiert hat. Als ich unseren Elfer dann – erneut perfekt aufbereitet und weithin sichtbar geparkt – am Montag abholte, wurde mein Eindruck komplettiert: Scheinbar wurde die Drosselklappe des Fahrzeugs vor der Auslieferung nicht richtig angelernt. Außerdem (und völlig unabhängig davon) war das PCM defekt und wurde nun getauscht. Ferner wurde der besagte optische Mangel am Heck poliert und das Fahrzeug knapp 30km Probe gefahren und sei nun definitiv im Zielzustand. Diesen Eindruck kann ich seit dem glücklicherweise nur bestätigen – doch davon berichte ich besser im nächsten Beitrag.

Kilometerstand 111,1 - bis zum Horizont, und noch viel weiter!
Kilometerstand 111,1 – bis zum Horizont, und noch viel weiter!

Zweifel – Hätte ich vielleicht doch (nicht)?

Es ist dieser Moment nach dem die erste Euphorie abebbt, das Herz freiwillig wieder langsamer schlägt, der Adrenalinspiegel sich normalisiert und die Vernunft ganz allmählich beginnt sich wieder in das Bewusstsein zu drängen. Sie stellt dann blöde Fragen – meistens vor dem Versuch einzuschlafen. Solche wie „Hubraum statt Wohnraum?“. Oder „Ist schon wieder große Krötenwanderung?“. Gemeine Fragen sind das, denn sie versuchen die heile Welt kaputt zu machen, die Emotionen niederzureden und Zweifel zu streuen. Sie versuchen sogar noch Schlimmeres, locken sie doch mit angeblichen Auswegen: „Hör mal, Freund, ich kann ja verstehen das jeder mal schwach wird .. aber das ist überhaupt kein Problem. Du kannst dich einfach binnen 14 Tagen darauf besinnen, dass du doch ein vernünftiger Typ bist der nach gesellschaftskonformen Wertvorstellungen lebt, und du jetzt lieber einen Kangoo erwerben möchtest.“.

911. Kannst du der Versuchung widerstehen? Wenn ja, wie lange?
911. Kannst du der Versuchung widerstehen? Wenn ja, wie lange?

Immer wenn dann ein PORSCHE Neuhundertundelf im Umkreis von 500m mit geöffnter Sportabgasanlage durch die Gegend „gleitet“ und der 3,8l große Sechszylinder Boxer die Glückseligkeit des Seins aus sich herausschreit, meldet sich das Herz zurück und besteht darauf, dass es charakterschwach wäre einmal getroffene Entscheidungen zu revidieren. Außerdem erinnert es daran, welche tollen Momente man mit so einem Volkswagen auf Steroiden erleben könnte und es führt auf, dass es ja bald nur noch Turbo-Motoren gibt und die dann sicherlich nicht mehr das charakteristische, legendäre Boxer-Geräusch emittieren werden. Tief im Inneren weiß man zu diesem Zeitpunkt natürlich schon lange, dass der Verstand ein einsamer Streber ohne Freunde ist, der diesen Kampf der Emotionen nicht gewinnen kann .. aber als vernunftbegabter Mensch muss man ja immerhin alle vorhandenen Optionen beleuchten.

Logischerweise versucht man nun also die Vorfreude einfach zu intensivieren, zum Beispiel in dem man tolle Dokumentationen über den berühtem „swabian Manufacturer“ im Fernsehen schaut (ich glaube ja, man hat einzig und allein auf Grund der Existenz von Porsche ein Wort für schwäbisch im Englischen ersonnen), alle greifbaren Testberichte in diversen Fachzeitschriften aus dem Archiv kramt und – ganz großer Fehler – die einschlägigen Internetforen beginnt bis zur letzten Seite (auf denen dann Beiträgen stehen, die noch vor dem Erscheinungstermin des aktuellen Modells verfasst wurden) zu lesen.

Der 911 als Allradfahrzeug. Kann Breitbau Sünde sein?
Der 911 als Allradfahrzeug. Kann Breitbau Sünde sein?

Auf diese Weise wird man mit ziemlicher Sicherheit Herr über die Frage, ob das mit der Entscheidung für Porsche wirklich so clever war. Das war natürlich richtig und wichtig und sinnvoll und überhaupt hätte man keinen Tag länger zögern dürfen. Könnte ja bald keine der berühmten Quoten mehr geben. Alles richtig gemacht also? Womöglich nicht, denn Porsche ist ja nur ein Hersteller und die Modellpalette ist mittlerweile ziemlich groß. Glücklicherweise können diverse Optionen gestrichen werden. Cayenne, Macan und Panamera adressieren eine andere Zielgruppe (sind aber deshalb nicht pauschal uninteressant), aber spätestens bei der Abwägung Boxster vs. Cayman vs. 911 wird es wirklich spannend. Der Boxster ist ja eigentlich (Achtung, nicht meine Meinung) ein Hausfrauen Porsche, der Cayman ein überteuerter Ableger desselben mit festem Dach und der 911 in der aktuellen Version eine Art Panamera mit verkürztem Radstand, einzig und allein auf ältere Semester, Märkte in Übersee und Langstrecken-Komfort optimiert.

Besteht die Anschaffung eines Porsches also letztendlich daraus das geringere Übel zu wählen? Theoretisch bestünde natürlich die Option zum heiligen Gral zu greifen. Der geneigte Leser denkt jetzt vielleicht an den turbo (S), „die Referenz“. Aber weit gefehlt, denn der ist ja kein Sauger und klingt deshalb erbärmlich (ich gebe erneut nur fremde Meinungen wieder). Nein, gemeint sind die ultimativen Fahrmaschinen aus der GT-Reihe: GT4, GT3 oder gar GT3 RS. Keine Frage, wenn ich die Wahl hätte (und es noch Quoten gäbe), für den der GT3 RS in lavaorange würde ich vermutlich auch unter einer Brücke schlafen. Der gigantische Heckspoiler würde sich sicher gut eignen, um ihn als Ausgangspunkt für eine Art Vorzelt zu verwenden. Aber: Ist keine Option, da a) zu teuer und b) soweit mir bekannt so gut wie europaweit ausverkauft. Schade eigentlich. Der GT3 ist eventuell gar nicht mehr bestellbar, war zwischendurch übel in Verruf (abgebrannte Fahrzeuge, Motortausch und so) und überhaupt, wer will schon freiwillig auf das Kürzel „RS“ verzichten. Bleibt der Cayman GT4. Ganz ehrlich, das Auto ist aus meiner Sicht genial. Die Optik ist über alle Zweifel erhaben, das Mittelmotor-Konzept hochgradig attraktiv und der Preis für Porsche-Verhältnisse gerade zu „günstig“. Man erhält hier ein unglaublich spannendes Gesamtpaket mit Komponenten aus dem GT3 (Vorderachse), dem Motor aus dem 911er S und diversen Alleinstellungsmerkmalen für rund 90.000€. Wahnsinn. Allerdings sind für den Wagen soweit mir bekannt nur Semislicks / Sportreifen freigegeben, er ist wohl nur bedingt alltagstauglich und zudem so beliebt, dass es so gut wie unmöglich ist eine Quote dafür zu bekommen, bevor die Produktion im folgenden Jahr eingestellt wird. Schade eigentlich, denn wer einen GT4 erworben hat, dürfte sich um das Thema Wertverlust erstmal keine Gedanken machen müssen (zur Zeit werden Fahrzeuge mit einem Neupreis von 100.000€ von privat gern für 120.000€ verkauft – und es finden sich Abnehmer!).

GT4 in saphirblau. Ein Traum.
GT4 in saphirblau. Ein Traum.

Okay .. nachdem wir – wie man sieht – recht problemlos das Terrain der Fragestellung „Muss es denn überhaupt ein Porsche sein?“ verlassen und gänzlich unrealistische Optionen ausgeschlossen haben, können wir uns ja einfach weiter den Kopf über die verbleibenden Optionen zerbrechen. Auf Grund persönlicher Präferenzen habe ich die Option Non-S bei allen Baureihen für mich kategorisch ausgeschlossen (die Diskussionen warum ist mir zu doof .. ich mag halt nicht), so dass es im Prinzip zu einer Abwägung zwischen Boxster GTS vs. Cayman GTS vs. 911er kommt. Streichen wir den Cayman, da ich beim Mittelmotor aktuell in Richtung Cabrio tendieren würde – puh, wieder einen Schritt an der „perfekten Wahl“? Mitnichten, denn glücklicherweise gibt es vom 11er gefühlt 100 Versionen: S, 4S, Cabrio, GTS, Targa (plus diverse Kombinationen der zuvor genannten). Wahnsinn, oder? Jede Version hat ihre Vor- und Nachteile, wobei natürlich ultimativ die Abwägung Boxster GTS vs. 911 GTS Cabrio (vielleicht auch 4GTS) der Königsweg wäre. Letzterer steht aber leider nicht zur Auswahl, denn obgleich der 911 GTS mit seinem Optikpaket innen und außen, seiner werksseitigen Werksleistungssteigerung und dem ihm nachgesagten Charakter („GT3 Light“) im Prinzip DIE Wahl wäre, ist er mir zum aktuellen Zeitpunkt etwas zu kostenintensiv. Schade.

Nur nochmal der Vollständigkeit halber: GT3 RS in lavaoranger. Besser geht es meiner Meinung nach aktuell nicht.
Nur nochmal der Vollständigkeit halber: GT3 RS in lavaorange. Besser geht es meiner Meinung nach aktuell nicht.

Zumal in unserem Fall natürlich noch die Besonderheit dazu kommt, dass wir ja schon gewählt haben. Wir vergleichen also nicht auf der grünen Wiese, sondern immer vor dem Hintergrund der Frage: Haben wir das auch richtig gemacht? (Schon ein wenig doof, oder? Aber bei Porsche geht es um Emotionen und Emotionen sind selten rational). Unabhängig davon – und ohne bisher eine Probefahrt gemacht zu haben – denke ich jedoch das der Boxster GTS in Summe ein geniales Fahrzeug ist. Optisch enorm attraktiv, im Unterhalt tragbar, leistungsstark, vielseitig konfigurierbar und somit eine sehr spannende Option. Außerdem ungefähr nur ca. 2/3 so teuer, wie ein GTS Cabrio 😉 Trotzdem muss man für sich natürlich immer die Frage beantworten, welchen Stellenwert der Mythos 911 für einen persönlich hat. Porsche nennt ihn seine Identität und viele Menschen betrachten ihn – obgleich er mit Hinblick auf die Stückzahlen hinter die viertürigen Modelle zurückgefallen ist – als Inbegriff für die Marke aus Zuffenhausen. Er ist aktuell in der siebenten, intern 991 genannten Version erhältlich, und aus meiner Sicht nach wie vor extrem attraktiv. Für Menschen mit Kindern (die auch mitfahren sollen) ist er quasi nahezu alternativlos, da er als 2+2 Sitzer ausgeführt ist und daher bedarfsweise auch vier Personen transportieren kann. Aha .. und was bringt mir das? Für uns hätte es – ganz ehrlich – auch ein Audi R8 Spyder getan. In den kleinen Kofferraum vorn passt das Nötigste, für alle anderen Fahrten gibt es Alternativen. Also schon wieder ein verunsichernder Faktor: Wird uns der 11er am Ende gar nicht glücklich machen; einfach weil er für eine ganz andere Zielgruppe konzipiert wurde? Zumindest Letzteres ist mal sicher, denn bei aller Bescheidenheit muss ich fest davon ausgehen, nicht der typische Carrera-Kunde zu sein.

Noch ein wenig (mehr) Farbe für den grauen Alltag: Cayman GTS, GT4, GT3 (von vorn nach hinten)
Noch ein wenig (mehr) Farbe für den grauen Alltag: Cayman GTS, GT4, GT3 (von vorn nach hinten)

Ich wurde vor Kurzem auf einen sehr amüsanten Artikel in der Welt aufmerksam – dieser trägt den Titel „Über die Ideologie der Porsche-Gemeinde“ (Link). Er besagt im Wesentlichen eines: Je nach individuellem Blickwinkel gibt es keinen „guten“ Porsche. Jeder rational denkende Mensch sagt jetzt natürlich „Echt? Das 10 Menschen 11 Meinungen haben, hätte ich dir auch vor 1200 Wörtern schon sagen können“, ABER .. 10 Tage vor der Abholung eines Porsches gehört man einfach nicht zur der Gruppe der Vernunftbegabten.

Anmerkung: Ich schrieb diesen Text in der Zeit zwischen Bestellung des Fahrzeugs und Abholung. Er reflektiert die Wartezeit, die Unsicherheiten, die Fragen die man sich stellt, die mannigfaltigen Eindrücke die man basierend auf den Erlebnissen und Meinungen anderer gewinnen kann und den einsetzenden Wahnsinn vor Erfüllung eines Traums. Ich hoffe zu gegebener Zeit berichten zu können, welche der hier gezeichneten Klischees sich für mich – ganz individuell – bewahrheitet haben und welche nicht. Das man insbesondere Entscheidung wie die hier diskutierten primär allein (bzw. im sehr kleinen Kreis) treffen und das entsprechende Rückgrat dafür besitzen muss, ist klar. Das heißt trotzdem nicht, dass man bezüglich der (getroffenen) Wahl zu jedem Zeitpunkt über jeglichen Zweifel erhaben ist 😉

Die Rückkehr zur Familie – Eine Vorgeschichte

Es gibt Dinge im Leben, die sollte man vermutlich besser gar nicht erst probieren. Da ich in dieser Hinsicht in meiner Historie eher konservativ unterwegs war, kann ich an dieser Stelle jedoch nur mit eher unüblichen Beispielen aufwarten: Man sollte zum Beispiel nie – um zum Beispiel die Zeit während eines Stromausfalls zu überbrücken – ein Porsche Zentrum besuchen. Man sollte es idealerweise auch vermeiden einen Porsche Cayman probezufahren. Wenn man einen Cayman besitzt und sonst kein Cabrio im Bestand verweilt, empfiehlt es sich übrigens auch eine Probefahrt des Boxsters auszuschlagen.

Man könnte also meinen, wir haben – was Autos angeht – schon einige Lektionen gelernt und sollten mittlerweile in der Lage sein die üblichen Risiken zu erkennen und ihnen wirkungsvoll zu entgegnen. Könnte. Ganz so kam es jedoch nicht, als wir die Suche nach einem Nachfolger für unseren Mini John Cooper Works Roadster begannen. Selbiger begleitet uns mittlerweile fast drei tolle Jahre und macht nach wie vor sehr viel Spaß, doch das Ende der Herstellergarantie und unsere fehlende Affinität gegenüber gesteigerten Risiken forcierten das Ende dieser bis dahin sehr schönen Beziehung. Einzig, es mangelt an Alternativen: Der neue Mini ist nicht so recht unser Fall und zudem (noch) nicht als Roadster verfügbar und alltagstaugliche Spaßmobile mit ein wenig (mehr) Leistung sind sonst eher rar gesät. Golf GTI / Golf R Cabrio? Nicht schön. Fiat 500 Abarth? Ein Nogo. Audi TTS Roadster? Nicht so richtig.

Wir landeten also geistig beim Audi S3 Cabriolet. Einigermaßen alltagstauglich, definitiv leistungsstark und dank S-Tronic und quattro sehr einfach zu fahren. Das schöne am S3 war der Gedanke, dass wir mit diesem deutlich komfortabler als bisher auch mal längere Strecken zurücklegen könnten. Beim Mini lässt der Langstreckenkomfort ab ca. 250 – 300km gefahrener Strecke doch ziemlich zu wünschen übrig und auch Faktoren wie Sensitivität der Lenkung und Geräuschniveau bei geschlossenem Verdeck lassen den Kleinen doch eher als ideale Wahl für spaßige Touren im näheren Einzugsgebiet um die Basis erscheinen. Was mir am S3 nicht so gut gefiel, war ehrlich gesagt der Hersteller. Zu frustrierend waren die jüngsten Serviceerfahrungen mit meinem TTRS, als das ich unbedingt gesägt hätte „Bei Audi wirst du richtig toll behandelt. Wenn wir unser Geld dort hin tragen, wird man sich gut um uns kümmern, Werkstatttermine werden vorbildlich verlaufen und wir können immer ein gutes Gefühl haben.“.

S3 in misanorot. Kommt uns irgendwie noch bekannt vor ;-)
S3 in misanorot. Kommt uns irgendwie noch bekannt vor 😉

Aber sei es drum: Wir begaben uns also in das größte Audi Zentrum der Region und im Dachgeschoss stand doch tatsächlich ein S3 Cabrio in nahezu perfekter Zusammenstellung: Misanorot, rote Bremssättel, die meisten Assistenzsysteme und die wirklich chicen Sportsitze. Nettes Auto, nettes Ambiente, niemand interessierte sich für uns .. soweit nicht unüblich für unsere Erfahrungen mit dem Ingolstädter Hersteller. So schauten wir uns den Wagen intensiv aus allen Blickwinkeln an, machten nochmal kurz Zwischenstopp an einem R8 Spyder und fuhren dann wieder nach Haus. Einige Wochen später diskutierten wir erneut über das Thema Mini-Nachfolge und stellten fest, dass vor dem Hintergrund des kaum existenten Gebrauchtwagenmarktes für das S3 Cabriolet eventuell doch ein Neuwagen das Mittel der Wahl sein müsste. Also sollten wir lieber mal finanzielle Rahmenbedingungen und Lieferzeiten klären, bevor wir am Ende eine Langzeitmiete zur Erhaltung der Mobilität eingehen müssten. Gesagt, getan: Wir fuhren zum insgesamt dritten großen Audi Zentrum dieser Region. Auch hier wartete ein misanorotes S3 Cabriolet fertig gebaut und prominent geparkt auf seine Erstzulassung, so dass wir weitere Impressionen gewinnen konnten. Außerdem wurden wir hier erstmals einigermaßen vernünftig behandelt – Neuwagenverkaufsverhätschelung eben. Ein wenig traurig war zwar, dass sich der Verkäufer eher für unseren TTRS und dessen potentiellen Nachfolger und weniger für unser derzeitiges Anliegen interessierte, aber dennoch verlief das Gespräch ansonsten vorbildlich. Rund 2h sprachen wir über Ausstattungsmerkmale, Farben, Lieferzeiten (weniger als drei Monate) und finanzielle Optionen. Dann verließen wir das Audi Zentrum mit gemischten Gefühlen und einer sehr schönen Informationsmappe unter dem Arm wieder. Interessant.

S3 Cabriolet in misanorot. Allrad, Automatik, 300PS. Nett.
Allrad, Doppelkupplung, 300PS. Nett.

Okay, jetzt kommt die Sache mit dem Fehler und dem ausbleibenden Lerneffekt.

Zwischen dem ersten Besuch im Audi Zentrum und der unverbindlichen Anfrage eines Neufahrzeugs vergingen rund zwei Wochen, in denen mir eine weitere Alternative als alltagstaugliches Cabrio einfiel. Statt aus Bayern sollte sie aus Baden-Württemberg kommen und zwei Kofferräume waren ja schon immer besser als einer: Ein Porsche Boxster parallel zum TTRS wäre doch richtig klasse. Also fuhren wir die wenigen Meter vom hiesigen Audi Zentrum zum Mekka aller Menschen mit erhöhter Affinität zu sportlichen Fahrzeugen, dem lokalen (mir bereits aus früheren Zeiten vertrauten) Porsche Zentrum. Man kann eine gediegene Atmosphäre, freundliches Personal, einen repräsentativen Showroom und zuvorkommende Verkäufer als Blendwerk oder unnötigen Tand betrachten, man könnte es aber auch als Wohlfühlatmosphäre bezeichnen. Je nach den persönlichen Präferenzen. Nach den für mich wirklich enttäuschenden Erfahrungen bei BMW und Audi in den letzten drei Jahren fühlte ich mich bei Porsche bereits nach wenigen Minuten so, als würde ich nach Hause kommen. Niemand hatte jemals wirklich die Absicht die Familie zu verlassen. Warum auch. Andere Mütter haben zwar auch Töchter, aber schön sind die nicht wirklich. There is no substitute und so .. wer es mal erlebt hat, weiß, dass es stimmt. Wer 30 Minuten nach einer Sitzprobe in einem A3 Cabriolet mal in einem Porsche Boxster (okay, zugegeben als GTS natürlich besonders attraktiv) Platz genommen hat, der weiß auch, dass beide Fahrzeughersteller nach wie vor Dimensionen voneinander trennen. Wenngleich ich es vermeide in meinen Beiträgen über finanzielle Aspekte zu schreiben, möchte ich doch darauf hinweisen, dass Audi für ein S3 Cabriolet in adäquater Austattung einen Listenpreis von ziemlich genau 60.000€ aufruft. Für einen attraktiven Boxster muss man ca. 70.000€ ansetzen (okay, für einen GTS ein wenig mehr) – wie viel einem die Differenz zwischen diesen beiden Optionen wert ist, muss sicherlich jeder für sich selbst herausfinden.

Ja, so ein Boxster GTS (hier in speedgelb) ist schon "nett"
Ja, so ein Boxster GTS (hier in speedgelb) ist schon „nett“

Fakt ist jedenfalls das Dani sich sofort extrem wohlfühlte im Boxster. Das Design, die Verarbeitung, die Haptik – das aktuelle Modell mit der internen Bezeichnung 981 ist schon wirklich ein großer Wurf geworden. Wir waren ja zuletzt mit dem Vorgänger, dem 987 Facelift, unterwegs und hatten daher für einige Jahre die Fühlung zu den Fahrzeugen aus Zuffenhausen verloren. Schnell kamen wir also in ein sehr interessantes Gespräch mit dem Verkäufer, dass einen zunächst etwas unkonstruktiven Verlauf nahm: Wir eruierten, welche Autos wir aktuell fuhren, wann wir planten diese abzulösen und welche Optionen aus unserer Sicht bestanden. Ursprünglich (damit greife ich natürlich vor) sollte der Mini schließlich dieses Jahr im Herbst abgelöst werden, bevor der TTRS dann (ohne akute Not) im Frühjahr 2016 weichen sollte. Nun ja .. dann passierte etwas Unerwartetes und neue Optionen ergaben sich.

Wieder dazugehören - wäre schon nett.
Wieder dazugehören – wäre schon toll.

Plötzlich befanden wir uns in einem angeregten Gespräch über einen neuen Porsche 911 Carrera. Zu schön um wahr zu sein? Doch ein Traum? Vielleicht aber auch eine ganz schön blöde Idee? Es war einer dieser Momente, die einen emotional ganz schön durcheinander bringen. Vor allem wenn man sich plötzlich mit Varianten konfrontiert sieht, die man so überhaupt nicht hat kommen sehen. Wir waren jedenfalls ziemlich lange im Porsche Zentrum, verließen es danach mit nur drei losen Blättern Papier, waren dann irgendwie noch Shoppen (viel habe ich nicht mitbekommen) und haben anschließend mehrere Stunden lang diskutiert, kalkuliert, abgewogen und wieder von vorn begonnen. Ich denke es hat weniger als 24h gedauert, bis wir die verschiedensten Optionen gegeneinander abgewogen und eine Entscheidung getroffen hatten. Konkret gesprochen, begab sich das verhängnisvolle Erstgespräch am 07.04.2015; zur Klärung weiterer Fragen war ich am 08.04.2015 nochmals vor Ort und unseren dritten Präsenztermin in Folge – dieses Mal zur Vertragsunterschrift – hatten wir dann am 09.04.2015. Länger hätte ich es auch nicht ausgehalten, denn Schlaf wurde so langsam Mangelware. Mini weg, TT bleibt, 911er her – ein gänzlich neues Konzept.

Lust auf 911? Definitiv..
Lust auf 911? Definitiv..

Das Gefühl nach etwas über drei Jahren wieder zur großen Familie Porsche, zu den vom gleichnamigen Virus infizierten Enthusiasten zurückzukehren, war sehr intensiv. Alte Bekannte wurden kontaktiert und schon fast vergessene Forenaccounts reaktiviert. Alte Fotos wurden gesichtet, Dokumentationen wieder rausgekramt und Treffen geplant. Es war irritierend auf dem heimischen Schreibtisch plötzlich eine Hochglanzmappe mit den entsprechenden Vertragsunterlagen (unterzeichnet übrigens ganz klischeehaft mit einem Kugelschreiber aus dem Hause Montblanc) vorzufinden. Das treffendste Adjektiv um diese Tage und Wochen zu beschreiben ist vermutlich „surreal“. Natürlich kann Ablenkung nie schaden, so dass wir einige Zeit damit verbrachten ein adäquates Kennzeichen auszusuchen (es gibt wahrlich unangenehmere Aufgaben, obgleich 911 und 991 ziemlich beliebte Zahlenfolgen im Hochtaunuskreis sind) und unsere Schlüsselbänder im Porsche Drivers Selection Store zu erneuern. Dann begann das lange Warten auf dem Weg herauszufinden, wie sich der Alltag mit einem seit 50 Jahre bestehenden Mythos so gestaltet.

Wie bzw. auf was unsere Wahl genau fiel, werde ich in einem separaten Beitrag näher vorstellen. An dieser Stelle möchte ich nur so viel sagen: Die ursprünglich avisierten 3 Monate von der Unterschrift bis zur Auslieferung konnten wir uns dann doch nicht mehr zumuten 😉

Ein Tag im 911 4S Coupe: Am Steuer der Legende

Manchmal (nicht allzu oft) haben Defekte bzw. Mängel auch etwas Gutes .. in meinem Fall sollte der 23.07.2012 ein Tag sein, an dem diese seltene Gegebenheit eintraf.

Noch ein Versuch mit dem ersten Foto Neugier zu wecken

Doch was war geschehen? Bereits seit der Boxster seinen Weg zu mir gefunden hat, versuchte er an warmen Tagen (konkret bei Außentemperaturen zwischen ca. 18°C und 28°C) mit mir zu kommunizieren. Da ihm der häufige Gebrauch des Navis offensichtlich hierzu nicht ausreichte, überlegte er sich merkwürdige Pfeif-Geräusche aus dem Bereich des Motors als seine Sprache zu verwenden.

Diese Geräusche traten vermehrt im besagten Temperaturbereich auf und verschwanden, sobald man die Leerlaufdrehzahl auch nur um 50 Umdrehungen pro Minute verließ. Trotzdem war das Phänomen relativ nervig, da es insbesondere mit offenem Verdeck an so ziemlich jeder Ampel, jeder Tiefgarageneinfahrt und vor allem vor unserem heimischen Tor (das nur mit vieeeeeeeel Geduld elektrisch öffnet) wahrnehmbar war. Zu meinem Pech war die Außentemperatur bei meinem bereits länger geplanten Besuch im Porsche Zentrum, bei welchem eine Rückrufaktion am Verdeck durchgeführt werden sollte, zu gering. Was passierte, war leider eine Kommunikationsverweigerung des Wagens, weshalb mein freundlicher Ansprechpartner aus dem Kundendienst in dieser Sache natürlich zunächst auch nichts für mich tun konnte.

So wurde also die Rückrufaktion durchgeführt, ich erhielt das Fahrzeug wie geplant wieder und bereits auf der Heimfahrt war das vertraute Geräusch sporadisch wahrnehmbar. Doch nun meinte es das Schicksal gut mit mir. Keine zwei Wochen nach dem Werkstattaufenthalt wollte mein Verdeck plötzlich nicht mehr richtig schließen. Es blieb einfach kurz vor dem Zielpunkt stehen und bestand fortan darauf mit Kraft soweit nach vorn gedrückt zu werden, dass der Fanghaken sein Ziel erreichen konnte. Dieses Phänomen wurde von Schließungsvorgang zu Schließungsvorgang schlimmer, so dass ich mich erneut entschloss das Porsche Zentrum meines Vertrauens zu kontaktieren. Hier wurde mir bereits am Telefon viel Verständis entgegen gebracht und zugleich die Angst genommen, ich hätte die Stoffmütze vielleicht falsch bzw. bei zu hoher Geschwindigkeit betätigt („das geht doch gar nicht, da schaltet er ab“).

Äußerst kurzfristig wurde ein Termin avisiert und frohen Mutes steuerte ich die Werkstatt an. Schnell war das Dilemma vorgeführt und sollte auch sofort ambulant behoben werden. Zwar quitschte der Boxster zwar auch dieses mal nicht im Leerlauf .. allerdings beim Ausgehen (yes!). Dies bestätigte nun zum Glück auch der Servicemann und vermutete sofort eine zirpende Wasserpumpe, die in Schwingungen gerät (oder so ähnlich). Hatte ein 11er kürzlich auch und kann natürlich behoben werden. Doch zunächst wurde das Verdeck in ca. einer Stunde repariert. Auf meine Frage was denn die Ursache gewesen sei, zeigte man sich leicht betroffen. Eine Schraube an der Verdeckmechanik hätte sich scheinbar gelöst. Da in eben jenem Bereich ja gerade erst etwas getan wurde (zumindest glaube ich das), wirkte ich wohl nicht ganz so glücklich. Als kleine Wiedergutmachung (?) versprach man mir als Ersaztfahrzeug für die Dauer der Reparatur der Wasserpumpe ein 911er 4S Coupe .. yam yam.

Rund 6 Wochen später (am besagten 23.07.) war es dann soweit. Gut gelaunt, hatte ich den Touareg doch gerad erst erfolgreich abgegeben, erreichte ich an einem schönen Sommertag den mittlerweile gut vertrauten Hof des Porsche Händlers. Die Formalitäten wurden wie immer schnell erledigt, waren diesmal aber nicht ganz so problemfrei wie sonst. Zwar stand das 997 4S Coupe frisch geputzt und schön anzusehen da, doch hatte es einen relativ fiesen Neidkratzer auf der Beifahrertür. Gut, dass die freundliche Dame das Fahrzeug mit mir gemeinsam abgenommen hat .. normalerweise wäre ich vermutlich (fahrlässigerweise) einfach mit dem Wagen vom Hof gerauscht.

Doch nun zum Auto: Für mich der Erstkontakt mit einem quasi in freier Wildbahn lebenden Exemplar des Mythos 911. Zwar kein ganz aktueller 991, sondern in Form des 997/2 sein direkter Vorgänger. Bereits am breiten Heck (4S, Allrad, 44m breiter als der reine Hecktriebler) grinsten mich die vier Endrohre der Sportabgasanlage herausfordernd an. Auch im Innenraum wusste das Fahrzeug durchaus zu überzeugen – dunkelbraunes Leder, Vollleder Ausstattung, BOSE Soundsystem (echt beeindruckend!) sowie Memorysitze (leider keine Sportsitze). Basierend auf den Erfahrungen von ca. 50tkm Cayman bzw. Boxster befand sich alles am rechten Fleck und der 11er fühlte sich sofort vertraut an.

Alle Systeme abflugbereit

Nachdem die notwendigen Einstellungen (elektrisch) vorgenommen wurden, drehte ich den Schlüssel voller Erwartungen nach rechts. Nach einer kurzen Verzögerung erwachten (weiter hinten als gewohnt) die sechs Zylinder des 3,8l-Boxermotors zum Leben; 385PS meldeten ihre Bereitschaft. Als chronisch verspielter Mensch drückte ich sofort auf die Taste für die Klappenanlage (hierauf hatte ich mich schon ewig gefreut) und begann neugierig die Legende aus Zuffenhaus vom Hof zu steuern. Die Bedienkräfte unterschieden sich auf den ersten Metern gefühlt minimal von dem, was ich sonst gewohnt war .. Übersicht und Bedienung entsprachen jedoch den Erwartungen. Während mich das Interieur und die Aussicht nach vorn eher langweilte, schlug mein Ohr (wenn es denn gekonnt hätte) freudige Purzelbäume. Jeder Millimeter Drosselklappe röhrte und rasselte im typischen Boxer-Sound aus dem Heck – so muss ein Porsche klingen. Mit einem breiten Grinsen bahnten ich mir meinen Weg zur Arbeit, nicht ohne auf den Autobahnen im Rahmen der Möglichkeiten zumindest ein wenig das Gefühl von 4,7s von 0-100 auszutesten (unspektakulär).

+22mm pro Seite: Spaß für’s Auge!

Nach den ersten Kilometern mit dem 911er fallen mehrere Unterschiede zur 987er Baureihe auf: Bedingt durch das höhere Gewicht liegt das Fahrzeug deutlich satter auf der Straße; das Fahrgefühl ist (trotz PASM im Boxster und in diesem Vergleichs-11er) deutlich komfortabler; Bodenwellen werden gnädig angenommen. Auch das kräftige Drehmoment begeistert, so dass die meiste Zeit bequem im sechsten Gang gefahren werden kann (jaja, der Baby Boxster mit 2,9l Hubraum ist hier einfach kein Vergleich). Ferner empfinde ich das BOSE Soundsystem als deutlich überzeugender als „mein“ Soundpackage Plus .. selten hatte ich in einem Auto (noch dazu in einem Sportwagen) ein derart ansprechendes Hörerlebnis. Feedback über die Akustik des Fahrzeugs erhielt ich im Nachhinein übrigens auch von meinen Arbeitskollegen, als ich das Büro nach einem kurzen Meeting wieder verließ („Warst du gestern mit einem anderen Auto da? Dich hat man mindestens bis zur nächsten Ampel gehört!“). Jaja, sicherlich nicht der seriöseste Aspekt ein Auto zu mögen .. aber für mich war bzw. ist der Sound eine der emotionalsten Erinnerungen an den Tag mit dem 911.

Eine Sportwagenlegende, die ihren Titel zu recht trägt

Was dann folgte war ein ganz normaler Arbeitstag, bevor ich gegen 16:30 Uhr endlich mit Dani in Richtung Porsche Zentrum aufbrechen konnte, jedoch nicht ohne einen Umweg durch den Taunus geplant zu haben 😉 Auch Dani war absolut begeistert vom Komfort und Klang des Carreras. Bei einer kleinen Fotosession konnte sie den Fuß kaum vom Pedal nehmen, so dass ich ausgiebig Gelegenheit hatte das Dröhnen der vier Posaunen auch von Außen zu prüfen. Unsere kurze Tour war dann zwar durchaus spaßig, im Wesentlich jedoch sehr sehr vernünftig und nicht artgerecht. Der Taunus stellt am Feierabend eines Werktags halt kein ideales Territorium zum Kurvenräubern dar. So cruisten wir die meiste Zeit über eher entspannt in Richtung Feldberg und anschließend auch schon gen Hofheim, da wir zeitlich einen recht engen Zeitkorridor hatten. Trotz der meist entspannten Fahrweise zeigte das PCM am Ende übrigens einen Durchschnittsverbrauch von etwas über 13l / 100km an. Für ein Spaßauto geht dieser Wert meiner Meinung nach völlig in Ordnung.

Spaß hatte offensichtlich auch Dani 🙂

Was bleibt mir in Erinnerung? Da wäre zum einen der für mein Empfinden recht geringe Unterschied zum Innenraum der 987er-Baureihe (okay, bissl mehr Instrumente und angeblich mehr Platz .. davon habe ich in der kurzen Zeit aber wenig gemerkt). Zum anderen habe ich gelernt, dass man auf Sportsitze auch verzichten kann, Vollleder ziemlich edel wirkt und BOSE sein Geld absolut wert ist. Vor allem aber habe ich verstanden, dass ein Porsche SO und nicht anders klingen muss. An dieser Stelle sei übrigens angemerkt, dass die Anlage in Rücksprache mit dem Servicemann aus unbekannten Gründen auf permanent „offen“ stand. Ich wunderte mich schon ob der nicht erkennbaren Wirkung des Schalters 😉

Allein der Anblick des breiten Hecks und der Sound beim Anlassen in der Garage .. Gänsehaut pur!

Das war 2011: Ein Jahr in Bewegung

Da sich hier schon länger nichts mehr bewegt hat, hielt ich es für eine gute Idee diese Phase des Stillstands mit einem Resumé des umso bewegteren Jahres 2011 zu beenden.

Ganz anders als 2012 begann 2011 für uns kalt .. sehr kalt .. und verspätet. Wie kam es dazu? Nun .. wie ich (leider nicht ganz vollständig berichtete) haben wir den Jahreswechsel erneut in Hamburg verbracht – allerdings durchgängig bei Temperaturen deutlich unter dem Nullpunkt und bei jeder Menge Schneematsch. Zurückblickend gab es sogar soviel davon, dass wir den geliebten Porsche zu Hause lassen und auf ein deutlich konventionelleres Fortbewegungsmittel in Form der von mir sonst so ungeliebten Bahn zurückgreifen mussten. Obgleich diese uns (irgendwie .. und vor allem irgendwann) zum Ziel und auch wieder zurück brachte, blieb mir dieser Aspekt unseres Kurzurlaubs doch lebhaft in Erinnerung („Wir warten noch auf einen Triebwagenführer..“).

Das Jahr begann im kalten Hamburg

Der kalte Aspekt ist damit hinreichend erläutert .. der verspätete jedoch nicht. Dies lag ganz einfach in einer Panne des von mir sonst umso mehr geliebten iPhones begründet, welches spontan zum Jahreswechsel diverse Fehler in der Wecker-App offenbarte – ein Umstand, der sich 2011 (und peinlicherweise auch 2o12) wiederholen sollte. Wie dem auch sei .. damals starteten wir umso hastiger in das neue Jahr .. ein Tempo, dass wir insgesamt beibehalten sollten.

Doch wie so oft begann das neue Jahr in vielerlei Hinsicht eher gediegen und friedlich – sowohl privat als auch beruflich lief alles auf einem angenehmen Niveau vor sich hin. So wirklich Bewegung kam erst im April in unser Leben, da in diesem Monat die heiß ersehnte Porsche-Saison 2011 eröffnet wurde. Das traditionelle „Anblasen“ des Porsche Clubs Rhein Main in der Merzenmühle sollte unser Schritt hinein in das Porsche Club sein und zeigte mir von einem Moment auf den anderen, dass gemeinsam mit anderen Enthusiasten durch die Kurven und Landschaften dieser Region zu räubern noch viel schöner ist als allein unterwegs zu sein.

Unsere allererste Ausfahrt mit dem Porsche Club Rhein Main

Dieser Aspekt der automobilen Hingabe hat uns dann gleich so gut gefallen, dass wir fortan so ziemlich jede Möglichkeit wahrnahmen die verschiedenen Porsche Fahrevents und Treffen im Rhein Main Gebiet (und dessen Umland) wahrzunehmen. So waren wir u.a. beim Eltertreff Jahrestreffen am Edersee, haben mit dem Porsche Stammtisch NRW zwei Tage lang den Spessart unsicher gemacht, sind mit Porsche on Tour ins Ohmtal gefahren, haben das Sportwagentreffen in Bad Kissingen besucht, beim pff Deutschlandtreffen als Juror und Orga-Mitglied mitgewirkt, an der Bildersuchfahrt im Herbst mit dem PCRM teilgenommen und quasi als Saisonabschluss die Jubiläumstour von Porsche on Tour (Ziel: PZ Mainz) absolviert (irgendetwas habe ich bestimmt vergessen).

1,2,3, viele

Auch ansonsten waren wir dem Zuffi zu zweit nicht wenig unterwegs – u.a. im Harz, an der Ostsee, in Dänemark und am Edersee. Insgesamt haben wir 2011 ca. 30 000 Porsche Kilometer abgespult (zugegeben, die meisten davon als Daily-Driver).

Da wir schon beim Thema Sport und Zahlen sind: Auch zu Fuß war ich im vergangenen Jahr recht eifrig. Die Laufsaison eröffnete ich bereits am 14.01. und beendete sie erst am 23.11. In der Zwischenzeit habe ich (sehr humane) 555km abgespult (ehrlich!) und dabei 48:14h laufend verbracht. Da ich während dieser Zeit auch mal probeweise das Kalorienzählen begonnen hab (eine sehr erheiternde Beschäftigung .. dämpft die Lebensqualität allerdings ein wenig), habe ich dabei insgesamt rund 5kg abgenommen .. was ich durchaus motivierend finde.

Ansonsten haben wir 2011 auch regelmäßig unseren Lieblingsfamiliensport betrieben: Geocaching. Obgleich wir im vergangenen Jahr insgesamt eher geschwächelt haben, gelang uns durch eine furiose Jahresendrallye dann doch noch überraschend die Komplettierung und ersten Tausenders – am 31.12.2011 gegen 16:00 Uhr. Zuvor hatten wir jeweils 24, 35 und 13 Caches pro Tag gesucht und erfolgreich gefunden, was den Dezember 2011 mit 124 Funden (Caches in 2011 gesamt: 274) zu unserem mit Abstand erfolgreichsten Monat macht. Insgesamt betrachtet waren wir 2010 jedoch produktiver (324 erfolgreiche Bergung). In jedem Fall ist der Ehrgeiz und die Lust momentan wieder entfacht, so dass ich sehr gespannt bin, wie viele Schätze wir im neuen Jahr entdecken werden.

Nach diesen eher zahlengetriebenen Absätzen kurz zurück zu unserem kleinen Dasein an sich: Obgleich wir dieses Jahr (ein Wunder!) nicht umgezogen sind, hat sich (natürlich!) doch etwas verändert: Im August 2011 haben wir relativ überraschend einen Zweitporsche angeschafft, der nach rund 7 Wochen friedlicher Koexistenz zum Erstporsche (aber insgesamt Zweitwagen) befördert wurde. Etwas weniger mysteriös gesprochen haben wir uns nach vielen Monaten des Grübelns und der Überlegung tatsächlich dazu durchgerungen den knackigen Look des Caymans gegen das versteckbare Dach eines Boxsters zu tauschen. Da wir ansonsten sehr zufrieden mit der Ausstattung und den sonstigen Details des Fahrzeugs waren, entspricht unser neuer Roadster tatsächlich weitestgehend den Charakteristika des „alten“ Cayman.

Das Foto was mir 2011 am stärksten im Gedächtnis geblieben ist
Am vorletzten gemeinsamen Tag...
Zwillingsbrüder

Zu unserem Glück war der Herbst ja recht mild, so dass wir bis Mitte November noch recht angenehme Touren „oben offen“ unternehmen konnten, was das Autofahren doch noch einmal zu einem anderen Erlebnis macht. An dieser Stelle sei allerdings auch angemerkt, dass man (zumindest ich) das Cabrio deutlich entspannter bewegt (Wind, Geräuschkulisse, Intensität der Wahrnehmungen) – mit dem Cayman war ich jedenfalls definitiv artgerechter unterwegs. Achja, mit Mütze, Handschuhen und gutem Willen kann man auch im Dezember bei 3°C und starkem Wind in der Mittagspause offen zu McDonalds fahren .. man muss es nur wollen 😉

Es gibt kein falsches Wetter..

Wenn wir nicht gerade damit beschäftigt waren zu arbeiten, Auto zu fahren oder Plastikdosen in der Natur zu suchen, haben wir natürlich auch etwas Urlaub gemacht. Dieser fiel 2011 zwar wenig exotisch aus, war aber trotzdem rundum gelungen. Los ging es – wie eingangs erwähnt – im kalten Hamburg, setzte sich über den traditionellen Hochseeangeltripp in Dänemark (diesmal mit Porsche .. ein Highlight) fort und endete so gesehen in einem einwöchigen Spätsommeraufenthalt in Warnemünde (der eifrige Leser wird sich sicherlich an die umfangreiche Berichterstattung erinnern).

Unvergessen sollen in diesem Zusammenhang auch unsere wiederholten Kurztripps nach München (danke, Teichi :-)) sowie die Spontanbesuche im Karlsruher Raum und am Edersee (wirklich eine tolle Gegend) sein.

Insgesamt könnte man nun zurückblickend sagen: Was will uns der Autor damit sagen? Okay, er ist ein bisschen rumgerannt, ein wenig rumgefahren und Urlaub gab es auch .. und das war’s? Jap, das war es. 2011 war (bis auf ein, zwei wirklich erträgliche Stolpersteine) ein recht entspanntes und wirklich spaßiges Jahr, in dem wir einige sehr tolle Menschen kennengelernt haben.. so kann es gern weitergehen 🙂

pff Treffen 2011 in der Klassikstadt

An einem Septembertag der so heiß war, dass er den Asphalt in der Klassikstadt Frankfurt stellenweise zum Schmelzen brachte, fand das Jahrestreffen des unabhängigen Porsche-Magazins pff.de – Heimat des Forums meiner Wahl – statt.

Ein Tag im Zeichen des orangen Logos

Bei strahlend blauem Himmel, 30°C und bester Laune fanden in diesem Zusammenhang über 300 Porsche-Fahrzeuge (man spricht von 340) den Weg ins Frankfurt Ostend um gemeinsam dem Mythos Porsche nachzugehen, sich den kritischen Augen der Jury zu stellen oder einfach nur Menschen persönlich kennenzulernen, mit denen man bereits seit langer Zeit Kontakt über das Internet hält.

Wir waren in diesem Zusammenhang als Helfer für das Einweisen der Wagen sowie für die Fahrzeugbewertung im Rahmen des Concours d’Elegance (Schönheitswettbewerb) zuständig. Dank einer hervorragenden Organisation und vieler helfender Hände hat es sehr viel Spaß gemacht die gut gelaunten Porsche-Freunde zu begrüßen und den Hof der Klassikstadt nach und nach und so effektiv wie möglich mit Fahrzeugen aus Zuffenhausen zu füllen. Mit sieben Personen, Funkgeräten und viel guter Laune galt es dabei die richtige Ausrichtung der Wagen („Bitte parken Sie mit dem Fahrzeugheck zur Mauer“) ebenso wie den Raum zwischen den Stellplätzen („Bitte etwas näher heran fahren..“) im Auge zu behalten. Dies, kombiniert mit den verschiedensten Spezialwünschen nach Stellplätzen in der Sonne oder im Schatten sowie im Innenhof bzw. vor dem Gebäude ließen den Vormittag äußerst schnell vergehen. Der von 09:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr nicht endende Strom von Neuankömmlingen sorgte dafür, dass das Gelände trotz wieder abfahrender Gäste zeitweise völlig überfüllt war und auf keiner der vorgesehenen Stellplätze mehr Kapazitäten vorhanden waren. Trotzdem war die Stimmung stets gelöst und zumindest mir kamen keine Beschwerden der Besucher zu Ohren (alles schon anders erlebt).

Der durchaus beeindruckende Eingangsbereich

Gegen 12:30 Uhr starteten wir dann mit der Fahrzeugbewertung im Rahmen des Concours d’Elegance. In diesem Zusammenhang hatten sich 40 Fahrzeuge (je 10 in den Kategorien Wassergekühlt, Youngtimer, Oldtimer, Tuning) angemeldet, welche spezielle Stellplätze in der Mitte des Hofs erhielten. Auf Basis eines Fragebogens und mit Argusaugen galt es nun diese Wagen – einer nach dem anderen und stets mit der gleichen Sorgfalt – hinsichtlich des Zustands von Lack, Karosserie, Felgen, Reifen, Innenraum sowie der Qualität ggf. vorhandener Umbauten etc. zu bewerten. Ein wenig erinnerte dieses Procedere auch an eine allgemeine Verkehrskontrolle, denn neben den optischen Aspekten wurde auch das Vorhandensein von Warndreieck, Reflektorweste, Bordwerkzeug usw. überprüft. Dabei hat es uns sehr viel Spaß gemacht während vieler lockerer Gespräche mit den stolzen Besitzern der Porsches in bestem Zustand wirklich bemerkenswerte Wagen kennenzulernen. Selten habe ich derart beeindruckende Boxster, Cayman und 911er gesehen, welche hinsichtlich ihrer Ausstattung und / oder ihrer Einzigartigkeit so sehr aus dem Rahmen fallen.

Blick auf das Teilnehmerfeld des Schönheitswettbewerbs

Als alle Wagen bewertet und alle Neuankömmlinge eingewiesen waren, zeigte die Uhr bereits 16:00 Uhr und wir kamen das erste Mal dazu ein wenig auszuspannen. Dabei zeigte sich, dass wir bereits arg von der Sonne und dem Tag gezeichnet waren; die Füße schmerzten und insbesondere Dani war doch ziemlich rot. Da sich auch das Club-Poloshirt nach und nach mit meiner Haut verbunden hatte, steuerten wir unseren Boxster gegen 18:00 Uhr gen heimischer Garage, denn ein Boxenstopp war unvermeidbar.

Nach mindestens 7 Stunden Sonne immernoch hochmotiviert: Dani

Nach einer wohltuenden Dusche, etwas Leckerem zu Essen und einer erholsamen Stunde auf der Couch ging es – natürlich in neuen Klamotten – erneut gen Klassikstadt. Bei einsetzender Dunkelheit war bereits die Anreise bei 24,5°C ein Genuss, obgleich wir am Zielort erneut eine gewisse Parkplatzknappheit vorfanden. Durch ein Event in der Werkskantine war der Hof gut gefüllt, obgleich wir so in den Genuss kamen den ein oder anderen Ferrari sehne und hören zu dürfen. In diesem Kontext sei übrigens erwähnt, dass sich im Laufe des Abends auch ein Lamborghini Murcielago nebst einem Ferrari F458 Italia den Weg in die Klassikstadt fanden.

Von 21:00 bis 00:30 Uhr gab es dann nach einem ereignisreichen Tag endlich Zeit für ein paar ruhige Stunden und Gespräche mit anderen Porsche-Begeisterten. Bei kühlen Getränken und begleitet von (mehr oder weniger) stimmungsvoller Musik, ließen wir das turbulente aber beeindruckende Wochenende ausklingen.

Das pff Treffen war für uns – obgleich es sehr anstrengend war – definitiv eines der Highlights in 2011. Sehr viele Fahrzeuge, einige davon äußerst bemerkenswert, eine tolle Lokation, eine sehr kollegiale und positive Stimmung und traumhaftes Wetter .. viel besser kann es eigentlich kaum kommen.

Die Klassikstadt - Zentrum automobiler Begeisterung
Rundblick auf den Innenhof

Abgerundet wurde Tag übrigens von einer sehr relaxten Rückfahrt quer durch die Nacht .. um kurz vor 01:00 Uhr bei 21°C – traumhaft.

Weitere Eindrücke dieses gelungenen Tages gibt es drüben in der Gallery: Link.

Alternativ kann ich diesen Beitrag bei pff empfehlen – absolut geniale Aufnahmen: Link. Weitere, sehr schöne Impressionen gibt es auch in diesem Beitrag: Link (für Aufnahmen in größeren Dimensionen ist jedoch eine Registrierung erforderlich).

Schwarz. Sonst nichts.

Tja, dieser Beitrag wird vermutlich einer der eher kürzeren .. aber rund 2h Pflegeaufwand des Fahrzeugs wollen ja auch irgendwie honoriert werden 😉

Porsche Treffen für Einsame

Nachdem der Boxster nun rund 1,5 Wochen in unserem Besitz ist und wir während dieser Zeit ca. 1000km zurückgelegt haben, war es nun Zeit für die erste Wäsche. Für mich persönlich ein recht spannender Moment, denn erst während der ersten Handwäsche entdeckt man eventuell vorhandene Kratzer, Dellen und Einschlüsse im Lack erst so wirklich.

Das Vorgehen ist dabei seit dem Cayman standardisiert und mittlerweile gut erprobt: Vorwäsche mit Meguiars Shampoo, danach mit einem fusselfreien (!) Handtuch abledern und anschließend Meguiars TechWax 2.0 mit viel Liebe auftragen sowie anschließend mit noch mehr Ausdauer wieder auspolieren. Falls dann noch Restmotivation vorhanden ist, wäre eine Reinigung der Felgen nicht schlecht.

Vom Cayman zum Boxster haben sich nun eine Reihe von Dingen verändert:

  1. Das Dach ist aus Stoff -> Ein großer Bereich, der schonmal nicht poliert werden muss
  2. Die Felgen des Boxsters sind doch um einiges einfacher aufgebaut, was die Reinigung enorm beschleunigt
  3. Während der Cayman über Metallic-Lack verfügt (basaltschwarz perleffekt) ist der Boxster einfach nur schwarz (uni)
Bereits im Vorfeld der Fahrzeugübernahme habe ich mich ziemlich intensiv mit der Frage beschäftigt, ob der unterschiedliche Lack denn nun große Auswirkungen hat. Diese Frage sei an dieser Stelle knapp beantwortet mit: Er hat. Während das Metallic-Finish (natürlich) frisch gereinigt am Besten aussieht und dann so langsam abbaut, wirkt die Uni-Lackierung unmittelbar nach der Reinigung wirklich umwerfend .. und baut dann sehr schnell ab. Der Uni-Lack ist absolut ehrlich: Man sieht jeden Dreckspritzer, jeden Fingerabdruck, jede Delle und jeden noch so kleinen Kratzer. Dafür kann man mit entsprechenden Pflegemitteln einen tollen Effekt erreichen und steht nach etwas Arbeit vor einem optisch wirklich beeindruckenden Wagen.
Cayman in basaltschwarz links, Boxster in uni schwarz rechts
Leider bringen die Fotos den Effekt kaum bis gar nicht rüber. An dieser Stelle sei jedoch gesagt: In Natura ist der Unterschied enorm. Aktuell ist der Lack übrigens derart glatt, dass ich das folgende Foto nur mit dem Schlüsselband machen konnte .. das Konstrukt inklusive Schlüssel wollte unentwegt der Hangabtriebskraft folgen.
Schlüsselband auf Abwegen
Nun aber ein paar Impressionen der heutigen Pflegeaktion:
Aufnahme entstanden in der Mittagssonne..
Ein paar Wolken gab's auch (achja .. ich war auch da)
Schokoladenseite

Ein paar wenige weitere Impressionen gibt es drüben in der Gallery: Klick. Insbesondere was die Tiefenwirkung des momentan wirklich extrem klaren Lacks angeht, sind die Fotos jedoch (leider) nur die halbe Wahrheit.

Ausfahrt an die Loreley

Was bietet sich für zwei Cabrioneulinge im Rhein/Main-Gebiet mehr an als eine Ausfahrt zur Loreley? Nicht viel, weshalb wir auch bei etwas schwierigen Witterungsbedingungen (20°C, recht dichte Wolkendecke) gemeinsam mit zwei anderen Porsche-Freunden die rund 50km lange Anreise zum Treffpunkt in Wiesbaden antraten.

Dach offen, Stimmung gut

Dort stärkten wir uns zunächst bei Schröers, bevor es über einen kurzen Autoabschnitt in das touristisch hervorragend erschlossene und auch bei suboptimal Bedingungen ziemlich überlaufene Rüdesheim ging. Dort rollten wir eher gemächlich durch, bevor es als Teil einer langen Kolonne die B42 immer in unmittelbarer Nähe zum Rhein entlang gen Norden ging.

Obwohl wir seit etwas über einem Jahr in der Region um Frankfurt wohnen, haben wir es bedauerlicherweise bisher nicht geschafft diesen tollen Flecken Land zu besuchen. Während linker Hand die Personen- und Lastschiffe über den Rhein schippern, erstrecken sich rechter Hand die Weinberge nach oben.

Sonne, Wasser, Freiheit (die Auffindung eines Fotos dieser Ausfahrt mit derart viel Sonne erforderte größere Aufwände)

Dazwischen gibt es in schöner Regelmäßigkeit alte Schlösser und Ruinen zu bewundern, während im Heck der Klang des 6 Zylinder Boxer Motors, reflektiert durch die vergleichsweise engen Straßenabgrenzungen, das Ohr des Roadsterfahrers verwöhnt. Okay, in der Realität war zumindest von (unserem) Motor wenig zu hören, denn der TechArt-Carrera vor uns sah nicht nur brillant aus, sondern verfügte auch über einen etwas (..) dominanteren Klang als unser Boxster 😉

TechArt voraus

Unter seiner Führung schlängelten wir uns immer in Richtung Koblenz gen Loreley, um dann dort angekommen mit perfekter Aussicht eine Rast einzulegen. Nach rund 50% unserer Tagestour ließ sich festhalten: Landschaftlich traumhaft, für das Cabriofeeling ideal .. aber für Sportwagen nur begrenzt artgerecht (obwohl wir mehrere Ferrari sahen). Die B42 ist fairerweise nahezu vollständig auf 80 km/h limitiert, die man auf Grund der szenischen Aussicht und hohen Verkehrsdichte aber so ziemlich nie erreicht. So gerät die Ausfahrt also mehr zum Entspannungstrip für die Seele, was jedoch auf keinen Fall negativ zu verstehen ist.

So oder so ähnlich muss es die Loreley auch angestellt haben

Nach rund 2,5h gemeinsamer Fahrt trennten wir uns wieder von unseren Guides und starteten allein die Rückfahrt von Wiesbaden über Taunusstein, Idstein und Schmitten nach Haus („ich hab heut so wenig gelenkt“). Während der 70km gen Heimat sank die Sonne langsam hinter den Horizont und gemeinsam mit ihr fielen die Temperaturen von 21°C auf 14°C. Dabei zeigte sich, dass trotz Sitzheizung und auf 27°C hochgedrehter Klimaanlage eine warme Mütze doch stets ins Auto gehören sollte 😉

Der Horizont wartet

Nach etwas über 4h Fahrzeit und rund 240km erreichten wir mit kalten Ohren aber vielen neuen Impressionen die heimische Garage. An dieser Stelle kann ich meinen bisher geäußerten Eindruck nur nochmals bestätigen: Der Boxster fährt sich in Kombination mit seinen Pirelle PZero Nero Reifen und dem PASM Fahrwerk deutlich filigraner als der Cayman; selten hat Kurvenräubern derart viel Spaß gemacht.

Die sinkende Sonne im Rücken
Kurz vor der Ankunft

Weitere Impressionen dieses schönen Tages gibt es drüben in der Gallery: Klick.

Folgend noch die Tour in Form einiger relevanter Wegpunkte (Google Latitude Verlauf sei Dank):

GPS-Aufzeichnung der Ausfahrt zur Loreley[deltazoom=0;gpxelevation=hide;gpxspeedchart=hide;gpxcheckpointinterval=10;urldisplaymode=none;]